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Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn, 3. Jahrgang 1897

Nr. D. 
Neubauten und Concurrenzen. 
Seite 37. 
auszuschreiben. Zur Theilnabme an dieser Concurrenz sind nur in 
Steiermark geborene oder zur Zeit dieser Ausschreibung in Steier 
mark ansässige Künstler berechtigt; denselben steht es zudem frei, 
mehrere Entwürfe zur Concurrenz einzusenden. Die eingereichten 
Arbeiten sind in der Grösse von lim (?) herzustellen und müssen 
so weit fertig sein, dass direct nach ihnen gearbeitet werden kann 
Die Anordnung muss auf die Ferne wirken und womöglich durch 
eine einzelne Figur oder durch ein glücklich gewähltes Symbo leicht 
verständlich sein und in die Augen fallen. Die Entwürfe können 
einfarbig oder in mehreren Tönen ausgeführt werden, mit der Be 
schränkung. dass sie mit höchstens zwei oder drei Platten hergestellt 
werden können. Der Text lautet: »Kunstausstellung. Steiermärkischer 
Kunstverein. Lanclesmuseum in Graz. Geöffnet •« J e e 
Einsendung ist mit einem Motto zu versehen, Name und genaue 
Adresse des Künstlers sind in einem mit dem Motto versehenen 
geschlossenen Couvert anzugeben. Bei Sendungen, die von auswärts 
kommen, darf der Name des Künstlers auf dem Postbegle. schein 
nicht ersichtlich sein. Es werden zwei Preise, der erste mit 100 fl., 
der zweite mit SO fl., ausgesetzt. Die Entscheidung steht bei einer 
Turv die der Ausschuss des Steiermärkischen Kunstveremes wählt. 
Die prämiirten Entwürfe gehen in den Besitz des Vereines über. 
Der Einlieferungstermin läuft bis 15. September d. J. 
Wettbewerb für einen Strassendurch- 
bruch in Prag. Die Stadtgemeincle Prag 
schreibt zur Erlangung von Plänen für 
einen Durchbruch an Stelle des Hauses 
»u Klicü« auf der Kleinseite einen öffent 
lichen Wettbewerb aus. Preise 600 und 
400 fl. Die näheren Bestimmungen sind 
im Stadtbauamte zur Einsichtnahme. auf 
gelegt. Die mit Motto versehenen Entwürfe 
sind bis längstens 17. Mai 1897, TI Uhr 
Vormittags, im Einreichungsprotokoll des 
Stadtrathes im Altstädter Rathhaus abzu 
geben. 
Wettbewerb für ein Schützenhaus in 
Rawitsch. Die Schützengilde zu Rawitsch 
beabsichtigt, ein neues Schützenhaus mit 
Schiessstand zu erbauen. Bewerber für den 
Entwurf zu diesen Bauten erhalten nähere 
Auskunft mit Lageplan gegen Erstattung 
von 3 Mk. bei dem Schützenvorsteher 
Stadtrath Schmidt in Rawitsch. Es werden 
zwei Preise zu 700 und o00 Mk. fest 
gesetzt; anderweitig convenirende Projecte 
werden zum Ankauf Vorbehalten. 
Der Ungarische Ingenieur- und Archi 
tektenverein beschloss, als Aufgabe für den 
nächstjährigen grossen Vereinspreis die 
Errichtung eines Nationaldenkmals atrf 
dem Blocksberge mit möglicher Anwen 
dung der Mauern der gegenwärtigen Cita- 
delle zu stellen. Es ist eine allgemeine 
Situation (1 : 500), Grundriss und Quer 
schnitte (1 : 200), eine Perspective und 
eventuell die technische Beschreibung zu 
geben. Einreichungstermin : 3. J ä n n e r 1 898. 
Jurymitglieder sind: Ignaz Alpar, Victor 
Czigler, Alois Hauszmann, Edmund Lechner 
und Friedrich Schulek. 
Wettbewerb: Entwürfe für den Neu 
bau eines Rathhauses zu Leipzig. Um 
mehrfach geäusserten Wünschen entgegen 
zukommen, hat der Rath der Stadt Leipzig 
die in § 1 desselben Concurrenzausschrei- 
bens bestimmte Frist zur Einreichung von 
Entwürfen bis zum 1. Juni 1897, Abends 
6- Uhr, verlängert. 
