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Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn.
Nr. 11.
Wf f
2'50 m über dem Gartenniveau ge
legenen Schulgasse direct in den
I. Stock gelangen kann. Das Haus
hat nebst der Hausbesorgerwohnung
in jeder Etage eine separirte Woh
nung, und zwar enthält das Par
terre, zugänglich durch zwei Ein
gänge von der Gartenseite: eine
Hausbesorgerwohnung mit einem
Zimmer, einer Küche, ferner eine
Wohnung, bestehend aus: drei
Zimmer, zwei Cabinete, Vorzimmer,
Küche, Badezimmer, Speis, Keller
etc. Die Wohnung des Plausherrn
in der I. Etage, zugänglich von der
Schuigasse und der Gartenseite,
besteht aus: einer Kanzlei, einem
Arbeitszimmer des Herrn, einem
Zimmer des Herrn, einem Speise
zimmer, einem Salon, einem Zimmer
der Frau, einem Wohnzimmer, einem
Vorzimmer, einem Dienerzimmer,
Küche, Speis, Badezimmer, Garde
robe, Putzraum mit Terrasse und
einem in der Spindel der Stiege
angebrachten Aufzuge vom Keller
zur I. Etage. Die Küche hat einen
eigenen Eingang und führt aussen
von der an den Putzraum disponirten
Terrasse eine Ti eppe in den kleinen
Wirthschafts-und Hühnerhof, gegen
welchen im Parterre auch die
Waschküche situirt ist. Sämmtliche
Räume in den beiden Etagen sind
direct zugänglich. Diebeiden Vor
zimmer, die Garderobe und das Bad
werden durch Oberlicht beleuchtet.
Tafel 82 und 83. Zinshaus
in Budapest, Josephsring82, Archi
tekten: Steinhardt und Lajig. Dieses
Zinshaus, dessen Fagade und Grund
risse wir auf den Tafeln 81 und
82 bringen, liegt an einem der
belebtesten Punkte Neu-Budapests,
am grossen Ringe: das grosse Ge
schäftsleben dieses Stadtviertels
erheischte die Anlage von Verkaufs
läden, während die Stockwerke für
Wohnungszwecke ausgenützt sind.
Die durch einen grossenGiebel ge
krönte Barock-Fagade ist als ge
mischtes Mauerwerk aus gelben
Backsteinen, die ornamentalen
Theile sind aus Putz behandelt.
Aeusserst malerisch wirkt die mit
einem Arm auf den Hof hinaus-
reichende , 'Treppenanlage. Der Bau
hat rund 90.000 Gulden gekostet.
Tafel 84. Mausoleum des
Grafen Julius Andrassy zu Töke-
Terebes in Ungarn. Architekt: Ar
thur Meinig. Am Ufer des Töke-
Terebeser kleinen Parksees, dem
Lieblingsaufenthalte des grossen
.Staatsmannes, Hess die Andrässy’-
sche Familie nach den Plänen des
Budapester Architekten Arthur Mei-
ni^ ein Mausoleum errichten, dessen
perspectivisches Bild und Grundriss
wir auf Tafel 84 bringen. Dasselbe
ist aus siebenbürgischem Kalkstein
in gothischem Style ausgeführt, die
Kuppel mit Kupfer gedeckt. Die
Fussbodenverkleidung des Inneren
ist weisser Marmor, mit eingeleg
tem Kreuz aus schwarzem Marmor.
In der Mitte ruht auf einem Unter
bau, von Löwen und Säulen ge
tragen, ein Doppelsarkophag aus
Salzburger Marmor, das Werk des
Bildhauers Georg Zala in Budapest,
Herausgeber und Verleger: MORITZ PERLES.
Verantwortlicher Redacteur: OSKAR MARMOREK.
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\ illa E. R. v. Patzelt in Vöslau, Ansicht von der Schulstiasse.
Telephon Nr. 736i. Gegründet 1863.
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Tafel 78 und 79. Zins- und
Wohnhaus, III. Fasangasse 22,
Architekt Emil Bressler. Mit Rück
sicht auf die Lage wurde dieses
Haus im 1. und 2. Stocke für Mittel
wohnungen, im 2. und 3. Stocke für
kleine Wohnungen eingetheilt, wäh
rend Parterre u. Souterrain geschäft-
lichejiZwecken dienen. Die Fagade,
sowie die decorative Ausschmückung
des Innern zeichnet sich durch
allergrösste Einfachheit aus.
Kleines Palais Baron A. von
Liebig, III. Pettenkofengasse 3.
Dieses nur 13 Meter Länge Front
entwicklung zeigende Haus wurde
nur für den Gebrauch einer einzigen
Familie gebaut; im Keller ist der
Raum für die Centralheizung,
Kohlendepot und Aufbewahrungs
raum für Wein etc., im Souterrain
die Portierwohnung, Dienerspeise
zimmer, Küche, Speise, Abwasch
raum etc. untergebracht. Vom
Vestibül führt einereich geschnitzte
Holzstiege zu den übrigen Stock
werken. Im Hochparterre sind 3
Räume, im 1. Stock die Fest- und
Speisesäle, im 2. Stock Schlaf-
und Wohnräume, weiter oben die
Dienerschaftsräume, sowie endlich
ein Atelier für photographische
Zwecke angeordnet. Für die Diener
ist eine kleine Servicestiege zum
internen Gebrauche hergestellt.
Die innere Ausgestaltung ist eine
reiche, sowohl Wände als Plafonds
sindmit Stückornamenten versehen.
Tafel 80 und 81- Villa des
Herrn Dr. Egon Ritter von Pazelt
in Vöslau, an der Hochstrasse und
Schulgasse gelegen, gegenwärtig in
Bau begriffen, Architekt Ludw. Bau
mann. Gesammt-Area circa 1100 ni 1 ,
wovon circa 400 w 2 verbaut sind.
Das Object hat ein Kellergeschoss,
ein Parterre und einen I. Stock,
ist derart situirt, dass man von der
an der rückwärtigen Front um
Schnitt durch das Palais Liebig, Wien, III. Pettenkofengasse 3.
Seitenansicht.