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Full text: Wiener Porzellan: Original, Kopie, Verfälschung, Fälschung

Abb. 149. Unterseite der Porzellanfigur Abb. 147: ge 
fälschter unterglasurblauer Bindenschild 
Abb. 148. Verkäufer mit Tragkorb, vermutlich spätes 
19. Jhdt.; gefälschter unterglasurblauer Bindenschild, 
Papieretikett mit Aufschrift,, 10 h”; H 17,4 cm. — Wiener 
Privatbesitz 
Der Verkäufer mit abgestelltem Tragkorb (Abb.148), 17,4 cm hoch, ist ebenfalls durch 
einen gefälschten, unterglasurblauen Bindenschild und ein Papieretikett mit der Aufschrift 
,,10 h” gekennzeichnet. Er steht in Schrittstellung auf dem rechteckigen, etwas gewölbten 
Sockel, hält mit der rechten Hand den Tragkorb und scheint mit der Linken seine Waren anzu 
bieten. Der Tragriemen des hohen Korbes ist abgebrochen. Über den geflochtenen Teil des 
Korbes fällt ein drapiertes Tuch, darauf stehen mehrere vollplastisch wiedergegebene Ge 
genstände; eine Waage ist teils en relief, teils rundplastisch (die Waagschale) modelliert. Das 
Porzellan zeigt wie beim Fischverkäufer zahlreiche Fehler. Brandrisse und unreine Glasur 
sowie schlecht verarbeitete Formnähte zeugen von einer etwas flüchtigen Behandlung und 
von mangelnder Feinarbeit bei der Fertigstellung. 
Abb. 150. Marke der Porzellanfigur Abb. 145: gefälsch 
ter unterglasurblauer Bindenschild, Ritzzeichen 2 oder 
Abb. 151: Marke der Porzellanfigur Abb. 146:gefälsch- 
ter unterglasurblauer Bindenschild, Ritzzeichen 5
	        
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