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Full text : Katalog der Gemälde alter Meister aus dem Wiener Privatbesitze, ausgestellt im K. K. Österreichischen Museum August - September 1873

Es  hat  selbstverständlich  seine  grossen  Schwierigkeiten,
eine  so  beträchtliche  Anzahl  gewählter  Meisterwerke,  deren
jedes  in  der  Sammlung,  der  es  entnommen  ist,  einen  Platz
für  sich  behauptet,  in  einer  von  Licht  und  Raum  abhängigen ­
  Ausstellung  zusammen  zu  ordnen.  Wir  glaubten  diesen
Schwierigkeiten  am  besten  dadurch  begegnen  zu  können,
dass  wir,  soweit  es  irgend  anging,  die  einzelnen  Sammlungen
als  Ganze  aufrecht  hielten,  und  nur  ausnahmsweise  ein
Uebergreifen  der  einen  in  die  andere,  oder  die  Ordnung
nach  Schulen  dafür  eintreten  Hessen.
Eine  besondere  Sorgfalt  wurde  der  genauen  Beschreibung ­
  der  Bilder  gewidmet,  und  über  die  Provenienz  sowie
aus  der  einschlägigen  Literatur  alle  verfügbaren,  wichtigeren
Daten  hinzugefügt,  ln  der  Benennung  der  Bilder  galt  der
in  solchen  Fällen  hergebrachte  Grundsatz,  die  Angaben  der
Besitzer  unverändert  beizubehalten,  falls  nicht  ein  bestimmter
neuer  Name  dem  alten  mit  Sicherheit  substituirt  werden
konnte.  Führte  in  solchen  Fällen  die  Verhandlung  nicht
zu  einem  völligen  Uebereinkommen  mit  den  Besitzern,  so
wurde  lieber  auf  die  Ausstellung  der  betreffenden  Werke
ganz  verzichtet,  als  einer  notorisch  falschen  Bestimmung
Raum  gegeben.  In  manchen  andern  Fällen  muss  die  Entscheidung ­
  den  weiteren  Fortschritten  der  Wissenschaft  Vorbehalten ­
  bleiben.
Dem  Kataloge  sind  zwei  Register  angefügt,  in  welchen
die  beigesetzten  Ziffern  auf  die  Nummern  dieses  Verzeichnisses ­
  hinweisen.
Wien,  29.  Juli  1873.
Das  Comite:
Chlodwig  Prin%  Hohenlohe.  Friedrich  Lippmann.
Karl  Graf  Lanckoronski.  Karl  von  Lüttow.
Mori\  Thausing.
            
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