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Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn.
Nr. 3.
handenen oder in etwa einem Menschenalter auszubauenden Stadt mit einer Gürtelstrasse durchzuführen, an welche
Parks, sämmtliche öffentliche Utilitätsbauten, Bäder, alle Kasernen etc. zu verlegen wären, welche bessere Verkehrsmittel’
(Tramway) aufnehmen, und insbesonders ein organisches Angliedern der Vororte ermöglichen würde. Die
Weiterentwicklung der Stadt, die Bildung eines Villen-(Cottage-)Bezirkes im Westen, eines Industriebezirkes im
Norden und Nord-Westen, eines Wohnhaus- und Arbeiterviertels im Nord-Osten durch entsprechende Radialstrassen
zu fördern- endlich Strassen zu schaffen, welche den bedeutenden Transitverkehr Laibachs aufnehmen können, ohne
den Kern der Stadt, mit dem dieser ja nichts zu thun hat, durchqueren zu müssen. M. F.
Tafel 23. Haus des Herrn Zimmermeisters Franz Brunner, äussere Palatingasse in Budapest.
Architekt Julius Schweiger in Budapest. Das in Tafel 23 und durch drei Grundrisse dargestellte Haus ist Eigenthum
des Herrn Zimmermeisters Franz Brunner und wurde im Jahre 1891/1892 in der Leopoldstadt, äussere 1 alatingasse,
nach Plänen und unter Bauleitung des Architekten Julius Schweiger ausgeführt. Es enthält im Souterrain Lagerräume
und Holzlagen, im I. Stock die Wohnung des Hausherrn, im Parterre, II. und III. Stock Zinswohnungen.
Die Fagaden sind in gleichem Material ausgeführt, wie die Fagaden des Rakovszky sehen Hauses, das in unserem
Februarheft 1896 unter Tafel 10 und 11 publicirt wurde, nämlich in trocken gepressten gelben und rothen Verblendziegeln.
Die Ornamente wurden nach Modellen des Herrn Bildhauers Emil Schr'ödl in farbigen Terracotten
durch Herrn Wilhelm Zsolnay ausgeführt, die Maurerarbeiten wurden durch den Baumeister Fekete Elek geleistet.
Die Kosten des Baues betrugen rund fl. 85.000.
Tafel 24. Entwurf für ein Miethhaus und ein Familienhaus in Penzing. Architekt Theodor Bach C. M.
in Wien Der vorliegende Entwurf sollte auf einer 22'5 m langen und 94 in tiefen Bauparcelle der Pfarrgasse m
Penzing zur Ausführung gelangen. Gegen die Strasse gekehrt wurde ein zweistockhohes Zinshaus angeordnet, das
in jedem Geschosse zwei Wohnungen enthält. Eine Durchfahrt vermittelt den Zugang zu dem dem Garten zugewendeten
Wohnhause des Bauherrn, das im Gegensätze zu dem städtisch gehaltenen Charakter des Zinshauses einen
landschaftlich-malerischen Charakter erhalten sollte.
In Folge Ablebens des Bauherrn gelangte der Entwurf nicht zur Ausführung.
Tafel 25. Wohnhaus XIII. Bezirk, Reichgasse; ausgeführt durch die Wiener Baugesellschaft nach dem
Entwürfe ihres Architekten Theodor Bach C. M. Das dargestellte Object wurde im Jahre 1894 erbaut. Mit einem
vier Meter breiten Vorgarten an die Reichgasse (verlängerte Glonettestrasse) grenzend, musste es mit Rücksicht aut
die zwischen der Reichgasse und der Hietzing-St. Veiter Hauptstrasse im Entstehen begriffene Cottageanlage dem
landschaftlichen Typus der Umgebung im Aeusseren Rechnung tragen. Das Haus enthält im Parterre eine aus drei
Zimmern, Cabinet, Terrasse und Küche bestehende Wohnung, das Dachgeschoss enthält ein geräumiges Bodenzimmer,
im Souterrain sind ausser einer Hausbesorgerwohnung ein Dienstbotenzimmer, sowie die erforderlichen Keller tur
Haus- und Gartenbedarf angeordnet.
Herausgeber und Verleger: MORITZ PERLES.
Verantwortlicher Redacteur: Ingenieur PAUL BENZION.