Wettbewerb für den Rathbausumbau 
in Görlitz. Zur Erlangung von Entwürfen für 
den Erweiternngs- und Umbau des Rath- 
hauses in Görlitz wird vom dortigen Magistrat ein öffentlicher V ett- 
bewerb unter Architekten des Deutschen Reiches ausge 
schrieben. Für die besten Arbeiten sind ausgesetzt: ein 1. Preis von 
4000 Mk., ein 2. Preis von 2500 Mk.. ein 3. Preis von loOO Mk. 
Das Preisrichteramt besteht aus den Herren: König], Baurath 
Schmieden (Berlin), Stadtbaurath (Liegmtz) S adtbaurath 
Plüddemann (Breslau), Oberbürgermeister ( ( l orllt !)- Stadt ' 
baurath Kubale (Görlitz), Justizrath Bethe (Görlitz). Die Entwürfe 
sind bis spätestens 15. September 1897, Abends 6 Uhr, an den 
Magistrat einzusenden, der auch die allgemeinen Bedingungen und 
das Programm mit den zugehörigen Zeichnungsunterlagen auf Ver- 
Iangen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für Beet- und 
Raseneinfriedungen. Das Comité der Allgemeinen Gartenbau-Aus- 
stellung in Hamburg 1897 setzt drei Ehrenpreise im Betrage von 
300 Mk. und der grossen silbernen Medaille, 200 Mk. und der 
kleinen silbernen Medaille, 100 Mk. und der bronzenen Medaille für: 
| eiserne Beet- und Raseneinfriedungen, 2. eiserne Baumkorbe aus. 
Die Betheiligung an diesem Wettbewerb ist auf Bewerber in Deutsch- 
land beschränkt Der staatsseitige Erwerb einzelner Gegenstände dieses 
Wettbewerbes ist nicht ausgeschlossen. Die näheren Bedingungen 
versendet auf Anfordern das Bureau des technischen Ausschusses, 
Holstenpl., Ecke Holstenwall in Hamburg. 
Console zur Aufnahme eines Eckpilasters an einem 
Hause aus dem XVII. Jahrhundert in Wien, I. Tuch 
lauben. 
Ein internationales Preisausschreiben um Entwürfe für ein 
farbiges Reclamebild erlässt die Pianofortefabrik von Ernst Kaps in 
Dresden mit Termin zum 20. Mai d. J. Die Entwürfe sind als Hoch- 
ocler Querformat von 64 : 9b cm so herzustellen, dass bei einer Ver 
wendung von nicht mehr als 5 Platten unmittelbar nach ihnen die 
Vervielfältigung erfolgen kann. Es werden Preise von 1000, 600 un 
400 Mk. vertheilt, ausserdem Entwürfe für je 200 Mk. angekauft. 
Weitere 500 Mk. werden dem Künstler bezahlt, dessen Entwurf für 
Steindruck bestimmt wird und welcher denselben selbst auf den Stein 
zeichnet und seine Ausführung überwacht. Preisrichter sind die 
Herren- Prof C. N. Bantzer, G. Kühl, Dr. P. Schumann, Dr. J. L. 
Sponsel und Fabrikant E. E. Kaps, sämmtlich in Dresden. Sammt- 
liche Entwürfe gelangen auf der internationalen Kunstausstellung in 
Dresden im Sommer 1897 zur Ausstellung. 
Behufs Erlangung von Entwürfen nebst Kostenanschlägen zum 
Bau eines Museums an der auf dem früheren Bahnhofsterrain neu zu 
erbauenden Kaiserstrasse in Altona soll ein allgemeiner Wettbewerb 
unter deutschen Architekten stattfinden. Als Preise sind ausgesetzt: Ein 
erster Preis von 3000 Mk., zwei zweite Preise von je 2000 Mk. 
und zwei dritte Preise von je 1000 Mk. Der Ankauf weiterer Ent 
würfe zu je 500 Mk. bleibt Vorbehalten. Das Preisgericht besteht 
aus den Herren: Senator Baur, Altona, Vorsitzender, Stadtbaurath 
Hoffmann, Berlin, Professor Brinchnann, Ham 
burg, Stadtbaurath Brix, Altona, Architekt 
T- Petersen, Altona. Das Programm, sowie die 
besonderen Bestimmungen nebst Unterlagen 
können bezogen werden durch die Registra 
tur des Stadtbauamtes, Altona, Flottbeker 
Chaussee 9. Die Entwürfe sind wohlverwahrt 
‘ und postfrei spätestens bis zum 1. Juni 1897, 
Mittags 12 Uhr, an das Stadtbauamt zu Hän 
den der obenbezeichneten Registratur einzu 
reichen. 
