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Aufträgen derselben auf den zu malenden Gegenstand und die Vor
nähme der nothwendigen Retouchirungen zu ermöglichen. Beim
Brennen muss sie vollständig verschwinden.
Im Allgemeinen müssen die Farben für die Malerei auf der
Paste denselben Bedingungen entsprechen, wie jene für hartes Porzellan.
Es wird genügen, sie aufzuzählen. Die Farben müssen
hinreichend schmelzbar, hart und unveränderlich sein und dürfen
durch das Brennen bei einer massigen, vorher durch Versuche festgestellten
Temperatur nicht zerstört werden.
W ir wollen uns hier nur mit der Schmelzbarkeit eingehender
beschäftigen, nachdem die Beständigkeit und Härte den betreffenden
Substanzen schon vermöge ihrer chemischen Zusammensetzung eigen ist.
Durch das Schmelzen muss nicht nur in der Hitze das Haften
der Farben auf der Paste bewirkt, sondern denselben auch eine entsprechende
und gleichförmige Glasur gegeben werden. Die Farben
für hartes Porzellan bieten in Bezug auf die Gleichförmigkeit der
Glasur grosse Schwierigkeiten dar, und in dieser Hinsicht ist man
bei der Malerei auf Email und auf weichem Porzellan bedeutend im
Vortheile.
Die der Paste eigene Schmelzbarkeit und die Analogie ihrer
Zusammensetzung mit jener der darauf anzubringenden Farben vereinfachen
die Bereitung der undurchsichtigen Emails wesentlich. Wenn
einige Farben, wie z. B. Purpur und Carmin, durch die Glasur eine
gewisse Veränderung erleiden, welche nachtheilig werden kann, so
bieten dieselben ja bei der Bereitung für hartes Porzellan ebenfalls
grosse Schwierigkeiten dar.
Bei der Porzellanmalerei macht man die Farbentöne heller, indem
man die Farbe in einer dünneren Schichte aufträgt; bei der Oelmalerei
setzt man zu diesem Zwecke der Farbe bekanntlich Weiss zu. Das
Weiss des bemalten Körpers scheint durch die Farbenschichte durch
und mindert mehr oder weniger den Ton der aufgetragenen Farbe.
Dunklere Töne erzielt man durch Aufträgen von dickeren Schichten
der Farbe.
Daraus ergibt sich, dass es schwierig ist, eine brillante Farbe
zu erhalten, die in dünnen Schichten gut verglast, und in dicken
Schichten sich nicht ablöst. Bei den Emailfarben für Malerei sur
päte hat dies gar keine Schwierigkeit, da die Unterlage selbst
schmelzbar ist und die färbende Materie leicht aufnimmt. Näherungsweise
gleiche Zusammensetzung und gleicher Schmelzpunkt beseitigen
jede Gefahr des Abblätterns. Man könnte von diesem Standpunkte
aus die Farben für Porzellan ohneweiteres für Email verwenden,
aber die leichte Schmelzbarbeit der Unterlage wird nur durch Bleioxyd
erzielt; dieses ist zwar sehr vortheilhaft in Bezug auf das Verglasen,
aber sehr nachtheilig für die Dauerhaftigkeit der Farbe. Man ist in
manchen Fällen sogar genöthigt, die Farbe strengflüssiger zu machen;