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Full text: Die kunstgewerblichen Fachschulen des k.k. Handelsministerium

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Wicklung begriffen ist, durch welche eine mannigfache Belebung 
und Variirung der allgemeinen Thätigkeit erzielt wird. Fragen 
wir nach der Veranlassung, wodurch die Meseritscher Schule 
das erwähnte Genre selbständig zu cultiviren bedacht sein 
konnte, so findet die Antwort sich darin wohl, dass die beiden 
tüchtigen Werkmeister, vorher in der Architekturabtheilung der 
Kunstgewerbeschule am Museum gebildet, mit besonderem 
Talente Intarsiaarbeiten nach den alten Möbeln des Museums 
studirt und copirt haben, welche specielle Richtung in sehr 
glücklicher Weise nun den Uebergang an die Stelle ihres prak 
tischen Wirkens genommen hat. Dieses muss als die richtige 
Maxime angesehen werden, dank welcher die veredelnden 
Pfropfreiser einem jungen neuen Stamme mitgetheilt werden 
können; ihre wohlthätigen Folgen sind nirgends ausgeblieben, 
wo dem Einflüsse des Museums durch keinerlei störenden Wider 
stand ihre Wirkungsfähigkeit verkümmert wurde. In Meseritsch 
kommt Uberdiess der gedeihliche Umstand dazu, dass die neue 
Pflanzung von Seite der Aufsichtsbehörden sich der wohl 
wollendsten Pflege erfreut; auch von anderer Seite haben sich 
Körperschaften der Anstalt genähert, die derselben höchst freund 
lich gesinnt, — freilich auch in ihrem Einflüsse, — wenigstens 
in jüngster Zeit beinahe etwas zu weit gegangen sind. 
Die Eröffnung geschah am 13. October 1874. Sowohl die 
Gemeinde als die Sparcasse und zahlreiche Einzelne brachten 
der Schule Sympathien entgegen, so dass eine erfolgreiche 
Entfaltung des Unternehmens vom Anfang erwartet werden 
konnte. So fehlte es auch nicht an materieller Unterstützung 
und betheiligten sich ausser dem Handelsministerium an der 
selben die Gemeinde, welche für die Unterbringung der Anstalt 
Sorge trug, ferner die genannte Sparcasse, von welcher bereits 
für dieses erste Jahr ein Vorschussbetrag von 2025 fl. 75 kr. 
für den Ankauf von Rohmaterial, Werkzeuge, Hobelbänke, ein 
Schwungrad und sonstige Einrichtungen gewidmet wurden. Als 
Locale sind eigens adaptirte ebenerdige Räume im neuen gross
	        
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