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Full text: Neubauten und Concurrenzen in Österreich und Ungarn, 3. Jahrgang 1897

Seite 48. 
Neubauten und Concurrenzen. 
Nr. 6. 
Drehungsachse desselben hinausragender Arm Cangeordnet, 
an dessen freiem Ende eine unterhalb des Fensterbrettes 
in das Innere des Zimmers geführte Horizontale mit 
Löchern E versehene Stellschiene D angelenkt ist. Durch 
zwei in die Löcher E eingreifende, an der Stellschienen 
führungsleiste B vertical verschiebbare Stifte F und G 
wird die Stellschiene D in ihren Endstellungen festgestellt. 
Lösbare Spannvorrichtung der Holzstäbe von 
Rollschutzwänden und Rollläden der Württemb. Holz- 
waarenmanufactur Esslingen in Esslingen a. N. Die Spann 
vorrichtung der Holzstäbe von Rollschutzwänden besteht 
darin, dass die zum Spannen dienenden Federn F mit 
ihren fieien Enden in schräge Schlitze d der Spannbänder 
D oder bei Spanndrähten H in Schlitze g von Klemm 
backen G an den Spanndrähten eingreifen, derart, dass 
nach Aushängen der Federn,, beziehungsweise Lösen 
der Klemmbacken ohne Formänderung der Enden der 
Spannstäbe oder Bänder die einzelnen Holzstäbe heraus 
genommen, beziehungsweise eingesetzt und die Federenden 
wieder in die Spannbänder, beziehungsweise 
Drähte eingehängt werden können. 
Vorrichtung zum Abdrücken von Fenster 
oder Thürflügeln nach der Entriegelung von 
V. J. Wolf in Graz. — Die Vorrichtung besteht 
aus einer in Form einer Haarnadel gebotenen 
Stahldrahtfeder a, deren Enden mit einem 
Klotz b am Fensterrahmen verbunden sind, 
welcher um eine zur Fenster- oder Thürebene 
parallele Achse drehbar ist. Durch einen Zapfen/ ^ 
am Fenstergewände wird die Feder a so geführt, 
dass beim Schliessen des Fenster- oder Thür 
flügels durch einen Anschlag c am Klotz b auf 
der einen Seite und einen Anschlag g auf der 
anderen Seite dieselbe 
gebogen und somit ge 
spannt wird. 
Thürgucker mit dreh- und 
absperrbarem Sehrohr von K. 
Lettal in München. — Das Sehrohr ct 
ist in einem Kugellager b nach 
allen Richtungen drehbar. Um das 
Durchblicken zu gestatten, bezie 
hungsweise zu verhindern, ist in 
dem Sehrohr eine durchbohrte 
Kugel f drehbar angeordnet. Um 
dem Aussenstehenden ein Hinein 
sehen unmöglich zu machen, sind 
hinter dem äusseren Glas ^ zwei eng 
maschige Drahtnetze h angebracht. 
TAFEL-ERKLÄRUNGEN. 
Tafel 
in 
38 und 39. Villa Dr. Trebesiner ir 
Gutenstein. Architekt Baurath Professor /. Deimngn 
in Wien. Diese \ illa dient zum Aufenthalt an 
Lande während der Sommers- und Winterszeit. Die 
Gi undrissanlage zeigt bei engstem Zusammenhänge 
dei W ohnungsbestandtheils eine sehr geschickte 
Trennung dei Kanzleiräume von den Familien 
zimmern, so dass erstere von den Parteien ohne 
Betreten der Wohnräume erreicht werden können. 
Die übrigen L bicationen im Parterregeschoss 
enthalten Empfangs-, Rauch- und Speisezimmer, 
sowie die um die Küche sich gruppirenden Neben- 
läume. Im 1. Stock sind die Schlafzimmer, Bade 
zimmer etc. angeordnet. 
Tafel 40. Landhaus des Herrn Jul. Schau- 
mann in Gutenstein. Architekt Baurath Professor 
■ /. Deininger in Wien. Kleiner als • das vorher 
genannte Object, dient dasselbe als Landaufenthalt 
für eine Familie. Dén Bedürfnissen des Auftrag 
gebers wurde in jeder Beziehung Rechnung ge 
tragen. Der Parterrefussboden liegt um Meterhöhe 
über dem lerrain; vom Entrée gelangt man in 
ein \ orzimmer, um welches sich Salon, Jagdzimmer 
und Arbeitszimmer des Besitzers gruppiren. Ein 
grosses Speisezimmer mit Ausgang auf die ge 
schützte Veranda ist ebenfalls vom \ orzimmer 
zugänglich. Im 1. Stock befinden sich Schlaf-, 
Bade- und Fremdenzimmer. 
Tafel 41. Vestibule im Hause I. Marc Aurel 
strasse 8. Architekt E. Bvessler. Speciell die 
Leistungen auf dem Gebiete der Vestibuie-Durch- 
bildungen werden selten publicistisch verwerthet. 
einer Serie von neueren Lösungen nach dieser Richtung 
Grundriss des Erdgeschosses der Villa'Dr. Trebesiner in Gutenstein. 
in. 1Un ^ e die Redaction den Abonnenten neueren Losungen nacn dieser Kiclituiv 
nichts Unwillkommenes zu bieten. Die vorliegende Zeichnung zeigt eine Lösung in.einfacher Weise. Die Wölbun- 
ist eine imitirte nur in Holzschalung hergestellte. Das Vestibüle ist bloss 210;« breit und in Gvpszug durclmeführi 
und sonach in Oelfarbe gestrichen. n ö b 
Tafel 42 und 43. Wohn- u. Geschäftshaus in Brüssel. Architekt Wijnand Janssens. Das Haus ist ganz in 
der lianzoMschen ISutzbauten durchgebildet und zeigt namentlich in der Fagadenbildung einen sehr tüch- 
zeigt trotz kleinen Flächenraumes die 
Charakter 
tigen Meister. Die Grundrisslösung ist eine sehr klare und praktische und 
Anlage einei zweiten Isebentreppe für das Dienst- und Geschäftspersonale. 
Herausgeber und Verleger: MORITZ PERLES. 
Verantwortlicher Redacteur: Architekt EMIL PRESSLER.
	        
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