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Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn, 1. Jahrgang 1895

Nr. 3. 
Seite 35. 
Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn. 
Cylinders ist durch eine Kapsel geschlossen, das innere in eine Mutter so 
eingeschraubt, dass der Cylinder fest in den Thürrahmen hineingeschraubt 
werden kann, um in die passende Lage zu kommen. Die Röhre hat 
eine Weite von V 8 Zoll englisch und mündet mit dem einen Ende in den 
Cylinder, mit dem andern in das Ventil J. Diese Röhre soll aus Messing 
oder Leder und nicht länger als 10 Fuss sein. Die Kolbenstange E geht 
durch die äussere Cylinderkappe und wird durch die Feder G in ihrer 
Lage gehalten. Die Nase D wird an der Thüre so befestigt, dass sie 
gegen die Kolbenstange E schlägt, so dass, wenn 
die Thüre geschlossen und dann geöffnet wird, der 
Kolben den entsprechenden Weg zurücklegt. Die 
Thüre soll durch Federn so zugehalten werden, dass 
der Anschlag D stets an der Kolbenstange E an 
liegt. Die Thüre braucht dann nur innen Griff und 
Riegel zu haben. 
Ventilationsklappe für Zimmer von Wolf- 
gavg Harbauer in Erlangen. Die Ventilationsein 
richtung für Zimmer etc. ist gekennzeichnet durch 
eine Klappe B, welche beim Oeffnen den Doppel 
hebel E G und die Zugstange J verschiebt und 
dadurch eine Klappe K öffnet, die dann beim 
Schliessen der Klappe B wieder zufällt. (D. R. P. Nr. *8.55^.) 
Spülabort mit Wascheinrichtung von Ludwig v. Pajcsy in Buda 
pest. Der Spülabort ist ge 
kennzeichnet durch eine im 
Becken h drehbare Schale r, 
welche nach Benutzung des 
Aborts nach oben geklappt 
wird, sich dabei entleert und 
eine in der Wasserleitung an 
geordnete Spülvorrichtung g, 
<>, p derart bewegt, dass das 
Spülwasser durch ein Spritz 
rohr t gegen das Innere der 
Schale emporgeworfen wird. 
Durch das Zurücklegen der 
Schale c wird die Spülvor 
richtung gop so eingestellt, 
dass das noch in einem nun 
mehr von der Hauptleitung ni 
abgeschlossenen Behälter / 
befindliche Wasser durch eine zweite Leitung in die Schale fliesst, die, 
nunmehr gründlich gereinigt, als Waschbecken benutzt werden kann. 
(D. R. P. Nr. 78.403.) 
Reissfeder mit Vorrichtung zum Stricheln und Punktiren von 
Bernhardt Hang in Philadelphia. Die Reiss- 
fed2r selbst ist mit einem ausschaltbaren 
Finger b in das Lineal mit passenden Er 
höhungen und Vertiefungen versehen, welche 
der Strichelung oder Punktirung entsprechen 
und über welche beim Zeichnen der Finger # 
gleitet. (D. R. P. Nr. 78.884.) 
Spülvorrichtung für Aborte u. dergl. 
von F. Butzke äf Co. in Berlin. Durch Zug 
an dem zweiarmigen Hebel i wird das 
Ablaufventil e während der Benutzung des 
Aborts gegen seinen Sitz gedrückt. Gleich 
zeitig wird das doppelseitige Füllventil p unter Einwirkung des haken 
förmigen Ende? des durch die Ventilstange g mit Spielraum tretenden 
und von dieser mitangehobenen Schwimmerarmes in aus der rechten 
Schlusslage in die Mittelstellung gebracht, so dass der für gewöhnlich 
entleerte Wasserkasten a sich füllt, bis bei höchstem Wasserstand durch 
den ansteigenden Schwimmer «, bezw. dessen Arm das Füllventil in die 
linke Schlusslage geschoben wird. Bei Freigabe des Hebels i erfolgt 
das durch Eigengewicht bewirkte Oeftnen des Ablassventiles e, während 
gleichzeitig das Füllventil durch Sinken des Schwimmers n in seine 
rechtsseitige Schlussstellung zurückkehrt. (D. R. P. Nr. 78.432.) 
Ziehfederfüller von Clemens Breul in Barmen. Ein am Tusche 
behälter befestigter Hebel d dringt 
mit seinem unteren, in den Tuscheraum 
ragenden Theil k beim Auflegen der 
Ziehfeder auf den oberen, kurzen Theil 
m durch die Oeffnung g im Deckel 
hindurch zwischen die Schenkel der 
Ziehfeder, dieselbe mit Tusche füllend. 
(D. R. P. Nr. 78.705.) 
Oberlichtfensterverschluss mit Schliess- und Verriegelungs 
kurbel von C. Schleussner in Nürnberg. Eine 
Schliesskurbel ist auf einer parallel zur Fenster 
drehachse fest gelagerten Welle e befestigt. 
Dieselbe bewegt einen mit Bolzen und Schleife 
geführten Schubriegel h so, dass er beim Drehen 
in der Schliessrichtung zuerst den Fensterflügel 
schliesst und dann den Riegel h vorschiebt, be; 
umgekehrter Drehung aber zuerst den Riegel 
zurückzieht und dann den Fensterflügel öffnet. 
(D. R. P. Nr. 78.578.) 
Zugregler für Niederdruck - Dampf 
heizungen von Albert Maschke in Berlin. In den 
in Quecksilber eintauchenden glockenartigen 
Schwimmer f mündet von unten her ein an die 
Rohrleitung ab am Kessel angeschlossenes Rohr d. Der Schwimmer wird 
entweder durch Aenderungen im Höhenstande der schweren Flüssigkeit 
oder durch den oberhalb der im Hohlraum stehenden Flüssigkeit ent 
stehenden Druck nach Art eines Kolbens gehoben. Hierdurch wird der 
Luftzutritt mittelst einer oder mehrerer Klappen / geregelt. (D. R. P. 
Nr. 78.200.) 
Thüröffner mit niederzieh 
barem Hebel und schraubenartigem 
Führungsschlitz von Alois Ludwig 
in Glatz i. Schl. Ein Hebel «, der 
an einem Ende e mit der Thüre 
drehbar verbunden ist, kann an 
einer mittleren Stelle d in der 
Drehachse der Thüre durch Zug- 
stange/nachunten gezogen werden, 
wobei er mit dem anderen Ende 
so in einen schraubenartig ge 
formten festen Führungsschlitz c 
greift, dass er beim Niederziehen 
die Thüre öffnet (D. R. P. Nr.78.593). 
Neuerung an der Regelung der Wärmeabgabe von Dampf 
heizkörpern von B. dr 3 E. Körting in Wien. Es ist bekannt, dass ein Ge 
misch von Luft und Dampf weit weniger Wärme an die Wandungen der 
Heizkörper überträgt, als reiner Dampf von gleicher Wärme, weil sich 
sofort in der nächsten Umgebung der Metallflächen des Heizkörpers durch 
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