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Objekt: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Galizien

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fast durch den Thurm verdeckt. Das Presbyterium pflegt meist vieleckig abgeschlossen zu 
sein und hat ein Dach, das niedriger ist als das des Vorderschiffes. Niedrige Gallerien 
auf Geländersäulen, verbunden mit Bügen, bilden eine Art halbkreisförmiger Arcade und 
umgeben von außen das Presbyterium und häufig auch die Schiffe. Man nennt sie 
Soboty — sie sind etwas erhöht über das Niveau des umliegenden Grundes. Manchmal 
nimmt die Stelle der Soboty ein kleines Dach ein, das die Wände des Presbyteriums vor 
Regen schützt, oder mittelst an der Dachtraufe hervortretender großer Kragsteine hat das 
Dach über dem Presbyterium eine gleichbreite Grundlage wie beim Schiff (Gosprzydowa). 
Durch einen, eine Vorhalle bildenden Untertheil des Thurmes gelangen wir ins Innere. 
Die hölzerne römisch-katholische Kirche in Skrzyszöw bei Tarnöw (XVl. Jahrhundert). 
Das Schiff bedeckt ein Plafond aus Brettchen, je nach dem Maß der Ausschmückung durch 
Lcisteneinfassnng in Qnadratfelder gecheckt, die zur Bemalung mit Bildern bestimmt sind. 
Charakteristisch sind beim Plafond die schwellenförmigen Unterzüge, die auf den Seiten- 
wänden ruhen, mit einer Krone an den Brettchen, welche die Seiten dieser Schwellen 
verschalen. Bei den schönen Typen unterhalb der Karpathen ist der Triumphbalken in 
architektonischen spätgothischen Formen durchgeführt und trägt das Crucifix und Heiligen 
figuren. Viele von diesen Kirchen haben eine schöne Polychromie in ihrem Innern bewahrt, 
die in phantasievvllcn Blätterornamenten nach Art der Miniaturen in den Codices aus dem 
Ende des XV. Jahrhunderts dnrchgeführt ist (Libnsza, Korzenna u. s. f.) oder Motive 
für jedes Brett verschieden anwendet.
	        
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