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MAK

Full text : Ausstellung von britischen Aquarellen, Zeichnungen und Stichen 1735-1935

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höchstem  Ruhm,  wie  Muirhead  Bone,  Frank  Brangwyn,  Sir  D.  Y.
Cameron,  Francis  Dodd  und  James  McBey,  ziehen  es  vor,  außerhalb ­
  ihrer  Reihen  zu  bleiben,
Die  (nicht  so  zahlreichen)  Lithographen  haben  ihre  eigene
Organisation,  den  Senefelder-Klub.  Die  Lithographie  genoß  nie  die
Gunst  des  Publikums  im  selben  Ausmaß  wie  die  Radierung,  doch
wurde  auch  in  dieser  Technik  seit  etwa  1890  von  englischen
Künstlern  Ausgezeichnetes  geleistet.  Sie  blicken  auf  Whistler  als
auf  ihren  Vorläufer  hin.
Seit  dem  Krieg  hat  sich  der  Holzschnitt  stark  entwickelt  und
ist  jetzt  das  von  einer  beträchtlichen  Zahl  von  Künstlern  bevorzugte
Ausdrucksmittel.  In  früheren  Zeiten  wurde  er,  außer  von  berufsmäßigen, ­
  reproduzierenden  Holzschneidern,  nur  gelegentlich  und
von  isolierten  Künstlern  oder  Gruppen  angewendet,  wie  von  Thomas
Bewick  (1753—1828)  in  Newcastle,  dann  von  Blake  und  Calvert  und
in  neuerer  Zeit  von  den  Künstlern  der  Vale-  und  Eragny-Presse,
Ricketts,  Shannon,  Sturge  Moore  und  Lucien  Pissarro  und  gelegentlich ­
  von  einem  einzelnen  Künstler  wie  Gordon  Craig.
Der  moderne  Farbenholzschnitt  als  Originalwerk  datiert  von
ungefähr  1895,  als  J.  D.  Batten  (1860—1932)  und  Frank  Morley
Fletcher  (*  1866)  ihre  ersten  Versuche  im  Schneiden  und  Drucken
von  Holzstöcken  nach  japanischer  Art  unternahmen.  Seither  wurden
die  japanische  Technik  und  verschiedene  Arten  zu  schneiden  und
mit  Ölfarben  zu  drucken  volkstümlich  und  erfolgreich,  v/ährend  in
letzter  Zeit  die  jüngeren  Künstler,  darunter  einige  mif  einer  Neigung ­
  für  Kubismus  und  Futurismus,  den  Linolschnitt  für  die  Vervielfältigung ­
  ihrer  fröhlichen  und  lebendigen  Zeichnungen  bevorzugten. ­

Ich  hoffe,  es  darf  ohne  Ruhmredigkeit  ausgesprochen  werden,
daß  die  graphischen  Künste  in  England  blühen  und  daß  unsere
Künstler  in  der  ungewöhnlich  glücklichen  Lage  sind,  den  Vorteil
einer  langen  und  gesunden  technischen  Tradition  zu  genießen.

CAMPBELL  DODGSON
            
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