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Full text : Glas 1905 - 1925 : vom Jugendstil zum Art Deco, Band 1

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der  schönsten  Ensembles,  das  auch  in  einer  Variante  mit  Golddekor  (Kat.  Nr.  6)  ausgeführt ­
  wurde.  Im  reizvollen  Kontrast  zum  farblosen  Kristallglas  die  grüne  Kuppe  der  Moselweingläser ­
  (Kat.  33).
Eine  Serie  von  Kelchgläsern  mit  Schliff  von  Kuppa,  Stiel  und  Fuß  entwarf  Otto  Prutscher
(Kat.  Nr.  36-41).  Die  verschiedenartig  gestalteten  Silhouetten  der  Kuppa  ermöglichen
ebenso  eine  Variabilität  innerhalb  der  Serie  wie  die  gelb  leuchtenden  Ovale  dreier  Gläser
(Kat.  Nr.  36,  39,  40).
Die  meisten  der  eben  genannten  Gläser  dürften  von  der  Firma  Meyr's  Neffe  in  Adolf  bei
Winterberg  ausgeführt  worden  sein,  wiewohl  dies  nicht  immer  nachzuweisen  ist.  Dies
gilt  auch  für  die  1909  datierte  Jardiniere  (Kat.  Nr.  43-45).
Eines  der  1910  von  Josef  Hoffmann  entworfenen  Kelchgläser  weist  eine  in  dreieckigen
Flächen  facettierte  Kuppa  auf  (Kat.  Nr.  50,  51);  die  anderen  Gläser  dieser  Serie  variieren
die  Formen  von  Kuppa,  Stiel  und  Fuß  durch  Diamantschliff,  Abtreppungen  des  Fußes,
geschliffene  Motive  in  halber  Höhe  des  Stiels  u.a.  (Kat.  Nr.  48-54).  Blumengläser  ergänzen ­
  diese  Gruppe  (Kat.  Nr.  55),  die  im  Entwurf  noch  weitere  Formtypen  aufwies  (Kat.  Nr.
56-59),  von  denen  jedoch  nicht  alle  realisiert  wurden.  Ein  Glas  wurde  als  unausführbar
(Kat.  Nr.  50  links),  einige  mit  0  bezeichnet,  bei  manchen  anderen  wurde  der  Originalentwurf ­
  Hoffmanns  abgeändert.
Zu  einer  Blumengarnitur  waren  zwei  verschieden  große  Jardinieren  mit  Platten  zusammengefaßt ­
  (Kat.  Nr.  64-66),  deren  reicher  Schliff  zwar  dem  Entwurf  (Kat.  64)  entspricht,
während  dessen  Form  durch  Weglassen  des  facettierten  Fußes  abgeändert  wurde.
Eine  Gruppe  von  Gläsern,  die  teilweise  von  Josef  Hoffmann  (Kat.  Nr.  67-69)  stammt,  teilweise ­
  noch  keinem  bestimmten  Entwerfer  zugeschrieben  werden  kann  (Kat.  Nr.  72),  ist
durch  tiefe  Schälschliffe  des  Fußes  charakterisiert.

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