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Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn, 2. Jahrgang 1896

Nr. 6. 
Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn. 
Seite 45. 
sect.ion (Neues Stadthaus, I. St. 15), beim MagistratsratheKun ein 
zubringen. Die Pläne haben sich ausschliesslich auf das Neugebäude- 
Terrain ohne Umgebung zu beziehen. Die Concursbedingungen, Auto- 
graphien und sonstigen Daten erliegen im hauptstädtischen Ingenieur 
amte (Stadthaus II, St. 23), von wo dieselben auch zu beziehen sind. 
Concurs zur Verfassung der Pläne und Kostenvoranschläge 
für ein Krankenhaus in Komorn. Infolge Entscheidung des Municipal- 
ausschusses der k. Freistadt Komorn ist zur Verfassung der Baupläne 
sammt Kostenvoranschläge für ein Krankenhaus in Komorn ein öffent 
licher Wettbewerb anberaumt Das Spital ist zur Aufnahme von 
100 Betten in Blocksystem zu projectiren. Die Concurrenzpläne sind 
bis 1. August 1. J. beim Bürgermeisteramte in Komorn einzubringen, 
wo auch der Situationsplan und das Bauprogramm besichtigt werden 
können. Erster Preis 500 fl , zweiter Preis 300 fl. 
Zur Erlangung von Entwurf-Skizzen für ein in Köln zu er 
richtendes Kunstgewerbe-Museum wird unter den deutschen Archi 
tekten ein allgemeiner Wettbewerb eröffnet. Die Bedingungen nebst 
Bauprogramm und Lageplan sind von dem städtischen Hochbauamt 
unentgeltlich zu beziehen. An Zeichnungen werden verlangt: 1. Ein 
Lageplan im Massstab 1 : 500. 2. Die Grundrisse sämmtlicher Ge 
schosse, die 4 Ansichtsfronten des Gebäudes, die Längs- und Quer 
schnitte, soweit solche zur Klarlegung des Planes nöthig sind, und 
zwar die Hauptfagade im Massstabe von 1 : 100, alle übrigen Zeich 
nungen im Massstabe 1 : 200. Die Entwurfskizzen nebst deren Anlagen 
sind, mit Merkzeichen oder Kennort versehen, bis zum 1. August 1896, 
Abends 6 Uhr, an das Oberbürgermeisteramt in Köln postfrei einzu 
senden. An Preisen sind ausgesetzt: 2500, 1500 und 1000 Mark, die 
in jedem Falle zur Vertheilung kommen. 
Zur Erlangung von Entwurf-Skizzen für den Erweiterungsbau 
des Rathhauses in Quedlinburg a. H. wird hiermit ein allgemeiner 
Wettbewerb unter den deutschen Architekten ausgeschrieben. Bedin 
gungen, Bauprogramm nebst Lageplan etc. können vom dortigen Stadt 
bauamt unentgeltlich bezogen werden. An Zeichnungen werden ver 
langt ausser einem Lageplan (wozu die zur Ausgabe kommende Um 
druckzeichnung benutzt werden kann) eine Ansicht im Massstabe von 
1 : 100 und zwei im Massstabe von 1 : 200, ebenso die Grundrisse 
aller Geschosse im Massstabe von 1 : 200 nebst den zugehörigen 
Schnitten. Den Zeichnungen ist ein Erläuterungsbericht und Kosten- 
Entschiedene 
Miethhauspläne für den Wohlthätigkeitsverein „Caritas“ in 
Budapest. Von den eingelaufenen 13 Concurrenzplänen für ein Mieth- 
haus des Budapester Wohlthätigkeitsvereines „Caritas“ hat die Jury 
bereits vier — zwischen denen die festgesetzten Preise vertheilt werden 
— ausgewählt. Es sind die Werke: „1 Lépcsö, 1 Lift“ {Florian Korb & 
Koloman Giergt), „Grand Café Restaurant“ (von Zoltân Bâlini), „Drei 
schwarze Kreise (jf. Kohan) und „Drei rothe Kreise“. 
