92 u. 93 OBERÖSTERREICHISCHER MEISTER VON
1460—70.
Die beiden Johannes. Aus dem Codex 477 der Lambacher
Stiftsbibliothek.
Feder in Bister, 143:85 bzw. 145 :93 mm, Albertina,
Inv. 26862 und 26863. D. 12 a und D. 12 b.
Der Evangelist wahrscheinlich eine Nachzeichnung, der
Täufer eine originale Schöpfung auf der Ebene der reifen
Werke des Meisters E. S. Vgl. auch den etwas späteren
Kilianzyklus von Wartberg an der Krems. (O. Pächt,
österreichische Tafelmalerei der Gotik, 1929, T. 94.)
Lit.: Otto Benesch, österreichische Handzeichnungen des
15. und 16. Jahrhunderts, Freiburg i. B., 1936, V. 45, 46.
94 BERNHARD STRIGEL
geb. 1460 oder 1461 in Memmingen, gest. 1520 ebenda.
Christus und die zwölf Apostel. Entwurf zu
einer Predella (in drei Blätter zerschnitten), Stift Seitenstetten,
Inv. Nr. 4223/1—3.
Feder, Bister, weiß gehöht auf hellgrau grundiertem
Papier, 121 : 126 mm, 119 : 124 mm, 120 :126 mm.
Lit.: Walter Hugelshofer, Bernhardin Strigel als Zeichner,
in Belvedere 1925 (37), p. 39, Abb. 16.
95 HANS BURGKMAIR DER ÄLTERE
geb. 1473 in Augsburg, gest. 1531 dortselbst.
Selbstbildnis Burgkmairs als Bräutigam und
Hochzeiter. Aus Stift Seitenstetten, Inv. Nr. 4223,6.
Feder in Tusche, Aquarell. Linke Figur 1498, rechte
Figur 1497, eigenhändige Schrift:
über der linken Figur: Also bin ich gen kirchen gangen
auf meiner hoch zeyt an sannt vlrichs abend im jar 1498.
über der rechten Figur: In solicher gestalt nam ich mein
weyb ana allerlay in dar bey was der stat fogt vnd her
hanns graber Docktor konrady beutinger vnd er geschach
in seinem haus in dem haus das der minners ist
gewösen an sant thomans abent des zwölf boten ann
ainer miwoch vm das ain im jar 1497.
Lit.: Heinrich Röttinger, Burgkmair im Hochzeitskleide.
Münchener Jahrbuch der bildenden Kunst III (1908),
2. Halbband, p. 48 mit Abb. Arthur Burkhard, Hans
Burgkmair der Ältere, Leipzig 1934, Abb. 2.
96—106 ALBRECHT ALTDORFER
geb. um 1480, tätig in Regensburg und im bayrischösterreichischen
Gebiet (Mondsee, St. Florian), gest.
1538 in Regensburg.
Der hl. Johannes. Aus Stift Seitenstetten, N.-ö., Inv.
Nr. 4223/7.
Feder in Tusche, weiß gehöht auf bräunlich grundiertem
Papier, 132 : 88 mm. In der Mitte oben datiert 1517.
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