Nr. 10.
Neubauten und Concurrenzen in Oesterreich und Ungarn.
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die erforderlichen Pläne sind gegen Einsendung von 3 Mark,
welche den nichtprämiirten Verfassern zurückerstattet werden, von
der oben genannten Geschäftsstelle zu beziehen.
Bau des Landeshauses der Provinz Westfalen zu Münster.
Wettbewerb unter den deutschen Architekten zur Erlangung von Entwürfen.
I. Preis 5000 Mark, II. Preis 3000 Mark, 2 Preise a 1500 Mark.
Der Ankauf weiterer Pläne um 750 Mark bleibt Vorbehalten. Bedingungen
und Bauprogramm nebst Lageplan vom Landhauptmanne der
Provinz Westfalen in Münster. Einreichungstermin 31. December,
12 Uhr.
Wettbewerb Stadttheater Kiew. In Ergänzung der von uns
schon in früheren Nummern gebrachten Nachrichten entnehmen wir
der „D. Bztg.“ folgènde Bestimmungen des Programmes: Die Errichtung
des neuen Theaters ist an der von allen Seiten freiliegenden Stelle
des abgebrannten Stadttheaters geplant. Der Theaterraum soll
1500 Personen, das Orchester 70 Musiker fassen können. Die Abmessungen
der Bühne müssen für die Aufführung von grossen Opern
mit einem schnellen Decorationswechsel genügen. Alle Sicherungsvorrichtungen
gegen Feuersgefahr sind vorzusehen. Die verlangten
Nebenräume für den dem Publicum und die für den den Darstellern
zugewiesenen Theil des Theaters sind die allgemein üblichen. Die
Construction des Theaters ist feuersicher, die innere Ausstattung
einfach zu halten. Das Aeussere ist als Ziegelfugenbau mit Terracotta-Ornamenten
gedacht. Die Gesammtkosten des Theaters können ausschliesslich
Beheizung, Ventilation, Wasserleitung, Beleuchtung und
Bühneneinrichtung 450.000 Rubel betragen. Verlangt sind sämmtliche
Grundrisse, 3 Aufrisse und 3 Schnitte 1 : 100, eine kubische Kosten--berechnung
unter Annahme eines Betrages von 5*66 Rubel für die
Einheit und ein Erläuterungsbericht. Die Entwürfe sind bis zum
3./15. December d. J. einzuliefern; Auswärtige haben den Beweis zu
erbringen, ihre Entwürfe zu jener Zeit der Post übergeben zu haben.
Hinsichtlich der Benützung der preisgekrönten Entwürfe zur Ausführung
oder der Uebertragung der Ausarbeitung der Ausführungsentwürfe
behält sich die Stadtverwaltung alle Rechte vor. Die Beurtheilung
des Wettbewerbes erfolgt nach den vom kais. St. Petersburger
Architekten-Verein bestätigten Regeln, welche in allen wesentlichen
Entschiedene
Neubau eines Kunstgewerbe-Museums in Köln. Die Preisrichterhaben
dem Entwurf „Am Rhein“ von Herrn Architekten Emil
Hagberg in Berlin den ersten, dem Entwurf „Kölsch Hätz -— Kölsch
Huus“ von Herrn Architekten Franz Branizky in Köln den zweiten und
den Verfassern des Entwurfs mit dem Motto „Wilhelm Vernickel“,
Herren Architekten Thyriot und Berger in Berlin, den Betrag des
dritten Preises zuerkannt.
Bau eines Curhauses in Bad Pyrmont. In der Schlusssitzung
des Preisgerichtes wurden nach Prüfung der eingegangenen 48 Ent-Punkten
den in Deutschland üblichen Regeln entsprechen, so dass die
Betheiligung an dem Wettbewerb empfohlen werden kann. Die fünf
Preise betragen: 2500, 1500, 1000, 700 und 300 Rubel.
Zur Erlangung geeigneter Entwürfe für die Ausführung des
auf dem Theaterplatze in Aachen dem Kaiser Wilhelm I. zu
errichtenden ehernen Reiterstandbildes wird unter den Künstlern
deutscher Reichsangehörigkeit ein allgemeiner Wettbewerb eröffnet,
für welchen drei Preise in der gleichen Höhe von je 3000 Mark
zur Verfügung stehen. Die Bedingungen nebst Lageplan und Zeichnungen
werden auf ein an den Unterzeichneten zu richtendes Ersuchen
kostenfrei übersandt. Die Modelle sind bis zum 1. Juni 1897,
Mittags 12 Uhr, an den Castellan des Aachener Stadttheaters
einzusenden. Aachen, 25. Juli 1896. Das Denkmal-Comité.
Landrath a. D. Janssen, Vorsitzender.
Wettbewerb über einen Aareübergang Stadt Bern—Lorraine-Quartier.
