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MAK

Full text : Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn, 3. Jahrgang 1897

Nr.  0.

Neubauten  und  Concurrenzen.

Seite  47.

In  dem  Wettbewerb  um  Entwürfe  für  eine  zweite  protestantische
Kirche  in  Basel  sind  S6  Entwürfe  eingelaufen.  Den  ersten  Preis  von
2000  Eres,  und  einen  zweiten  Preis  von  1500  Frcs.  erhielten  die
Herren  Ctirjd  und  Moser  in  Karlsruhe  und  Aarau;  einen  zweiten  Preis
von  1500  Frcs.  Herr  Architekt  Lüthy  in  Zürich  und  den  dritten  Preis
von  1000  Frcs.  die  Herren  P.  und  W.  Reber  in  Basel.
Zu  dem  internationalen  Wettbewerb  um  Entwürfe  für  die
Bahnhofsanlagen  der  in  Christiania  einmündenden  Bahnen  sind
25  Entwürfe  eingelaufen.  Den  ersten  Preis  von  10.000  Kronen  erhielten ­
  die  Herren  Gleim  in  Hamburg  und  Eyde  in  Lübeck;  den
zweiten  Preis  von  4000  Kronen  die  Herren  Hovestadt  und  Contag  in

Berlin-Wilmersdorf;  den  dritten  Preis  von  2000  Kronen  die  Herren
Kaufmann  und  Cauer  in  Altona  und  den  vierten  Preis  von  1000  Kronen
Herr  IViull  in  Christiania.
Internationaler  Wettbewerb  Tribünenbau  der  Trabrennbahn  in
Moskau.  Der  erste  Preis  von  3000  Rubel  ist  dem  Entwürfe  mit  dem
Kennwort  »Hufeisen«,  Verfasser  Architekt  R.  Klein  in  Moskau,  zugesprochen ­
  worden:  der  zweite  Preis  von  2000  Rubel  dem  Entwürfe
»Mit  Gott  auf  den  Weg«  der  Architekten  J.  Bariutin  und  S.  Kulagin
in  Moskau  und  der  .  dritte  Preis  von  1000  Rubel  dem  Entwurf  mit
dem  Zeichen  »Schiene,  Dreieck,  Hufeisen  und  Reitgerte«  des  Schülers
des  Professors  Benois,  Herrn  W.  Walcot  in  St.  Petersburg.

BAUTECHNISCHE  NEUHEITEN  UND  PATENTE.

Zweitheiliger  Schlüssel  von
K.  Wenke  in  Rosenthal  bei
Kamenz  i.  S.  —  Der  im  Schloss
verbleibende  Schlüsselschaft  a  ist
an  beiden  Enden  je  mit  einem
Avise  b  versehen.  Auf  dem  Schaft  a
ist  der  Schlüsselbart  d  verschiebbar. ­
  Nach  dem  Verschliessen  der
Thür  kann  der  Schlüsselbart  vom
Schaft  abgezogen  werden.
Abortspülvorrichtung  von  H.  Ketel  in  Limmer  bei
Hannover.  —  Der  Spülkasten  ist  in  zwei  Abtheilungen  c
und  d  getheilt.  In  der  Abtheilung  c  geht  der  als  Verdränger
wirkende
Schwimmer
auf  und
nieder.  Der
Schwimmerhebel ­
  /  trägt
an  einem
Winkel  k
eine  Platte  /,
welche  beim
Herabziehen
des  Schwimmers ­
  g  zur
Seite  tritt  und
so  den  Einfluss ­
  des  durch  Rohr  i  einströmenden  Wassers  in  den
Heber  e  gestattet,  wodurch  das  Ansaugen  des  Hebers
unterstützt  wird.  Nach  Loslassen  der  Zugschnur  des
Schwimmerhebels  schiebt  dieser  hochgehen.d  die  Platte  /
vor  die  Mündung  des  Hebers  und  verhindert  dadurch
weiteres  directes  Emströmen  von  Zuflusswasser  in  den
Heber  und  somit  auch  weitere  Heberwirkung.
Regeneinlass  mit  Ueberlaufrohr  von  J.  F.  A.
Schwartz  in  Stettin.  —  In  dem  Regeneinlass  ist  ein
Ueberlaufrohr  b  angeordnet,  welches ­
  über  eine  Rippe  f  in  den
Ablauf  e  mündet.  Bei  verstopftem
Auslass  a  steigt  das  Wasser  über
die  Scheidewand  d  und  wirkt  bei  e
saugend  auf  die  in  a'  befindlichen
Schlammmassen.  Sind  die  angesammelten ­
  Schlammmassen  erst
in  Bewegung,  so  strömt  die  in  dem
Regeneinlass  aufgestaute  Wassersäule ­
  durch  die  Oeffnung  b'  und
durch  den  Wasserverschluss  a
aus,  wobei  die  noch  etwa  vorhandenen  Reste  des  Schlammes
fortgespült  werden.
Geruchverschluss  für  Ausgüsse  u.  dgl.  von
W.  G.  P.  Friebe  in  Plauen  im  Vogtland.  Ein  auf  seiner
Berührungsfläche  mit  einem  eingelegten  Leder-  oder
Gummiringe  c  versehener,
sich  von  untenher  gegen
seine  Sitzfläche  legender
Ventilkegel  d  sitzt  lose  auf
der  Spitze  eines  in  das
Ende  des  einen  Armes  f
eines  Gewichtshebels  eingeschraubten ­
  Stiftes  e  und

wird  durch  den  als  Gegengewicht  h  ausgebildeten  zweiten
Arm  dieses  Hebels  an  seinen  oberen  Sitz  gepresst.  Unter
dem  Gewicht  des  auf  den  Ventilkegel  fliessenden  Wassers
öffnet  sich  der  Verschluss  und  schliesst  unter  der  Wirkung
des  Gegengewichtes  wieder  ab.
Tisch  mit  getheilter,
zweiseitig  benutzbarer
Tischplatte  von  F.Pinschke
in  Berlin.  —  Die  beiden
Hälften  aa  der  Tischplatte
sind  derart  um  Charniere
bb  der  gemeinsamen  Längsbrücke ­
  c  drehbar,  dass  sie
nach  Umlegen  um  180°,  ohne
weitere  Stütze  sich  selbst
tragend,  mit  dieser  Brücke
eine  vergrösserte  Tischplatte ­
  bilden.
Einstellbare  Schulbank  von  A.  Khx  in  Reichenbach ­
  i.  Schl.  Ein  in  der  Höhe  verstellbares  Tischgestell  b
ist  in  der  Weise  mit  einer  ebenso  verstellbaren  Fussplatte
  d  durch  ein  Hebelsystem  i  o  n  verbunden,  dass  bei

Verstellung  des  Tisches  durch  das  Zahngetriebe  z  r  Tisch
und  Fussplatte  entgegengesetzte  Bewegungen  ausführen,
sich  also  bei  Höherstellung  der  Tischplatte  von  einander
entfernen  und  bei  Tieferstellen  der  Tischplatte  sich  einander
nähern.
Vorrichtung  zum  Oeffnen,  Schliessen  und  Feststellen ­
  der  Aussenflügel  von  Doppelfenstern  vom  Innern

des  Zimmers  aus  von  A.  Lagarigue  in  Paris.  —  An
der  Unterseite  des  Aussenflügels  A  ist  ein  über  die
            
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