Zur Erlangung von Entwürfen für einen 
Bebauungsplan für das südlich der Stadt 
Erfurt zwischen der Stadt und dem Steiger 
walde gelegene Löberfeld wird ein öffent 
licher Wettbewerb ausgeschrieben. Das Pro 
gramm und die Bedingungen nebst den An 
lagen und Plänen, die zur Einzeichnung des 
Entwurfes zu benützen sind, sind gegen Ein 
sendung von 10 Mk. vom Magistrat der 
Stadt Erfurt zu beziehen. Dieser Betrag wird 
nach rechtzeitiger Einreichung eines Ent 
wurfes oder nach Rückgabe der unbenützten 
Pläne zurückerstattet. Es sind 3 Preise, und 
zwar: ein erster Preis von 1500 Mk., ein 
zweiter Preis von 1000 Mk. und ein dritter 
Preis von 500 Mk., für die drei besten Ent 
würfe ausgesetzt. Ausserdem bleibt Vorbe 
halten, einen oder mehrere der nicht preis 
gekrönten Entwürfe zum Preise von je 
300 Mk. anzukaufen. Falls eine Einigung 
des Preisgerichtes über die zu ertheüenden 
Preise nicht erzielt wird, bleibt eine ander 
weitige Vertheilung des Betrages von 3000 
Mark durch das Preisgericht Vorbehalten. Das 
Preisgericht besteht aus den Herren: Dr. 
Schmidt, erster Bürgermeister, Stubben, Bei 
geordneter und königl. Baurath in Köln 
a. Rh., Baumeister, Oberbaurath und Professor 
an der technischen Hochschule in Karlsruhe, 
Kort'üm, Stadtbaurath, Kickton, Stadtbaurath, 
Lange, Bürgermeister, ein Mitglied der Stadt 
verordneten -Versammlung. 
Die Arbeiten zum Wettbewerb sind 
bis zum 15. Mai d. J., Abends 8 Uhr, 
an den Magistrat der Stadt Erfurt ein 
zusenden. Postsendungen müssen spätestens 
am 15. Mai d. J. zur Aufgabe gelangt 
sein. 
Concurrenzpläne für ein Klostergebäude in O-Kanizsa. Die im 
Bâcs-Bodrogher Comitate befindliche Gemeinde O-Kanizsa beschloss, 
mit den Maximalbaukosten von 70.000 bis 80 000 fl. ein Nonnen 
kloster sammt Schule zu erbauen, und schreibt zur Erlangung von 
geeigneten Plänen und Kostenvoranschlägen einen Concurs aus. Die 
Grundrisse, Querschnitte und die Hauptfagade sind im Massstabe 
I ; 100 zu verfassen. Erster Preis 300 fl., zweiter Preis 150 fl. und 
dritter Preis 50 fl. Einreichungstermin 5. Juli 1897, Vormittags 
II Uhr Der Situationsplan, die Materialienpreise und das Bau 
programm können um 1 Krone von der Gemeindevorstehung in 
Ö-Kanizsa bezogen werden. . , 
Von der Kirchenbau-Commission Aussersiehl-Zunch wird zur 
Gewinnung von Projectskizzen im Massstab 1 : 200 für den Bau einer 
reformirten Kirche ein allgemeiner Wettbewerb ausgeschrieben. Be 
dingungen, Bauprogramm etc. sind von der genannten Commission 
kostenfrei zu beziehen. Für die Prämiirung der drei bis vier besten 
Projecte wurde ein Betrag von 3000 Francs bestimmt, wobei für den 
ersten Preis mindestens 2000 Francs in Aussicht genommen sind. 
Projecte sindbis 15. Mai 1897 an die Kirchenbau-Commission Ausser- 
siehl-Zürich einzusenden. 
Zur Erlangung eines ausführbaren Entwurfes für eine 
griechisch-orthodoxe Kathedral-Kirche in Kronstadt ist von der Bau- 
abtheilung des technischen Comités der MarineverwalUing in St. Peters-
	        
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