oo mir vor, daß emo schottische Fabrik, A.-Jenkinson in Edinburgh,
Vonotianerglaoor brachte, nur farbige, aber darunter
reizende, vorochiodono Varianten in lebhafteren Farben als
die oroton, dazu sorgfältiger und zierlicher gearbeitet,-als
Salviati aus Murano hatte eine große Menge Gegenstände gebracht,
noch mehr und Besseres aber das englische Haus
„Compagnie de Venise et Murano.“ Salviati, eigentlich nur ein
Rechtsanwalt, hatte Interesse an den alten Venetianer Gläsern
und den Mosaikarbeiten; er war ein spekulativer Kopf und
dachte, daß die völlig heruntergekommene, einst epochemachende
Muran[eser] Glaskunst doch wieder belebt werden
könnte. Er setzte sich um 1858 mit einigen noch thätigen Glasarbeitern
in Verbindung, spornte sie an, Besseres zu versuchen,
besorgte auch den Verkauf der Waaren; sein Kunstverständnis,
seine kaufmännische Rührigkeit brachten bald Erfolge;
die Mosaiken in der Markuskirche bedurften längst der
Ausbesserung oder auch der Erneuerung - er bot sich dazu
an, suchte die alten, theils schon vergessenen Techniken wieder
in Uebung zu bringen, organisirte immer weiter, machte
Reisen [und] wurde [so] eigentlich Glasfabikant tteef [ja] sogar
etef Wiedererwecker der seit [nahezu] zwei Jahrhunderten
darniederliegenden venetianischen, [so] eigenartigen, [als]
vielbewunderten Glasindustrie. Dies Verdienst gebührt ihm
unbestritten, ja man kann annehmen, daß [ohne]sein Eingreifen
eine Renaissance dieser Industrie vielleicht auch heute
noch nicht zu verzeichnen wäre. Aber, wie ich glaube, vermochte
er es nicht, sich dabei so viel zu erwerben, daß er mit
eigenen Mitteln eine ordentliche Fabrik hätte errichten können
und ausgestalten können, doch fand er Engländer, welche ihm
so viel als er für erforderlich angab, dann mehr und mehr zur
Verfügung, aber bald auch eine Kontrolle zur Seite stellten.
Salviati war an und für sich, gewiß mit dem Mund, sehr rührig,
aber eine stramme, geordnete Geschäftsführung war seine
Sache nicht; die Engländer schüttelten ihn ab, machten vorher
aber mit ihm einen Vertrag, daß er sich an einem Konkurrenzunternehmen
nicht betheiligen dürfe, was den guten
Mann nicht hinderte, sogleich mit einem anderen Fabrikanten
dort in Verbindung zu treten und unter seinem eigenen Namen
weiter zu arbeiten. Es war davon die Rede, daß man ihm den
Prozeß machen werde und stiegen bei manchen Jury-Mitgliedern
Bedenken auf, ob wir Salviati überhaupt prämiiren dürften,
was ich entschieden vertrat, da wir nur die ausgestellten
Waaren zu beurtheilen, uns aber nicht in Rechtsfragen irgend
einzulassen hätten.
Die englische Gesellschaft hatte für ihre Unternehmung gewiß
einen technisch tüchtig/erj en Leiter, als Salviati je war. Sie erzeugte
nicht nur die heikelsten Gefäße aus der eigentlichen
Höhezeit der Muraneser Glaskunst, nämlich aus dem XVI.
Jahrhundert, sondern auch die karneol- und achatartigen,
dann die Mosaik-Gläser und die Katakombengläser aus dem
Anfänge unserer Zeitrechnung so vollendet, daß sie den besten
alten in keiner Weise nachstehen. Wenn wir aber fragen,
was wohl die Ursachen gewesen sein mögen, die den Verfall
dieser Industrie seinerzeit herbeiführten, so meine ich nicht
fehlzugehen, wenn ich auch die dazu zähle, daß man mit jenen
Künsteleien, welche schließlich doch vielfach wiederholt
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759 Vase aus der Serie „Silberfiligran“, ab 1884; farbloses Glas mit „Silberfiligran“
(Schnitt mit Aluminium) sowie Dekor in Blau, Höhe: 31.8 cm (PSK 103)
(WZ XVII, S, 20v° - 23: „Gefäße Krystail mit gravirtem und versilbertem Filigran
u. Türkisperlen verziert, 7 nach eigenen Zeichnungen.“; Vase: S. 22,
Blatt B)
759 Vase from the Series “Silver filigree,” from 1884; colorless glass with
“siiver filigree” (engraving with aluminum) and decoration in blue, height:
31.8 cm (PSK 103) (WZ XVII, pp. 20v° - 23; vase: p. 22, fol. B)
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