Nr. 9.
Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn.
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Aufsatz für Schornsteine, Ventilationsrohre u. dgl. von Lucian
Pitsch in Wanzleben. In dem oberen Theil des Aufsatzes ist ein mit
der abdeckenden Platte b fest verbundenes
Röhrensystem c derart angebracht, dass die
über die Platte b hinströmenden Winde eine
saugende Wirkung auf das Rohr ausüben,
während die Deckplatte d steil von oben ein
fallende Winde ablenkt, beziehuogsweise die
selben eine saugende Wirkung ausüben lässt.
Sch’ornsteinaufsatz von Hugo John in
Erfurt. An das eine federnde Bewegung ge
stattende Schornsteinrohr a schliesst sich ein
Saugkegel b und an diesen ein auf der Nadel d
drehbarer Windhaubenkopf mit 2 Windein
gängen A und B an. Das Oberdach k dieses Kopfes ist mit dem
Unterdach i durch einen Anker h verbunden, der gleichzeitig die aus
der Windfahne gebogene Nadelbüchse /um-
schliesst. Die Abmessungen sind derart ge
wählt, dass mehrere solcher Windhaubenmit
ihren unmittelbar aus dem Schornstein heraus-
ragenden Theilen aneinander stossend ihre
Drehbewegungen ausführen können. Der
freie Raum x x x, welcher sich unmittelbar
über dem gemauerten Schornstein zwischen
Saugkegelmantel b und dem über den ge
mauerten Schornstein herausragenden Rohr a
befindet, ist mit Befestigungsmaterial (z. B.
Lehm, Kalk, Gement, Blei) ausgefüllt.
Schornsteinaufsatz von Herrn. Hüller in
Freiberg i. S. Um einerseits das Nieder
drücken des Rauches durch den Wind zu
verhindern und anderseits die Ablagerung von Russ und Funken zu
ermöglichen, werden 2 Kästen übereinandergestellt, deren innerer B
oben verschlossen und nahe dem oberen Rande mit 4 einander paar
weise gegenüberliegenden Löchern b versehen ist, und deren äusserer A
oben durch eine Deckplatte D mit mittlerer
Oeffnung verschlossen und unten mit 4 ein
ander paarweise gegenüberliegenden, mit
Drahtsieben ausgekleideten Löchern a ausge
stattet ist. Auf diese Weise entsteht zwischen
beiden Kästen ein Raum, durch dessen
Löcher a bei Winddruck auf den Schorn
stein der Rauch entweicht und in welchem
sich Russ und Funken niederschlagen. Die
Reinigung des Schornsteines S erfolgt von
oben durch die geöffneten Klappendeckel d.
Vorrichtung zur Bethätigung von Cassettenfussboden-Klappen
von Fritz Brandt in Berlin. Die horizontal verschiebbare Zugschiene D
trägt ausschaltbare
Klappenstützen C,
die einerseits mit
den Klappen A
unter Vermittlung
von an den Klap
penenden drehbar
befestigten Klap
pen c, anderseits
mit der Schiene D
derart gelenkig ver
bunden sind, dass
bei Bewegung der
Schiene D nach der
einen Richtung die
Klappen A durch
Aufrichten und
seitliches Aus
schwingen der
Stützen C ge
schlossen werden,
während bei Be
wegung der
Schiene D nach der
anderen Richtung
durch Verschiebung der Stützpunkte die Stützen C unter Zurück
schwingen ihrer oberen, mit der Klappe A gelenkig verbundenen
Drehpunkte um gelegt und somit die Klappen A geöffnet werden.
Dadurch ist es möglich, eine fortlaufende oder unterbrochene Reihe
von Cassettenfussbodenklappen gleichzeitig zu öffnen oder zu schliesseru
Fenster mit luftdichtem Verschluss von Ehrcke und Bley in
Schöneberg bei Berlin. Das Fenster mit luftdichtem Verschluss be
steht aus einer in der Seitenfüllung des Fensters
lose angeordneten Schliesszunge h mit abge
schrägten Ansätzen g, welch letztere in ent
sprechende Aussparungen einer durch Excenter i
bethätigten Stange d greifen, so dass beim
Heben des Excenters die Schliesszunge seitlich
gegen die sägezahnförmig profilirten Fenster
rahmen gepresst wird.
Gelenkverbindung für
Rollläden von Paul Till
manns in Frankfurt a. M.
Jedes Glied der Gelenkver
bindung ist auf der oberen
Seite halbkreisförmig umge
bogen und mit einer zu dem
Halbkreis radial gerichteten
Kippleiste f versehen und
trägt auf der unteren Seite
neben einem in gleicher
Weise umgebogenen halb
kreisförmigen Theil b eine ,
angenietete Winkellasche c, wobei stets der Halbkreisbogen e des
einen Gliedes in dem Theile b des nächsten Gliedes drehbar geführt
wird und gleichzeitig das eine Glied mittelst der Kippleiste f in der
Winkellasche e des nächsten Gliedes hängt.
Rechts und links verwendbares Möbelschloss von Oetzbach
und Colla in Velbert. Ein Riegel a ist mit den an beiden Seiten
angebrachten Ansätzen b und f versehen,
welche je ein mit Schraubengewinde ver
sehenes Loch c und m zur Aufnahme einer
vierkantigen Stange d für den Riegelkopf e
besitzen. Dadurch, dass sich in den beiden
Riegelansätzen die mit Gewinden versehenen
Löcher c und m befinden, ist das Schloss
als rechtes oder linkes zu gebrauchen,
indem die Riegelstange d bei Verwendung
des Schlosses als rechtes in c und bei der
als linkes in m eingeschraubt wird.
Formstein zur Herstellung von sich selbst tragenden Decken
von Wilh. Lautenbach in Düsseldorf. Die Formsteine sind je an einer
Längs- und Querverbandseite mit keil
förmigen Vorsprüngen versehen, während
die anderen beiden Seiten entsprechende
Vertiefungen erhalten haben. Hiebei kann
ein Verbundträger angewendet werden.
Derselbe besteht aus einem durch zwei
gerade Eisenstangen gebildeten, mit Anker- und Wandplatte an den
Enden festgelegten Untergurt und aus einer einen scheitrechten Bogen
oder Theile eines solchen auf demselben bildenden Steinaufmauerung,
welche in gleichmässigen, die Felder bezeichnenden Abständen von
Ankerbolzen durchsetzt und mittelst dieser gegen den Untergurt fest
gespannt ist.
Spülvorrichtung für Aborte von Herrn. Döring in München.
Die Spülvorrichtung ist gekennzeichnet durch die Anordnung eines
in einem Cylinder b gleitenden, beiderseitig durch Wasserdruck
ungleich belaste
ten Ventilkolbens
c der beim Oeffnen
eines Ventiles g
einseitig entlastet
und dadurch von
seinem Sitz abge
hoben wird, so
dass Druckwasser
nach der Spüllei
tung strömt und
mittelst Strahl
apparates p r s und eventuell eines Heberohres t das durch Ventil g
in das Spülbecken einströmende Wasser mitsaugt.