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Goldpurpur liefert je nach der angewendeten Menge mehr oder
weniger intensiv rosenfarbene, sehr lebhafte Farben.
Hell-Rubinrotli
Dunkel- Johaimisbeer-Kubinrotli
Roth
Sand
Minium
Pottasche mit 5O°/ 0 Kaligehalt
825
500
400
0-7
825
500
400
Goldpurpur 0 - 5
Man reibt den Goldpurpur auf einer Glasplatte mit einem Theile
des abgewogenen Sandes, mischt die andern Bestandtheile zu und schmilzt
in einem irdenen Tiegel.
Zusammensetzung der unter der Glasur angebrachten
Farbe n.
Diese Farben dienen als Schattirungcn für die vorhergehenden
durchsichtigen Emails.
Für eine Auswahl guter Farben ist zu berücksichtigen:
1. Dass die Farbe, welche zwischen zwei Schichten Glasur zu liegen
kommt, sich leichter verändere, als bei der Malerei sur pate, wo man
ein für die angewendete Farbe passendes Flussmittel wählen kann. Hier
überzieht dieselbe Glasur das ganze Bild, mithin alle angewendeten
Farben.
2. Dass also hier viele Metalloxyde nicht geeignet sind, welche
unter andern Umständen sich ganz gut verwenden lassen; die Erfahrung
allein entscheidet über die Anwendbarkeit. Die Anzahl der hier brauchbaren
Farben wird offenbar beschränkter sein, als bei der Malerei
sur päte.
3. Dass eine Uebereinstimmung herrscht zwischen dem Flussmittel
der Farbe und jenem, welches das ganze Bild bedecken soll, damit das
letztere ungeachtet der Farbe leicht das gemalte Object benetze.
Die zwei zu lösenden Probleme sind folgende: Man muss einerseits
trachten, die Widerstandsfähigkeit des färbenden Principes zu steigern
(ob dasselbe ein Oxyd oder ein unzersetzbares Salz sei), und andererseits
muss man das Flussmittel ähnlich der Glasmasse zusammensetzen, welche
das ganze Bild überziehen soll.
Zur Erreichung des ersten Zieles bieten sich zwei Mittel:
Das erste besteht darin, dass man die verwendbaren Oxyde in
einer möglichst beständigen Form herstellt; man arbeitet so viel als
möglich mit krystallisirten Körpern, welche vermöge ihres Aggregat-Zustandes
grosse Widerstandsfähigkeit besitzen. Salve tat hat sehr
günstige Iiesultate mit Oxyden erlangt, welche nach der Methode von
Ebelmen krystallisirt erhalten werden, indem man in geschmolzener
Borsäure löst und diese durch andauernde Hitze verflüchtigt.
Das zweite Mittel basirt auf den Gewichtsverhältnissen zwischen
färbendem Körper und Flussmittel. Die Menge des angewandten Fluss-