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Die Frequentanten kommen bereits auch aus der Umgebung
und fernergelegenen Ortschaften zur Schule, aus Petersdorf,
Eothfluss, Erlitz, Hohenelbe, Haidisch, Geiersberg, Senftenberg,
Linsdorf und Lichtenau. Jedem steht der Besuch zu jeder Stunde
frei und wird von Seite des Lehrers Unterricht gegeben, — eine
Einrichtung, welche nicht wenig zur guten Frequenz beige
tragen hat.
Die Schule erfreut sich, insbesondere seit jüngerer Zeit,
der Theilnahme und des Interesses von Seite der Bevölkerung
und hat an der intelligenten Aufsicht ihrer Angelegenheiten von
Seite des Bürgermeisters eine treffliche Stütze. Um von dem
geschäftlichen Gebahren der Schulleitung ein Bild zu liefern,
entnahmen wir der vorliegenden Bilanz vom Jahre 1874 die
nachstehenden Daten. Das Handelsministerium gewährte im
März gedachten Jahres für Rohmaterialbeschaffung * und zur
Entlohnung der Schulerarbeiten einen Betrag von 500 fl.,
später aber noch 234 fl. gleichfalls zum Holzeinkaufe. Die
Schule selbst erwarb durch Verkauf angefertigter Objecte
1553 fl. 2 kr. Der Gesammtsumme der Empfänge in der Höhe
von 2287 fl. 2 kr. steht eine Ausgabe von 1503 fl. 59 kr. gegen
über, welche sich vertheilt auf Anschaffungskosten von Nutzholz
66 fl. 28 kr., Brettern 12 fl. 12 kr., Fournierhölzern 42 fl. 17 kr.,
weichen Brettern 28 fl. 15 kr., diversem Materiale 27 fl. 16 kr.,
Lisenbeschlägen etc. 39 fl. 65 kr., Neuanschaffung verbrauchter
Werkzeuge 7 fl. 8 kr., Schreib- und Zeichnenrequisiten 12 fl.
60 kr., Transportkosten etc. 82 fl. 16 kr., Emballage 9 fl. 70 kr.,
Beleuchtung 4 fl., Feuerversicherung 17 fl. 10 kr.; Arbeitsent
lohnung an die Schüler 1125 fl. 42 kr. Restirt ein Ueberschuss
von 783 fl. 43 kr., welcher theils bar, theils in Forderungen,
ausgefertigten Arbeiten oder angeschafftem Materiale vor
handen ist.
Das Rohmaterial kommt aus Wien, seltenere Holzsorten auch von
Hamburg-, das Meiste aber aus der Umgebung von Grulich selbst.
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