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r . V-798
Schale auf Fuß (2 Teile); „im Rococostyie“; farbloses Glas mit Schliff, mit farbigem Dekor und Teilvergoldung, um 1880-1890, vgl. Abb. 797 (PSK 16)
798 Footedbowl (2 parts); “in Rococo style;’’ colorless glass with cutting, with color decoration aridgiiding, about 1880-1890; see ill. 797 (PSK 16)
den Ausschuß gewählt und zwei Jahre darauf Obmann desselben.
Der erste Sekretär der Stiftung verfiel nach einigen
Jahren in eine etwas trübe Gemütsstimmung, ergab sich dem
Trünke und machte es mir nicht leicht, die Geschäfte des Kuratoriums
in voller Ordnung zu erhalten, aber seine Kündigung
zu veranlassen, dazu mochte ich mich nicht entschließen, um
nicht dadurch dem nicht mehr normalen Mann [keinen] Anlaß
zu bieten, sich ein Leides anzuthun. Doch er fand bald anderen
Grund dazu. Der zweite Sekretär fing wieder nach einer
Anzahl von Jahren an, kopfleidend und dadurch unverläßlich
zu werden, so daß mir bald noch mehr Arbeit als beim ersten
zufiel und meine Kollegen meinten, sie begriffen nicht, warum
ich den Mann halte. - Nun, er hatte Weib und Kind und
brauchte den Gehalt; endlich kam seine Frau selbst und bat,
ihn seiner Steile zu entheben. Er starb bald darauf. - Weder
der erste noch der zweite Sekretär war mit dem Genossenschaftsgesetze,
dem Vereinswesen überhaupt vertraut, so
daß sie eigentlich der ihnen zukommenden Aufgabe nicht
recht gewachsen waren; ich selbst war diesfalls auch nicht
sattelfest genug, darum war mir besonders daran gelegen, für
fornor [die Zukunft]einen Sekretär zu finden, auf den ich wirklich
zählen konnte. Um dazu ausreichend Zeit zu haben,
stellte ich meinen eigenen Buchhalter, der bereits wiederholt
hatte aushelfen müssen, inzwischen unentgeltlich zur Verfügung.
Das blieb so über ein Jahr lang, weil sich die Möglichkeit
zeigte, den Kurator und Reichsrathsabgeordneten [Car//Wrabetz,
der sich eingehend mit den Genossenschaften befaßte
und wie kein zweiter damit vertraut war, für jene Stelle zu gewinnen.
Es geschah dies auch zu meiner großen Befriedigung
und Beruhigung, denn von da ab wurden die Angelegenheiten
des Kuratoriums in solcher Ordnung und so umsichtig geführt,
wie ich dies früher nie erreichen konnte.
Ueber den Zweck der Stiftung kann man eine wenig erbauliche
Ansicht haben, denn ein Theil des Kleingewerbes ist
heute überhaupt nicht mehr lebensfähig, darum auch nicht zu
halten; ein Guttheil könnte allerdings gedeihen, wenn die Meister
mehr aufgeweckten Sinn, mehr Arbeitsfreudigkeit und
kaufmännische Befähigung, auch mehr Neigung zum Sparen
hätten, wie dies alles bei meinem Vater der Fall war, vollends
wenn sie mit dem Zeitgeist vorwärts zu schreiten verstünden.
Mit den billigeren Darlehen, welche sie durch die Franz-Josef-Stiftung
erhalten können, allein, ja selbst mit wesentlichen
Geldgeschenken ist dem etwas beschränkten Handwerker
nicht zu helfen. Freund Tennenbaum meinte längst, ich möge
mich von der Stiftung zurückziehen, denn sie sei eigentlich
zum Theil nur ein Schlagwort, wie das, „dem kleinen Mann
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