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458, 459 Deckeldose und Deckeikanne von der Geschäftskarte Abb. 344,
S, 141
458, 459 Lidded box and jug with cover from the business card i!l. 344,
p. 141
heimfuhr, während ich noch einige andere Fabriken, zuletzt
die in Adolf- und Eleonorenhain besuchte, so daß ich erst am
20ten Oktober wieder heim kam [zu Hause anlangte].
Wie mir meine täglichen Aufzeichnungen von damals in Erinnerung
bringen, verwendete ich meine Zeit in gewissenhafter
Weise, zeichnete neue Muster, machte meine Bestellungen,
besuchte die Werkstätten, schlug selbst manche mir gebotene
Unterhaltung aus, um meinen Aufenthalt möglichst zu kürzen
und bald wieder zurück zu sein, was sich schließlich auch als
zweckmäßig erwies. Denn kaum war ich zu Hause angelangt,
hieß es wieder hinunter nach Essegg, um die Prozeßangelegenheit,
weiche nicht vorwärts gehen wollte, zu betreiben,
Reise nach Essegg 1850 - Prozeß gegen Hondl
Ich fuhr also noch am Abend des 5. November mit der Bahn
nach Pressburg und kam nicht ohne manche Umständlichkeiten,
wie sie damals nahezu allerwärts die Regel waren, am
8ten Vormittags in Essegg an, wo Schaffer mich um so freudiger
begrüßte, als bereits für Nachmittag ein Zusammentreffen
mit Hondl beim Gerichtspräsidenten Dellimanich anberaumt
war. Hondl aber kam erst am 12 ten , der Ausgleichsversuch
brachte keinen Erfolg, da Hondl die schon besagte Grundbedingung,
die Hinauszahlung, nicht erfüllen konnte; ich mußte
weiter in Essegg bleiben. Schaffer fuhr heim. Unser Klagebegehren
auf Rechnungslegung hatten wir schon aaeb [vor] dieser
neuerlich mißglückten Unterhandlung sogleich eingereicht,
der Prozeß mußte also weitergeführt werden. Hondl
hatte wohl bald seine Einrede überreicht, indem es sich für ihn
zunächst nur darum handelte, einen möglichst weitgesteckten
Termin für seine Rechnungslegung zu erhalten. Der Referendar
aber sagte mir zu meiner Betrübnis, das Gericht sei so
sehr mit Arbeiten überhäuft, daß Wochen vergehen dürften,
bis unsere Angelegenheit überhaupt zur Verhandlung gelangen
könne. Ich mußte ausharren, durfte nicht einmal gar zu
viel drängen, nur hin und wieder höflichst bitten, um nicht den
Herren [zu sehr] lästig zu werden und sie gegen uns einzunehmen.
Dazu kam noch, daß ich ohne jeden mir bekannten
Aniaß eine Drüsengeschwulst bekam, welche sich mit der Zeit
1850: Reise nach Neuwelt, Josefinenhütte, Haida, Steinschönau,
Dresden, Leipzig, Prag, Adolfshütte, Eleonorenhain
Der Bruder hatte aus Egypten eine Bestellung auf große, vielarmige
Standleuchter mitgebracht. [Um] deren Ausführung
richtig einzuleiten, fuhr ich am 10. Sept. 1850 mit der Mutter
zunächst auf die gräflich Harrach'sche Fabrik Neuwald, später
und fornor Neuwelt benannt, welche hart an der preußischschlesischen
Grenze gelegen ist. dann Nach mehrtägigem
Aufenthalte da, während welchem ich auch die über der
Grenze gelegene gräflich Schaffgotsch’sche Glasfabrik Jose-[kam
ich] in die Raffinerien in und bei Haida und Steinschönau.
Hierauf machen wir ganz improvisirt einen kurzen
Ausflug nach Dresden und Leizig, was bei den damaligen
noch recht wenig organisirten Verkehrseinrichtungen sehr umständlich
und nicht ohne lästige Störungen durchführbar war.
Endlich kamen wir zurück nach Prag, von wo die Mutter, welche
die ganze Zeit über sich nicht recht wohl fühlte, allein
SMM AX/S'’ yfer]f>
460, 461 Ausschnitte aus einer Karte („Statistisch-topographische JNDU-STRIE-KARTE
DES KOENIGREICHES BOEHMEN entworfen ... von Ernst
von Schwarzer. PRAG 1842“); Glashütten in Nordböhmen mit (Haida, Steinschönau
u. a., Abb. 460) und Südböhmen (Adolph, Winterberg, Eleonorenhain
u. a., Abb. 461) nachträglich auf schwarzem Grund hervorgehoben)
460, 461 Details of Ernst von Schwarzer's map, Prague 1842, glass works
in North Bohemia (ill. 460) and South Bohemia (ill. 461) marked in black
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