kleinere und natürlich auch nicht mit Thermalwasser
gespeiste Strandbäder entstanden und entstehen immer
noch neue. Das Thermalstrandbad hat 2 Bassins, welche
für den Beschauer ein einheitliches Becken bilden, da sie
nur durch eine Mittelmauer getrennt sind, die eine Länge
von 100 m und eine Breite von zusammen 36 m, beziehungsweise
38.5 m haben. Der südliche Teil mit 100 m
Länge und 15m Breite dient als Schwimmbecken
mit einer Tiefe von 1.40 m bis 4 m, der nördliche als
eigentliches Strandbad (Bildtafel) hat eine Tiefe von
0.60 m bis 1.40 m. Das Strandbadbassin hat bei einer
Fläche von 2200 m 2 einen Wasserinhalt von 2380 nr,
das Schwimmbadbassin hat bei einer Fläche von 1500 nr
einen Wasserinhalt von 3126 m 3 . Die Gesamtfläche der
Bassins beträgt also 3700 nr, der Gesamtwasserinhalt
rund 5500 m 3 . Um die Bassins befinden sich Promenaden,
und anstoßend daran Strandflächen von 5320 nr, der
Strandsand ist Meeressand aus der Tertiärzeit.. Das
Hauptgebäude in der Helenenstraße (Bildtafel) gliedert
sich in einen Mittelbau von 20 m Länge und 11 m liefe
und 2 Seitenbauten von je 70.4 m Länge und 10 m Breite,
so daß eine Gesamtlänge von 160.8 m resultiert. Im Mittelbau
befindet sich die reich ausgestattete Eingangshalle,
im westlichen Seitenbau sind die Kabinen für
Damen, im östlichen Seitenbau diejenigen für Herren
angeordnet. Für Damen und Herren stehen je 435 Kabinen
und je 572 Kleiderkästen, zusammen also 870 Kabinen
und 1144 Kleiderkästen zur Verfügung. Nebst dem
gemauerten Hauptgebäude sind im Westen kleine Ho zhütten,
sogenannte Kabanen angeordnet, welche für
Familien dienen. Die Gesamtfläche, auf welcher das
Strandbad errichtet ist, hat ein Ausmaß von rund
25.000 nr. Die bauliche Ausgestaltung des Hauptgebäudes
und die Ansicht des Bades ist aus den Abbildungen
zu ersehen.
Ein weiterer Bau, der aber erst inKürzefertiggestellt
sein wird, ist der Bau einer Trink- und
WandelhalleimstädtischenKurpark. Diese
Anlage dürfte ebenso wie das Thermalstrandbad zu den
europäischen Sehenswürdigkeiten zu rechnen sein, denn
eine so reich ausgestattete Trinkhalle ist in keinem
europäischen Kurort vorhanden. Aus der Abbildung des
Abb. 13. Städtisches Museum, ehemals Weikersdorfer Rathaus.
Grundrisses (Abb. 15) ersieht man, daß sich um die
kr eisförmige Trinkhalle von 12 m Durchmesser
und 12 m Höhe eine Wandelhalle schließt, die 11 m
breit und in der Mitte gemessen 58 m lang ist. Von der
Trinkhalle aus ist durch einen Vorraum die Gurgelhalle
und Inhalationskammer erreichbar. Ein
Musikpavillon kappt die Ecke der Wandelhalle
Abb. 14. Kurhaus im Kurpark Baden.
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