Nr. 5
Neubauten und Concurrenzen.
Seite 39.
In dem kleinen, von Heizrohren r durchzogenen
Siedekessel B wird das Wasser sehr rasch bis zum Ueberkochen
erhitzt, so dass es durch das Verbindungsrohr c
in den Dampfkessel A strömt. Hiedurch wird ein lebhafter
Umlauf der obersten dampfbildenden Wasserschichten
des Dampfkessels A eingeleitet und die Dampfentwicklung
sehr begünstigt. Die Dampfabführung oder die Fortleitung
des erwärmten Wassers aus Kessel A erfolgt durch
Stutzert f.
Füllofen von A. Voss in Sarstedt. Unter dem Füllschacht
T bilden abgestumpfte
Kegel sogenannte Kasten
welche mit sich etwa über den
halben Umfang erstreckenden
Bogenrippen f und am Rande
mit Löchern i versehen sind.
Die Bogenrippen dienen sowohl
zum gegenseitigen Tragen, als
auch zur Führung der Gase,
derart, dass diese bei den
Löchern i mit Luft gemischt verbrennen
und die Verbrennungsproducte
durch dieselben zum
Abzugsrohr A gelangen. Ein
Ansammeln von Gasen innerhalb
der Kasten ist hiebei
ausgeschlossen.
Füllofen von Willi. Wiltns in Hamm i. W. Bei
dem mit getrennten Verbrennungs- und Gasabführungsräumen
6 und c versehenen Füllofen sind in der Trennungswand
a in verschiedener Höhe Oeffnungen g h i angebracht,
deren oberste nur gleichzeitig mit der Feuerungsthür
d geöffnet werden kann, um aufsteigende Gase
unmittelbar nach dem mit dem Raum c verbundenen
Schornsteine abzuführen, während die beiden unteren
Oeffnungen h und i gleichzeitig mit den beiden obersten
Lufteintrittsöffnungen e und f entsprechend dem Vorschreiten
des Feuers geöffnet werden.
Beim Anzünden des Feuers durch
Oeffnung m müssen die beiden untersten
Lufteintrittsöffnungen o und p geöffnet
sein. Ist der unterste Theil des Brennmaterials
ausgebrannt, so öffnet man
zunächst die Verbindung i behufs Ausströmens
der Gase nach c und die
Oeffnung f behufs Eintrittes von Verbrennungsluft
und dann die Oeffnungen
h und e. Auf diese Weise erreicht man
ein Brennen von oben nach unten, und
ist auch die Möglichkeit gegeben, frische
Kohle aufzuschütten, ohne dass die- entstehenden
heizfähigen Gase unbenutzt in den Schornstein
entweichen.
Hahn mit durch den Wasserdruck gegen seinen
Sitz angedrücktem Ventil von E. U Scoville in Manlius,
N.-Y., V. St. A. Das Ventil v
wird durch den Wasserdruck
auf seinen Sitz gedrückt.
Es arbeitet ohne Stopfbüchsen
oder dergleichen, da
die Oeffnung l stets bedeckt
bleibt. Die Auslauföffnung
k wird durch Druck auf den
Hebel m freigelegt, wodurch
das Ventil v schieberartig
auf seinem Sitz verschoben
wird,
Flüssigkeitserhitzer von Heinr. Ulbncht m Dresden.
Zwei am oberen Ende kuppelartig geschlossene, im Querschnitt
ringförmig g
ander verbundene Cylinder sim
estaltete und durch Canäle c miteinmit
mehreren
gestalteten Heizkörpern h verbunden.
Der so gebildete
Wasserheizungsofen, welcher
hauptsächlich zu Badezwecken
verwendet werden soll, bietet
den von den Flammen
dachförmig
e
kommenden Heizgasen zur
Erwärmung des in den Hohlkörpern
umlaufenden Wassers
grosse Heizflächen dar. Das
zu erhitzende Wasser tritt
durch Rohr r. welches durch
Ventil v absperrbar ist, in die
Cylinder und in die Canäle cein,
während das ebenfalls durch
ein Ventil absperrbare Rohr
r das erwärmte Wasser an
seinen Bestimmungsort führt.
Instrument zum Messen von Curvenlängen und
Flächen von 0. Kohlmorgen in Berlin. Dieses Instrument
gibt die Längen der von seinem Fahrstute beschriebenen
Wege und die Inhalte der von seinem ideellen polaren
Fahrstrahle bestrichenen Flächen durch die Abwälzungen
zweier Messrollen an. Hiezu dient die aus der Figur
ersichtliche Doppelanordnung des EvarisVnow Lenkers,
wobei der Fahrstift f in dem einen freien Endpunkte, die
Rolle R zum Messen der Weglängen in dem anderen
freien Endpunkte angeordnet ist, und die Rolle F zum
Messen der Flächeninhalte auf dem Mantel eines Kegels
K sich abwälzt, dessen Achse in
der durch die Symmetrieachse der
Stabverbindung gehenden Verticalebene
liegt, während die erforderliche
Einstellung der letzteren
Rolle vermittelst einer
Zahnstange z durch einen Seilird,
der von
zug J bewirkt
einem im Pole
einem der kürzeren Arme
wi
rechtwinklig an
der
Stab Verbindung befestigten
Schenkel n bewegt wird.
Formstein von Georg Forschet in
Fürth. Sowohl beide Stirnflächen, als auch
beide Breitseiten, letztere nur auf die Dicke
der Steine, sind links oder rechts keilförmig
ausgebildet.
Spülvorrichtung für Aborte von Schaeffer und
Oehlmann in Berlin. Bei dieser mit Heber und Schwimmkugelhahn
ausgerüsteten
Abortspülvorrich
ist der
Schwimmer
als oben
offener
Schöpfkörper
g
ausgebildet,
um durch
Untertauchen
desselben mittelst einer Zugvorrichtung das Zuflussventil
für die Füllung des Kastens offen zu halten, während am
Schwimmkörper angebrachte Ausflussöffnungen o die
Entleerung der Wasserbelastung nach völligem Sinken des
Schwimmers vermitteln, so dass der Schwimmkörper mit
dem steigenden Wasserspiegel für den Abschluss des Zuflussventils
wieder hochgeht.