DAS EINKUCHEN
HAUS.
Architekt
ING. FRITZ FEUER
Wien VIII.,
Alserstraße 41.
Telephon A-21-4-55.
Fritz Feuer: Entwurf eines Einküchenhauses.
Einer der Wege zur Lösung des Wohnungsproblemes
der Großstadt ist das Einküchenhaus. Die
materielle Lage eines großen Teiles des Mittelstandes
erfordert es, daß auch die Frau einen Beruf ausübt. Sie
kann daher nicht mehr den Haushalt führen. Im Ein
küchenhaus ist es möglich, diese Arbeit durch die Zen
tralwirtschaft zu leisten und so zu verbilligen, daß Miet
zins (Zinsen und Amortisation der Baukosten) und der
auf eine Wohnung entfallende Anteil an den Kosten der
Zentralwirtschaft zusammen nicht höher sind, als die
Ausgaben für eine Hausgehilfin in der Einzelwirtschaft.
Die Verbilligung der Wirtschaftsführung ist durch
weitgehende maschinelle Einrichtungen bedingt, deren
Kosten jedoch auf die Höhe der gesamten Baukosten nur
einen geringen Einfluß haben und damit auch den ein
zelnen Mieter nur in geringem Maße belasten.
Trotz dieser verhältnismäßig geringen Belastung
werden aber alle Bequemlichkeiten, die sich sonst nur
der kapitalskräftige Einzelhaushalt leisten kann, im Ein
küchenhaus geboten. So zeigt der hier in drei Bildern
dargestelte Typus des Einküchenhauses alle Vorzüge
eines rationellen Wohnungsbaues.
Fritz Feuer: Teil eines im Bau befindl. Einküchen
hauses der Baugenossenschaft „Heimhof“, Wien.
Fritz Feuer: Einfamilienwohnhaus (Entwurf)
mit Dachterrasse im Niveau der Schlafräume.