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Abb. 90. Detail vom Hut des Zwerges Abb. 48
Abb. 91. Detail, Bettlerknabe Abb. 84
Verwendung alter Marken wird weder in der Publikation von 1928 noch von jener nach 1935
erwähnt. Es entzieht sich auch unserer Kenntnis, wie lange im 20. Jahrhundert gefälschte alte
Marken zur Kennzeichnung herangezogen wurden.”
Von den gesicherten Volkstedt-Porzellanen ausgehend, können wir fast alle Zwergerifigureri
der Volkstedter Fabrik zuschreiben. Den mit den Gabeln gemarkten Bettlerkindern sind die
unbemalten Zwerge zuzuordnen, die den gefälschten Wiener Bindenschild tragen (Abb. 38
ff., Abb. 84,85,86,88). Mit diesen wieder vergleichbar sind die bemalten Einzelfiguren zweier
Zwerge: der kämpfende Zwerg (Abb. 61), der Zwerg mit Stock (Abb. 66) und der geigende
Zwerg (Farbabb. 8, S. 23, Mitte). Die Farbigkeit ihrer Bemalung stimmt wiederum sehr gut mit
jener der gesicherten Bettlergruppen (Abb. 76, 79) überein.
Die Verwandtschaft dieser Figuren untereinander in Stil, Farbigkeit und Detailmodellierung
ist eine verläßlichere Basis für Zuschreibungen als ikonographische Vergleiche (Callots
Graphiken konnten als Vorlagenwerke überall verfügbar sein). Die verschiedenen
Kennzeichen der Porzellane (Volkstedter Gabeln, gefälschter Bindenschild, gefälschte
Sevres-Marke, gefälschte Neapel-Marke) mahnen zur Vorsicht und daran, daß wir uns an
Marken nur bedingt orientieren können.
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