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MAK

Full text : Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn, 2. Jahrgang 1896

Nr.  12.

Seite  96.

Neubauten  und  Concurrenzen  in  Oesterreich  und  Ungarn.

T ,,r  i  <)!  «ko  Villa  Kind  Äussiq  a.  d.  E.  Architekt  Hartwig  Fischei  in  Wien.  Der  lebhafte  Aufschwung,
steil  abfallende  Lehnen,  welche  den  Uehergang
  zu  einem  höher  gelegenen  Plateau  bilden.
An  einer  solchen  liegt  auch  \  illa  Kind.  Eine
neue  Strasse  führt  in  gerader  Linie  mit  einer
Steigung  von  1.6  den  Rücken  hinauf,  so  dass
die  Schmalseite  der  Parcelle  längs  des  stufenförmig ­
  ausgebildeten  Trottoirs  die  grössten
Niveaudifferenzen  erfährt,  während
der  Tiefe  nach,  längs  der  grösseren ­
  Parcellenseite  ein  horizontaler
Weg  hergesteflt  werden  konnte.
Nachdem  der  neben  und  unterhalb
der  Villa  gelegene  Baugrund  grösstentheils
  durch  eine  Gartenanlage
ausgenützt  ist,  wird  der  freie  Ausblick ­
  in  das  schöne  Elbethal  sowohl ­
  von  der  weithin  sichtbaren
Hauptfagade,  als  auch  von  der  Gartenfagade
  aus  nicht  durch  störende  Zwischenbauten
°i;.ii;i„1  j  I  f  M'  i  f  i  -L-r  beeinträchtigt,  während  die  Strassenfagade  (gegen  den
Schnitt.  Vorgarten)  infolge  der  geringen  Breite  dei  Strasse
weniger  Beachtung  verdiente.  Diese  localen  Verhältnisse  hatten  im  Zusammenhang  mit  den  Forderungen  des  Pro-Ir
  mmes  einen  wesentlichen  Einfluss  auf  die  Planverfassung.  Die  Anlage  eines  centralen  Hallenraumes,  die  Absonderun"
  der  zu  den  Wohnräumen  des  Stockwerkes  führenden  internen  Stiege  vom  allgemeinen  Zugang  Empfang
r : i„men  im  Erdgeschoss  waren  solche  Bestimmungen.  Daraus  entsprang  die  zusammenhängende  Gruppirung  d
f  den  frei  liegenden  Seiten  des  Hauses,  während  die  Wirthschaftsräume  und  untergeordneten
Communicationen,  ebenfalls  unter  sich  zusammenhängend,  aber  von  den  übrigen  Räumen  vollständig  abtrennbar,  au

Situation.

Souterrain.

waren  für  den  Aufbau  massgebenT  N^h  hrun  nm .  jn  besch & e idenem  Masse  auf  Luxus  in  der  Ausstattung
Innenraume  bestimmend  war,  konnte  bei  ■  £  f  .  Höhe  anwachsen  sollte.  Für  die  Beheizung  wurde
gesehen  werden,  wenn  die  Bausumme  nicht  zu  unge  c  g  Penh-alrium  au  Destel  lt  ist  Die  abgeschrägten
frische  Luft  in  die  Haupträume  gelangt,  \  en  .  a;«  Ppip nr btuno'geschieht  vorläufig  durch  Gas,

welche

störende  Schornsteine  mit  sich  brachte.

Herausgeber  und  Verleger:  MORITZ  PERLES.

Verantwortlicher  Redacteur:  Ingenieur  PAUL  BENZION.
            
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