Abb. 7. Lawinengalerie auf der Finstermünzstraße.
denverkehr suchte die alten Reisewege bald wieder
auf. Man mußte nun in erster Linie auf die Verkehrs
sicherheit bedacht sein.
So entstanden in den letzten Jahren eine Reihe
von Brückenbauten, von denen folgende erwähnt
seien: Stockacher Lechbrücke, 25 Meter 1. W.
(Abb. I); Aschauer Lechbrücke, 113 Meter lang
(Abb. 2); Grattenbrücke, 30 Meter 1. W. (Abb. 4);
Zillerbrücke, 51 Meter lang (Abb. 13).
Auch den Straßenschutzbauten mußte ein auf-
Abb. 8. Tierseestraße — Scheiteleinschnitt 14 m tief.
merksames Augenmerk zugewendet werden. Wenn
zum Beispiel zur Instandsetzung von Bauwerken,
wie der Lawinengalerien auf der Finstermünz
straße (siehe die Abbildung 7) oder der Ufer
werke an Flüssen zum Schutze der Straßen, wie
an der Sanna im Arlberggebiet, oder an der Drau
in Osttirol, Jahr für Jahr Summen geopfert werden
müssen, die in die Hunderttausende gehen, so sieht
der Reisende hievon eigentlich gar nichts. Dieser
beurteilt die Straße in erster Linie nach der Fahr
bahn, und gerade für diese blieb nach Befriedigung
der Erfordernisse der Sicherheit wenig, fast nichts.
Die Klagen über den schlechten Zustand der Straßen
waren daher in den ersten Jahren nach dem Kriege
ziemlich allgemein. Jetzt sind sie mehr und mehr
verstummt, denn die reichlicheren Mittel, die nach
und nach für die Straßen flüssig gemacht wurden,
Abb. 9. Tierseestraße im Bau.
gestatteten auch eine bessere Straßenpflege, ja so
gar an einzelnen Stellen den Umbau von Strecken,
die für den Autoverkehr nicht mehr entsprachen
und unter Umständen sogar eine Gefahr sein
konnten.
Wenn auch diese Tätigkeit noch in den ersten
Anfängen ist, so trachtet man doch durch erst
klassige Trassenführung Straßen zu erstellen, die
den Bedürfnissen auch für die ferne Zukunft ent
sprechen.
In erster Linie ist da die Straße durch das
Unterinntal zu nennen, deren Bedeutung seit Er
bauung der Bahn sehr zurückgegangen war und an
der daher durch Jahrzehnte fast nichts verbessert
worden war. Das Auto hat sie zu einer der wichtig
sten Straßen Österreichs gemacht. In dieser Er
kenntnis steht nun seit 1927 jährlich ein Kredit von
600.000 Schilling für ihren Ausbau zur Verfügung
(siehe Abb. 3).
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