plats, vases genre cloisonne avec bronzes; accessoires comme anses et pieds”; Almanach:
„fab. de porcelaine et bronzes, genres Sevres, Saxe, Chine, Japon, cloisonnees”). Samson
fils aine beteiligte sich auch an der Pariser Weltausstellung 1889. Im Ausstellungskatalog
(Kat. Paris 1889, T. III, Gr. III, CI. 20, Nr. 294, S. 16) wird das umfangreiche Fabrikationspro
gramm ausführlich erörtert: besonders wird auf die Erzeugung großer Objekte im chinesi
schen, japanischen, sächsischen Genre, Genre Sevres usw. hingewiesen sowie auf die Re
produktion von Museumsobjekten aus dem Louvre, dem Musee de Cluny, den Museen von
Sevres, Rouen, Nevers, Dresden, dem South-Kensington-Museum in London sowie aus Pri
vatsammlungen („Reproduction par imitation des anciennes porcelaines et fai'ences et de
pieces avec ou sans montures en bronze ...”). Mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts beginnt
der Name Samson auch in der einschlägigen keramischen Fachliteratur aufzutauchen. In
dem 1900 erschienenen Buch von Litchfield, das verdienstvollerweise einen umfangreichen
Abschnitt über gefälschte bzw. irreführende Marken enthält, wird auch Samson genannt und
- erstmals? - eine Marke dieser Firma publiziert (Litchfield 1900, S. 61, 62, S. 235). Es
handelt sich dabei um die gekreuzten Schwerter mit einem horizontalen Strich im Kreuzungs
punkt und einem S.
Zu Samsons erfolgreichsten Arbeiten zählte Litchfield eine Figurenserie der 12 Monate, die
um ein Vielfaches ihrer Herstellungskosten verkauft werden konnte. Diese Figuren trugen die
oben angeführte Marke, und skrupellose Händler verwendeten sie, um Amateure zu täu
schen, und Samsons Arbeiten wurden als Meißen verkauft („His mark, as here, is frequently
used by unscrupulous dealers to deceive amateurs, and his productions are sold as ,old
Dresden’.”).
Litchfield verwies auf die außerordentliche Qualität der Samsonschen Imitationen und auf die
Tatsache, daß Samson nicht nur Meißener Porzellan, sondern auch Crown Derby, Chelsea,
Bow und andere Porzellane sowie deren Marken kopierte („Samson also makes exceedingly
clever imitations of all the rarer and more precious descriptions of Oriental porcelain,
and many have been deceived by his productions. The mark given here was that used upon
the .Dresden’ specimens, but Crown Derby, Chelsea, Bow and many of the Continental fabri-
que he not only imitates more or less successfully, but he also copies their marks. His manu-
factory is probably responsible for more disappointments on the pari of young collectors than
any other half-dozen makers of spurious China grouped together“).
Bereits um 1900 stellte Litchfield fest, daß es schwierig sei, die Samsonschen Imitationen
als solche aufzudecken, und daß dazu sorgfältiges Studium von Besonderheiten der Masse,
Glasur und der Details von Vergoldung und Dekoration notwendig sei („It is difficult to give
any rules and signs by which such imitations as Samson’s may be detected. Nothing but a
careful study of the peculiarities of paste, glaze, and details of gilding and decoration can
gradually transform an amateur into an .expert’ ”).
Litchfield macht auf einige Fehler aufmerksam: der goldene Anker von Chelsea sei nie auf
echtem, frühem Chelsea-Porzellan verwendet worden. Samson soll diese Marke anstelle
des kleinen roten Ankers aufgemalt haben; die Imitationen von Worcester seien schlecht in
der Vergoldung. Samson soll auch die Crown-Derby-Marke auf Figuren angebracht haben,
die es in der Manufaktur von Duesbury nicht gab. Die gegenwärtigen Imitationen Samsons -
gemeint sind jene der Jahrhundertwende, als Litchfield sein Buch veröffentlichte - seien
jenen, die vor zwei Jahrzehnten entstanden, unterlegen. Zu den größten Erfolgen Samsons
aus den letzten Jahren (vor 1900) zählte Lichtfield die Battersea-Email-Imitationen.
Chavagnac-Grollier bilden bereits zwei Marken ab (Chavagnac-Grollier 1906, S. 810): eine
davon ist aus zwei einander kreuzenden, spiegelgleichen S gebildet, die andere ähnelt jener
bei Litchfield angegebenen, besteht jedoch aus zwei einander kreuzenden Linien mit Strich
im Kreuzungspunkt und beigefügtem S, das jedoch nicht immer da sein muß. Die erste Marke
in Blau befindet sich auf einem bunt bemalten Teller in japanischem Genre, der auf der Pari
ser Weltausstellung 1878 gezeigt wurde und sich im Musee de Sevres (No. 7309-3) befand.
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