sten und schönsten Bauwerke
aufweist. Besaß
Nordtirol schon vor dem
Kriege verhältnismäßig
wenig Eisenbahnen, so
war es ganz besonders
im Straßenbau hinter
Südtirol zurück. Während
nun im Kriege das Heereskommando
südlich des
Brenners zahlreiche Gebirgsstraßen
von bleibender
Bedeutung schuf,
war Nordtirol Etappenland,
dessen Straßen
durch den Kriegsverkehr
stark hergenommen wurden.
Die wenigen Brükkenbauten,
die während
des Krieges in Nordtirol
ausgeführt wurden, sind
zugsverkehr dienen, sind
dieThiersee- und Eibergstraße
zu nennen. Die
anderen Konkurrenzstraßen
dienen meist der
Erschließung von Seitentälern.
Sie haben insgesamt
eine Länge von 540
Kilometer. Hiezu kommt
noch die Achentaler
Straße mit 30 Kilometer
Länge.
Dieses Straßennetz
reicht für das Verkehrsbedürfnis
noch lange
nicht aus. Die Schwierigkeiten,
die der gebirgige
Charakter des Landes
der gesicherten Anlage
von Bahnen und Straßen
entgegenstellt, die Ge-Abb.
3. Umbau der Salzburger Bundesstraße bei Schwaz.
Abb. 4. Grattenbrücke bei Wörgt
fahren, die ihnen durch
Steinschläge und Lawinen,
Wildbäche und Wildwässer
drohen, die großen
Kosten, die jede Neuanlage
verursacht, sind
der Grund, warum Tirol
heute nicht mehr Bahnen
und Straßen besitzt. Anderseits
waren gerade
diese Schwierigkeiten ein
Ansporn für die Technik,
hohe Leistungen zu vollbringen.
Ihnen sind die
kühnen Anlagen von Verkehrswegen
zu danken,
die eine Sehenswürdigkeit
des Landes bilden.
Vor allem ist es jedoch
der durch den Friedensvertrag
von Saint-Germain
abgetrennte Teil
desLandes, der die kühn-Abb.
6. Bau der Tilliacherstraße.
U7
Abb. 5. Lechtaler Straße — Winkelbrücke und Straßenumlegung.
meist aus Holz, weil anderer
Baustoff kaum zu
haben war, nur die
Stampfangerbachbrücke,
die in der Zeit größtenteils
von Kriegsgefangenen
ausgeführt wurde,
ist ein Betonbogen von
nennenswertem Ausmaß.
Ihre Spannweite beträgt
40 Meter. Nach dem
Kriege stand die Straßenverwaltung
des verkleinerten
LandesTirol einem
ganz heruntergekommenen
Straßennetz gegenüber,
für dessen Instandsetzung
zunächst die Mittel
fehlten. Hingegen setzte
bald nach dem Kriege
auf den Straßen ein sehr
lebhafter Verkehr ein.
Der internationale Frem-