Concurrenzpläne für das Trencsiner Comitatshaus. Auf Grund 
lage eines Concurses für die Pläne des Trencsiner Comitatshausge- 
bäudes liefen folgende Concurrenzwerke ein: „Haladäs“, „Szülöföldem“, 
„Bizalmam az ösi erényben“, „Rother Kreis“, „Millennium“ — Die 
Entscheidung über die eingelaufenen Concurrenzwerke wird auf Grund 
lage des Berichtes der Jury in der am 22. Mai abzuhaltenden Comi- 
tats-Verwaltungs-Ausschusssitzung erfolgen. 
Von den Concurrenzplänen für ein Domherrengebäude in 
Veszprim wurde zur Ausführung das Werk des Budapester Architekten 
Emil L. Kârolyi angenommen. — Es liefen insgesammt 9 Werke ein. 
Die übrigen Bewerber können ihre Preisarbeiten zurücknehmen. 
Concurrenzwerthe für die Canalisirung derk. Freistadt Temesvär. 
Die vor Jahresfrist ausgeschriebene internationale Preisconcurrenz für 
die Pläne einer Canalisation der Stadt Temesvär wurde durch das 
Plenum der zu diesem Zwecke exmittirten Special-Commission ent 
schieden. Den ersten Preis 4000 fl. erhielt das Project „Hungaria“ ; 
der Mottobrief enthielt den Namen des Wiener Ingenieurs Paul Wicher, 
derzeit Chef der Canalisation in Sophia; den zweiten Preis von 2000 fl. 
gewann das Project mit dem Motto „Circulation“ von //. Berger in 
Köln und den dritten Preis von 1000 fl. das Project „Theorie und 
Praxis“ vom Stadtbauinspector Karl Steuernagel, ebenfalls in Köln. 
Die Extraprämie von 1000 fl. wurde nicht ausgefolgt, weil sich keines 
der preisgekrönten Projecte zur Durchführung eignet; es soll vielmehr 
auf Grund derselben jetzt ein praktischer Durchführungsplan ausge 
arbeitet werden. Insgesammt sind 11 Pläne eingetroffen, darunter, dem 
Vernehmen nach, vier ungarische. Die preisgekrönten Projecte beruhen 
sämmtlich auf dem Schwemmsystem. 
Rathhausneubau in Duisburg a. Rh. In der Schlusssitzung des 
Preisgerichts wurden, nach Prüfung der eingegangenen 80 Entwürfe, 
folgende drei Preise zuerkannt: dem Entwürfe „blauer fünfeckiger 
Stern“ der erste Preis von 7000 Mark, dem Entwürfe „Jenny“ der 
zweite Preis von 5000 Mark, dem Entwürfe „Mittelgang“ der dritte 
Preis von 3000 Mark. Nach Eröffnung der betreffenden Briefumschläge 
ergaben sich als Verfasser: 1. des Entwurfes „blauer fünfeckiger Stern“ 
die Herren F. Ratzel, Architekt, Assistent an der technischen Hoch 
schule Karlsruhe, und C. Boes, Architekt, Assistent an der technischen 
Hochschule Karlsruhe, 2. des Entwurfes „Jenny“ Herr Heinrich Jennon 
stud. arch. in Karlsruhe, 3. des Entwurfes „Mittelgang“ die Herren 
Reinhardt & Süssenguth in Berlin. Zum Ankauf wurden von dem Preis 
gericht weiter empfohlen die Entwürfe mit dem Kennwort: „Rhein und 
Ruhr“, „Krumme Strassen“, „Krone mit Band“. Als deren Verfasser 
ergaben sich: für den Entwurf Nr. 17 die Herren Architekten Alfred 
y. Balke und Ludwig Engel, Berlin und Friedr. Schäfer als Mitarbeiter, 
für den Entwurf Nr. 63 die Herren Architekten Meissner, Frankfurt a. M., 
und C. Prévot, Cassel, für den Entwurf Nr. 65/82 die Herren J. Welz, 
Architekt zu Berlin und Regierungsbaumeister Karl Moritz, Berlin. 