Die Baudirection der Stadt Bern eröffnet einen
Wettbewerb unter den Ingenieuren des In- und Auslandes
über eine neue Brückenverbindung zwischen der
Stadt und dem Lorraine-Quartier mit den nöthigen Zufahrtsstrassen.
Die Ueberbrückung des circa 40 w tiefen Aarethales
wird je nach der Auswahl der Uebergangsstelle eine Länge
von 170 —260 m erhalten. Bauprogramm und Bedingungen mit den
Beilagen sind bei der städtischen Baudirection in Bern gegen eine
Gebühr von 10 Francs zu erheben. Der Termin für die Abgabe der
Projecte ist festgesetzt auf den 30. April 1897. Das Preisgericht
für die Beurtheilung der eingelangten Entwürfe ist zusammengesetzt
aus den Herren: Oberingenieur Lauter in Frankfurt a. M.,. Oberst
Ed. Locher, Ingenieur in Zürich, Ingenieur W. Ritter und Ingenieur
Conrad Zschokke, Professoren am schweizerischen Polytechnicum in
Zürich. Obmann des Preisgerichts ist -der Baudirector der Stadt
Bern, Herr Ingenieur F. Lindt. Für das nach dem Urtheil des Preisgerichts
beste Project wird ein Preis von 8000 Francs ausgesetzt.
Dem Preisgericht wird eine weitere Summe von 7000 Francs
zur Erwerbung anderer preiswürdiger Projecte zur Verfügung
gestellt. Bern, 15. Juli 1896. O. F. 3619. D er städtische Baudirector
(sig.) F. Lindt.
Wettbewerbe.
würfe folgende Preise zuerkannt: 1. dem Herrn Architekten Karl Keim
in Dortmund für den Entwurf mit dem Motto „Hic“ der erste Preis
mit 2000 Mark; 2. dem Herrn Architekten Julius Eubeli in Cassel
für den Entwurf mit dem Motto „Stahl“ (weisser Carton) der zweite
Preis mit 1200 Mark; 3. dem Herrn Architekten Anton Karst in
Cassel für den Entwurf mit dem Motto „Saison“ der dritte Preis mit
800 Mark. Ausserdem wurden zum Ankauf empfohlen : in erster Linie
die Arbeit mit dem Motto „Wiedekind“, ferner die Arbeiten „Quelle
und „Licht und schlicht“.
BAUTECHNISCHE NEUHEITEN UND PATENTE.
Heber-Spülvorrichtung für Aborte von Karl Clauer
in Frankfurt a. Main. Der Heber ist unbeweglich, der
Schwimmer dient
als Verdränger,
wodurch der Heber
angesaugt
und der Spülkasten
entleertwird.
Der Schwimmerhebel
ist zweitheilig,
die beiden
Theile v und j sind durch ein, nur nach unten durchknickendes
Gelenk miteinander verbunden. Eine Gabel g
ist nun um das Gelenk f so gelegt, dass bei Drehung
der Gabel durch Zug an einer Schnur der Schwimmer e
ins Wasser getaucht, das Einlaufventil aber noch geschlossen
bleibt.
Ausziehtisch mit selbstthätig bewegten Hilfsfüssen
von der Schlesischen Holzindustrie-Gesellschaft, vormals
Ruschewegh &
Schmidt in
Langenöls i. Schl.
Das zwangläufige
Niederlassen der
Hilfsfüsse geschieht
dadurch,
dass der Stifte beim Ausziehen des Tisches,
in den Scherenhebel w eintritt und dadurch
die Winkelhebel j in die Winkelstellung
bringt, während die Hilfsfüsse in der oberen
Lage dadurch gehalten werden, dass die
Hebel t s, wieder infolge Einwirkung des
Stiftes d auf den Scherenhebel w, beim Einschieben des
Tisches zusammengeklappt werden.
Sperrvorrichtung für Thüren
von Louis Groszmann in Wien.
Eine mit dem einen Ende seitlich
am Thürrahmen drehbar befestigte
Sperrstange c gleitet mit dem
anderen Ende in einer an der
Thür angebrachten Gleitschiene e
auf und ab und kann durch einen
von innen mittelst eines Sicherheitsschlosses
zu bewegenden
Riegel g in einer bestimmten
Stellung festgestellt werden, so
dass ein weiteres Oeffnen der
Thür verhindert wird.
Bank oder Stuhl mit Wendelehne von Bottler
lit dem einen Ende an der
eitenwand und mit dem alleren
Ende an der Rückenihne
angelenkten, sich paarweise
kreuzenden Tragarme
ind derart an beiden Enden
lit Anschlägen ab a b verehen,
dass die Rückenlehne
i ihren beiden Gebrauchsigen
keiner Unterstützung
usserden Tragarmen bedarf.
Tirn und hinten sind zwei
'ussleisten d d angeordnet
ind durch Querträger / zu
inem Rahmen verbunden,
ler durch einen von den
fragarmen bethätigten Hebel h in entgegengesetzter Eichung
zu derjenigen verschoben wird, in welcher sich die