für Zwecke der Tabakregie seit 1919 durchgeführten
Bauherstellungen (Betriebs- und Wohnhausbauten,
bauliche Umgestaltungs- und Instandsetzungs
arbeiten) zuzüglich der für 1928 veranschlagten
gleichartigen Aufwendungen den Gesamtbetrag von
19,000.000 S überschreiten.
Nach dem dermaligen, auf lange Sicht erstellten
Bauprogramme sind durchgreifende Um-
u n d Ausgestaltungen bei den am meisten
veralteten, räumlich und betriebstechnisch unzuläng
lichen Fabriken in Hainburg und Linz ins Auge
gefaßt; die Verwirklichung dieses Programmes kann
allerdings nur abschnittweise erfolgen und muß daher
auf eine Reihe von Jahren verteilt werden.
Messepavillon der österreichischen Tabak-Regie (nächst der Rotunde).
Die österreichischen Bundesstraßen.
Von Ministerialrat Ing. Gustav Schneider, Wien.
Die österreichischen Bundesstraßen, die aus
schließlich aus Bundesmitteln erhalten und vom
Bunde beziehungsweise von den Landesbehörden in
Durchführung der mittelbaren Bundesverwaltung
verwaltet werden, haben eine Länge von 3880 Kilo
meter, das ist 12V> v. H. des gesamten österreichi
schen Straßennetzes, und verteilen sich auf die Bun
desländer wie folgt:
auf Wien 39 Kilometer
„ Niederösterreich . . 628
„ Oberösterreich
Salzburg .
Steiermark
Kärnten .
Tirol . .
Vorarlberg
Burgenland
762
354
680
528
600
131
159
Hinsichtlich der Länge steht also Oberöster
reich an erster, Steiermark an zweiter,
Niederösterreich an dritter, Tirol an
vierter, Kärnten an fünfter, Salzburg an
sechster, das B u r g e n 1 a n d an siebenter, Vor
arlberg an achter und schließlich das Bundesland
Wien an letzter Stelle.
Die besondere Bedeutung unserer Bundes
straßen, die zum einen Teile als breite Chausseen,
die ehedem Heeresstraßen waren, wichtige Ver
kehrszentren und Industriegebiete verbinden, zum
anderen Teile über mächtige Gebirgszüge führen
und hohe Pässe überwinden, ist darin begründet,
daß sie fast ausschließlich den Durchzugsverkehr
innerhalb des Bundesgebietes und überdies auch den
Verkehr mit den Auslandsstaaten aufzunehmen
haben. Sie bilden daher ein Verkehrsnetz von aller
erster kultureller und wirtschaftlicher Wichtigkeit.
Um ihre Bedeutung für den internationalen Verkehr
zu kennzeichnen, seien beispielsweise nur einige
dieser Straßenzüge genannt: Die nach Westen
führende Hauptverkehrsstraße Wien—Linz—Salz
burg—Innsbruck—Arlberg—Schweiz und die nach
Süden, beziehungsweise Südwesten führenden
Straßenzüge Wien—Graz—Triest, beziehungsweise
Wien—Bruck—Leoben—Klagenfurt—Villach Italien.
Im alten Kaiserreich beruhte die Verwaltung
der Reichsstraßen auf zum Teil über ein Jahr
hundert alten und vielfach nach Kronländern
verschiedenen Vorschriften. Die Republik hat
durch die Schaffung des Bundesstraße n-
30