Überschlag beizufügen. Als Endtermin für die Einlieferung der Arbeiten 
ist der 1. October 1896, Abends 6 Uhr, festgesetzt. An Preisen sind 
ausgeworfen 1500, 1000 und 500 Mark für die drei relativ besten 
Arbeiten. Der Ankauf weiterer Pläne zum Betrag von je 300 Mark 
bleibt Vorbehalten. 
Die mit Schlusstermin am 10. Mai vom Verlag und Schrift 
leitung der „Zeitschrift für Innen-Decoration“, Darmstadt, ausge 
schriebene Concurrenz zur Erlangung von Entwürfen für einfache, 
billige, aber geschmackvolle Wohnungs-Einrichtungen (Empfangs 
zimmer, Wohn- und Esszimmer, Schlafzimmer, Küche) mit Prämien 
von 2000 Mark wurde nicht in dem Masse beschickt, wie es die in 
teressante Aufgabe erwarten Hess. Dagegen ging der ausschreiben 
den Redaction eine grosse Anzahl von Ansuchen um Verlängerung 
des Einlieferungs-Schlusstermines zu, mit der Begründung, dass die 
diesjährigen grossen Ausstellungen in Berlin, Dresden, Nürnberg, 
Stuttgart, Budapest u. s. w. die Architekten und kunstgewerblichen 
Zeichner so stark in Anspruch genommen hätten, dass dieselben zu 
einer beabsichtigten Betheiligung an dem Preisausschreiben nicht ge 
kommen wären. In Berücksichtigung dieser Gründe hat sich die 
Redaction im Einverständniss mit dem Preisrichtercollegium ent 
schlossen, den Einlieferungstermin bis zum 20. August 1896 zu ver 
längern, zu welcher Zeit der Wettbewerb dann jedoch unbedingt zum 
Austrag gebracht werden wird. Die Betheiligung an dem Preis 
ausschreiben ist Jedermann gestattet und stehen ausführliche Prospecte 
über die erbetenen Zeichnungen, Formate etc., von der Redaction der 
Zeitschrift für Innen-Decoration, Darmstadt, kostenfrei zu Diensten. 
Bau eines Gebäudes für eine technische Lehranstalt in Det 
mold. Wettbewerb unter deutschen Architekten. Erster Preis 1000 Mark, 
zweiter Preis 750 Mark, dritter Preis 500 Mark. Programme und 
Lagepläne können vom Magistrat gegen Zahlung von 1 Mark be 
zogen werden. Einreichungstermin 15- Juni, Mittags 12 Uhr. 
Bau eines Oberrealschulgebäudes in Bochum. Wettbewerb 
unter deutschen Architekten behufs Erlangung von Plänen. Erster 
Preis 3000 Mark, zweiter Preis 2000 Mark, dritter Preis 1000 Mark, 
Das Preisrichteramt haben übernommen: Professor Hubert Stier in 
Hannover, königl. Baurath Stubben in Köln, Stadtrath Baumeister 
Schwenger, Stadtbaurath Bluth und Oberrealschuldirector Liebhold, alle 
drei in Bochum. Einreichungstermin 20. Juni, 6 Uhr. 
Wettbewerbe. 
