mittels wird nämlich möglichst verringert. Am besten wäre es, gar kein
Flussmittel zuzusetzen und sich bloss auf die Schmelzbarkeit des weissen
Emails oder des Glasflusses zu verlassen, auf das man die Farbe aufträgt,
dann müsste aber dadurch das Anhaften der Farbe zu erzielen sein. Da
aber die oberste Glasurschichte mit dem Spatel auf die bereits eingebrannte
Malerei aufgetragen wird, so muss diese bereits hinreichend
widerstandsfähig geworden sein. Ein anderes Motiv, welches die allzugrosse
Sparsamkeit mit dem Flussmittel hindert, ist das Verfahren, nach
dem man die Schichten suecessive nach dem Brennen aufträgt. Man
weiss, dass die feinen Farben mit Terpentinöl angerieben werden; da
eine poröse Fläche dieses dünnflüssige Oel leicht aufsaugen würde, so
wäre ein Ausbreiten und Vertheilen der Farbe nicht gut möglich.
Man musste bei der Bereitung der folgenden Farben den Vortheil
in Betracht ziehen, welchen die Methoden, durch welche man das
Flüchtigwerden der Oxyde vermeidet, gewähren können. Man konnte
so mit Glück die beiden früher angedeuteten Uebelstände vermeiden,
nämlich einen Ueberschuss von Flussmittel, welcher dann zu stark auf
die färbenden Substanzen einwirkt, und die Anwendung einer zu geringen
.Menge desselben, wodurch die Malerei schwer ausführbar und beim Aufträgen
von zwei Lagen von Glasfluss zu leicht verändert wird.
Damit die Farben durch den darüber anzubringenden Glasfluss
den erwünschten Glasglanz erhalten, muss man das ihnen beizufügende
Flussmittel möglichst dem als Glasur dienenden Glasflüsse ähnlich
zusammensetzen, welcher schliesslich nichts Anderes sein kann, als ein
leicht schmelzbares Bleiglas.
Nachdem wir dies festgestellt, lassen wir die Mischungsverhältnisse
folgen, welche man einhalten muss. Die auf diese Weise erhaltenen
Oxyde mischt man mit so viel Glasfluss, als nöthig ist, damit sie haften.
Dauerhaftes Schwarz.
Man erhitzt zum Weissglühen:
Chromoxyd 200
rotlies Eisenoxyd 150
Kobaltoxyd 100
Man mischt nun die gleiche Gewichtsmenge von dem Glasflüsse
bei, welchen wir mit Nr. 1 bezeichnen wollen, und welcher folgende
Bestandtheile enthält:
Sand 300
Minium 600
geschmolzenen Borax 100
Holzbraun. Man nimmt den Niederschlag, welchen man erhält,
wenn man schwefelsaures Eisen mit chromsaurem Kali versetzt, mischt
ihn mit dem Glasfluss Nr. 1 und mit dem Oxyd für Braun, welches in
folgender Weise bereitet wird: