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seums unterrichtet worden war. Diese schätzenswerthe Kraft
hat in Tetschen nun auch in der gewerblichen Fortbildungsschule,
sowie in der Bürgerschule den Zeichnenunterricht übernommen.
Die statutengemässe Aufgabe der Fachschule ist, jungen Leuten,
welche sich den Kunstgewerben, hauptsächlich aber solchen,
welche sich der Siderolithindustrie zu widmen beabsichtigen, in
praktischer und theoretischer Beziehung den fachlichen Unter
richt zu ertheilen, ausserdem aber eine Bildungsstätte für Ar
beiter und Lehrlinge zu werden, welche bereits in Fabriken
Verwendung gefunden haben. Das Handelsministerium, welchem
die Anstalt untersteht, hat zu ihrer Ueberwachung ein Cornite
berufen, dessen Zusammensetzung in der Weise erfolgt, dass
der Bürgermeister den Vorsitz als Obmann führt, zwei Mitglieder
dem Gemeindeausschuss, zwei weitere dem sonstigen Kreis der
Freunde ihres Gedeihens entnommen, und endlich dem Lehrer
selbst Sitz und Stimme verliehen wurde. Dieser Schulausschuss
hält monatlich eine Sitzung in Schulangelegenheiten und ver
anlasst auch die Inspicirung der Arbeiten. Ihre Unterstützung
findet die Schule durch das Handelsministerium, durch die
Gemeinde, welche das Local beistellt, und durch freiwillige Bei
träge von Privaten, insbesondere von Industriellen.
Die Mehrzahl der aufzunehmenden Schüler hat nur die
Volksschule absolvirt, um dann einige Jahre am Fachunterrichte,
welcher unentgeltlich ertheilt wird, theilzunehmen. Gehilfen und
Gewerbetreibende hatten sich noch im Vorjahre nicht gemeldet,
dagegen drei Lehrlinge, von welchen zwei einer Fabrik ange
hören, deren Besitzer ihrem Besuch in der Schule nicht nur kein
Hinderniss in den Weg legt, sondern vielmehr denselben fordert,
indem den Knaben keinerlei Lohnabzug wegen der versäumten
Arbeitszeit gemacht wird, mit andern Worten, die Lehrlinge
werden bloss für den Schulbesuch gezahlt, ohne vorläufig in der
Fabrik tbätig zu sein. Zwei Lehrlinge bilden sich für die Siderolith-
technik, einer für Steinmetzarbeit aus. Auser diesen waren noch
vier Knaben vorhanden, im Ganzen also die Anstalt im ersten