Rathhausneubau in Steglitz bei Berlin. In der Schlusssitzung 
des Preisgerichts wurden nach vorgenommener Prüfung der einge 
gangenen 31 Entwürfe, folgende 3 Preise zuerkannt: dem Entwürfe 
mit dem Kennwort „Merkstein“ der erste Preis von 1500 Mark, dem 
Entwürfe mit dem Kennwort „Bismarck“, der zweite Preis von 1000 
Mark, dem Entwürfe mit dem Zeichen statt Kennwort „Marienwürmchen“ 
der dritte Preis von 750 Mark. Nach Eröffnung der betreffenden Brief 
umschläge ergaben sich als Verfasser: 1. des Entwurfes „Merkstein“ 
die Herren Reinhardt und Süssenguth in Berlin, 2. des Entwurfes 
„Bismarck“ Herr Richard Walter i. Fa. A. undR. Walter in Charlotten 
burg, 3. des Entwurfes „Marienwürmchen“ die Herren königlicher 
Landbauinspector Endell in Steglitz und Landbauinspector Roesener 
in Berlin. Zum Ankauf wurden von dem Preisgericht weiter empfohlen 
die Entwürfe: mit dem Kennwort „Rodrigo“ und mit dem Kennwort 
„Vorwärts“. 
Curhausneubau in Westerland auf Sylt. Das Preisgericht hat 
nach Prüfung der eingegangenen 26 Entwürfe in der Schlusssitzung 
dem Entwurf mit dem Kennwort „Nordsee“ 1 den ersten Preis von 
2000 Mark, dem Entwurf mit dem Kennwort „Silendi“ den zweiten 
Preis von 1200 Mark und dem Entwurf mit dem Kennwort „Eoda 
frya Fresena“ den dritten Preis von 800 Mark zuerkannt. Nach Er 
öffnung der zugehörigen Briefumschläge ergeben sich als Verfasser: 
1. des Entwurfes „Nordsee“ 1 die Herren Joh. Vollmer, Architekt, 
Professor an der königl. technischen Hochschule Berlin und Heinrich 
Jassoy, Architekt, Berlin; 2. des Entwurfes „Silendi“ die Herren 
Emanuel Heimann und Zaar & Vahl, Architekten, Neubabelsberg ; 
3. des Entwurfes „Eoda frya Fresena“ Herr. Eugen Pritsche, Architekt, 
Berlin. Dem Anträge des Preisgerichts entsprechend, wurde ferner der 
Ankauf der Entwürfe mit dem Kennwort „Rum hast, klaar Kimming“ 
und Nr 20 mit dem Kennwort „Nordsee“ 2 beschlossen. Als Ver 
fasser derselben ergeben sich für Nr. 19 Herr Architekt Georg Thielen, 
Hamburg, für Nr. 20 die Herren Architekten Mahrenholz & Thronicker, 
Berlin. In derselben Sitzung wurde ferner beschlossen, den Herren 
Verfassern des mit dem ersten Preise gekrönten Entwurfes die Be 
arbeitung des speciellen Projects, die Werkzeichnungen und die Ober 
leitung des Baues zu übertragen. 
Das Preisgericht für den Wettbewerb zur Erlangung von Plänen 
zur Erbauung einer Turnhalle für den Turnverein Schneeberg hat 
beschlossen, von den eingegangenen 54 Entwürfen den Entwurf mit 
dem Kennwort „Gut Heil“, Verfasser Architekt Paul Oberländer, 
Würzburg, mit dem ersten Preis und den Entwurf mit dem Kennwort 
„Vater Jahn“, Verfasser Architekt Emil Taege, Chemnitz, mit dem 
zweiten Preis zu krönen, den Entwurf mit dem Kennwort „So!“ 
Verfasser unbekannt, dem Verein zum Ankauf zu empfehlen. 
Das Preisgericht für den Wettbewerb, betreffend die Erlangung 
von Plänen zur Errichtung eines Concert- und Restaurationslocales 
im Stadtgarten in Hagen hat keinen von den eingegangenen Ent 
würfen des ersten Preises für würdig befunden und unter diesen Um 
ständen gemäss der bezüglichen Vorschriften des Preisausschreibens 
den beiden Entwürfen, welche es als die besten der eingegangenen 
Arbeiten erachtete und zwar: 1. mit dem Kennwort „Theorie und 
Praxis“, Verfasser Director der städtischen Handwerker- und Kunst 
gewerbeschule Hartig in Barmen, und 2. mit dem Kennwort „Günther“,
	        
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