Abb. 45. Zwerg; Eckert & Co., Volkstedt, Ende 19.
Jhdt.; gefälschter unterglasurblauer Bindenschild, ein-
geritzte Nummer 1774; H8,9cm. - Wiener Privatbesitz
zu ertragen scheint. Der Unterschied zur graphischen Vorlage (Abb. 40) ist hier nicht so auf
fallend wie bei anderen Beispielen.
Den Zwerg mit dem vorgewölbten Bauch finden wir ebenfalls bei Meaume:, ,754. L’Homme au
gros ventre releve et au chapeau ä grands bords. II est vue de face oü il regarde en louchant.
Sa main gauche est ouverte et depasse son ventre. II porte le sabre ä droite, la main appuyee
sur la garde, de maniere ä relever la pointe en arriere. Ses pieds sont diriges ä droite”
(Meaume 1860, Nr. 754, S. 361).
Bei der Porzellanplastik (Abb. 45) wölbt sich der Bauch nicht mehr so monströs vor wie bei der
Graphik (Abb. 44). Die Kostümdetails sind im großen und ganzen beibehalten - die Finger
der linken vorgestreckten Hand sind leider bestoßen. Stärker verändert hat der englische
Modelleur seine Porzellanfigur, einen der sogenannten „Mansion House Dwarfs” (vgl.
S.118), wenn auch die Vorlage noch spürbar bleibt.