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3. Die Fachschule für Schlosserei und andere
Kunstgewerbe in Hohenbruck.
Ihrer ursprünglichen Widmung gemäss hätte diese noch
nicht lange Zeit bestehende Schule auch noch den Gewerben der
Tischlerei und Töpferei neben jenem der Kunstschlosserei zur Ent
wicklung dienen sollen. Es hatte anfangs den Anschein gehabt, als
stehe durch die Thätigkeit einer Schule für sämmtliche drei in
Hohenbruck in grösserer Anzahl etablirte Handwerke ein Aui-
schwung zu erwarten und ist der Unterricht auch umsomehr bis
heute dem ursprünglichen Programm gemäss gegeben worden, wed
es dem Wunsche der Gemeinde zu entsprechen schien, dass der
selbe einen möglichst allgemeinen Charakter annehme. Das Be-
dürfniss geht auch hier auf die gewerbliche Schulung der Jugend
in allgemeinem Sinne zunächst. Indessen ist aber auch hier die
Befriedigung eines so gearteten Verlangens nicht Aufgabe und
nicht Vermögen des Fachschulunterrichtes. Als Fachschule muss
die Anstalt sich nach den im ersten Jahre bereits gemachten
Erfahrungen der Pflege desjenigen Gewerbszweiges zuwenden,
welcher der hoffnungsvollste im Kreise des örtlichen industriellen
Lebens erscheint, und kann dem Leiter der Schule, was die Er-
theilung des allgemeinen gewerblichen Zeichnenunterrichtes
betrifft, nur gestattet werden, dafür, wie gleichfalls an anderen
Orten, die Abendstunden zu gebrauchen.
Als diejenige Richtung, welcher in Hohenbruck im Contact
mit der Fachschule ein günstiges Prognostikon zu stellen ist,
kann lediglich die Kunstschlosserei betrachtet werden. Die
Töpferei leidet unter einer ausserordentlicher Rohheit der Tech-