Initialen mit Zierranken. Miniatur: Christus als Weltenrichter,
zu beiden Seiten die Vertreter der geistlichen
und weltlichen Stände, im Vordergrund kniet der Verfasser.
Der Künstler steht dem Miniator Michael nahe.
Die Bücher des Verfassers kamen in die Bibliothek des
Chorherrenstiftes Seckau und von da nach der Aufhebung
des Stiftes unter Josef II. an die Universitätsbibliothek
Graz, Hs. 23.
53 MISSALE des Abtes von St. Lambrecht Heinrich II.
Moyker (1419—1455). Geschrieben vor 1444. — Bunte
Initialen mit Ranken und Kanonbild. Der Künstler steht
dem Miniator Michael nahe.
Universitätsbibliothek Graz, Hs. 123.
54 ERKLÄRUNG DES SALVE REGINA. Von Franz von Retz.
1444. —• 1 Bild mit Ranken und Wappen. In Klosterneuburg
hergestellt. Schöner, zeitgenössischer Einband:
braunes Kalbleder mit Blindpressung, durchbrochene
Bronze-Beschläge.
Stift Klosterneuburg, Cod. 52.
55 MISSALE. Geschrieben vor 1445. — Bunte Initialen, Ranken
mit Tierbildern, Kanonbild von Miniator Michael.
Kam 1450 in den Besitz des Benediktinerstiftes St. Lambrecht
und 1786 in die Universitätsbibliothek Graz,
Hs. 128.
56 MISSALE des Abtes von St. Lambrecht Heinrich II.
Moyker (1419—1455). Geschrieben vor 1450. — Bunte
Initialen mit Ranken, Miniaturen und Kanonbild.
Universitätsbibliothek Graz, Hs. 364.
57 GREGOR D. GR.: MORALIA. Mitte des XV. Jh. — 18 Initialen
in Gold und Deckfarben, davon 15 mit figuralem
Schmuck. Von zwei österreichischen Meistern.
Stift Herzogenburg, Cod. 94.
58 DEUTSCHE BIBEL. Geschrieben von Erasmus Stratter in
Salzburg 1469. — Initialen und Minaturen von Ulrich
Schreier, mit dem die Salzburger Buchmalerei ihren
letzten Höhepunkt erreicht. Einband mit Messingbeschlägen
aus dem XVII. Jh.
Universitätsbiblothek Graz, Hs. 48.
59 MISSALE des Pfarrers Jakob Gerold in Knittelfeld. Geschrieben
vor 1477. — Bildinitialen und Miniaturen in
den Zierranken. Kanonbild und lose beiliegendes Widmungsblatt.
Hauptwerk eines Salzburger Miniators, von
dem noch andere Missalien bekannt sind. Kam bei der
Aufhebung des Chorherrenstiftes Seckau 1782 an die
Universitätsbibliothek Graz, Hs. 74.
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