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Sand 720
Minium 450
kohlensaures Natron 450
Borsäure 150
Manganliyperoxyd 150
Man schmilzt, lässt absetzen und giesst in Formen. Einmaliges
Feuer genügt hier, man braucht nicht etwa das Email zuerst zu bereiten,
dieses zu färben und nochmals zu schmelzen.
Mit Kobaltoxyd färbt man das Email blau, mit Kupferoxyd türkisblau,
mit Uranoxyd gelb. Man nimmt für die oben angegebenen Mengen
von Kieselsäure, Bleioxyd, kohlensaures Natron und Borsäure :
Für Blau: Scharffeuer-Blau 30 Grm.,
für Türkisblau: Kupferoxyd 20 Grm.,
für Gelb: Uranoxyd 45 Grm.
Man kann auch andere Oxyde anwenden, wie z. B. Chromoxyd,
Manganoxyd in geringer Menge, Zinnoxyd.
Nach den angestellten Versuchen kann man das blaue, gelbe und
türkisfarbene Email entweder direct auf das Eisen oder auf das vorher
eingebrannte Email auftragen; in beiden Fällen zeigt es alle Eigenschaften
der ungefärbten Glasur.
Um den Werth der verschiedenen Arten von Malerei vergleichen
zu können, wurden zwei Eisenplatten nach den verschiedenen Methoden
emaillirt und denselben möglichst ungünstigen Verhältnissen ausgesetzt;
die eine war auf die Paste gemalt und mit einer Lage von Email überzogen
worden, bei der andern hatte man bloss zwei Lagen Email ohne
fremde Substanz angewendet.
Es wäre voreilig, aus diesen ersten Versuchen den Schluss zu
ziehen, dass das Problem vollständig gelöst sei; indessen scheint doch
die oben angeführte Composition recht brauchbar zu sein. Es ist überdies
unerlässlich, dass man die Bedingungen einer langsamen, allmäligen Abkühlung
herbeiführt; man erreicht dies sicher, indem man nach dem
Brennen die Gegenstände in eine Art Kühloi'en bringt. Im Allgemeinen
ist es klar, dass das Haften des Emails auf dem Metall nur durch die
Ausdehnung der Oberfläche leiden kann.
Will man das Bild grau in Grau erhalten, so sind hier alle Bedingungen
gegeben, um die Arbeit vollkommen ausführen zu können.
Hat man, um eine gleiche und regelmässige Oberfläche zu erhalten,
das Schwarz in zwei Lagen aufgelegt, so modellirt man die Zeichnung
mit Weiss, das man fein gerieben mit Wasser mittelst eines Spatels aufträgt
und mit einer Nadelspitze ausbreitet. Es ist dies eine missliche
Arbeit. Man bringt auf die Stellen, welche licht werden sollen, noch
mehr Weiss, so dass die dicksten Stellen den hellsten entsprechen.
Dieselben treten dann scharf hervor. Die Halbschatten entstehen durch
ganz dünne Lagen von Weiss, welche nicht undurchsichtig genug sind,
um den schwarzen Grund völlig zu verdecken.