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Full text: Architektonische Monatshefte, 7. Jahrgang 1901

VII. Jahrgan; 
ARCHITEKTONISCHE MONATSHEFTE 
'Mir.'/10 
Heft 6 
NEUE 
WETT 
BEWERBE. 
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(Grundriss zu Tafel 46.) 
Der Club der In 
dustriellen für Woh 
nungseinrichtung in - 
Wien veranstaltet in den 
Sälen der k. k. Gartenbau- 
Gesellschaft in Wien eine 
Ausstellung für Wohnungs 
einrichtung und veröffent 
licht eine allgemeine 
Prcisausschrcibung 
über die hiezu nöthigen 
Entwürfe zur Installation, 
an welcher sich Jedermann 
betheiligen kann. Hiezu 
wird bemerkt, dass circa 25 kleinere und 25 grössere Interieurs im Aus 
masse von 12 bis 24 m^, mit einem Höhenmasse von Maximum 4 m, ferner 
einzelne Plätze an der Wand und mehrere freistehende Plätze gebraucht 
werden. Die Entwürfe sollen ein geschmackvolles Gcsammtbild der Aus 
stellungs-Arrangements veranschaulichen und sind alle nöthigen Dctailansichten 
und Profile in i/jo Naturgrösse, die Eintheilungsart des Grundplanes im 
Maasstabe von 1:100 auszuführen. Der Schlusstermin zur Ablieferung der 
Projecte ist für den 15. Juni 1901, 12 Uhr mittags, festgesetzt und sind die 
selben an den Obmann des Clubs der Industriellen für Wohnungseinrichtung, 
Herrn Johann Scheibcr, Wien, V. Gricsgassc 30 cinzuscndcn. Für die ge 
summten Herstellungskosten aller InstallationsarbeTIen wirij ^n^njistbctiag 
(Grundriss zu Tafel 48) 
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T Ür. 
(Schnitt zu Tafel 46.) 
Zwei vier Meter breite Einfahrten und ein drei Meter 
breiter Eingang für Fussgänger führen durch den Wohntract 
zum Saalgebäude, welches nach drei Seiten zu frei liegt. 
Im Wohntracte, der nur kleinere Wohnungen enthält, 
ergab sich die Anlage zweier Treppenhäuser, um ein System 
mit indirect beleuchteten Küchen etc. zu vermeiden. 
Vom Strassenvestibule aus kann, getrennt von den 
Treppenzugängen, der Saaleingang betreten werden. Consum- 
verein, Zeitungs- und Schankzimmerlocal sind beiderseits des 
Mitteleinganges situirt, die Magazine, Küche, Keller und Neben 
räume liegen im Souterrain. Das Mezzanin enthält die ver 
langten Bureauräumlichkeiten, die Stockwerke je vier Woh 
nungen. Der Ilauptsaal liegt 45 cm über dem Trottoirniveau 
und sind unter ersterem drei Souterrainsäle angeordnet. Den 
Sälen, sowie der Gallerie sind jedesmal .Vorhallen mit Gar 
deroben und entsprechenden Abortanlagen vorgelagert. Aus 
dem Hauptsaale führen 18 Thüren ins Freie. Von der Vor 
halle der Gallerie führen zwei geradarmige Treppen zu einer 
Restaurationsterrasse über dem Saalbau; diese, sowie der als Re 
staurationsgarten übrigbleibende Theil des Bauplatzes gestatten 
einen Gartenrestaurationsbetrieb im grösseren Maasstabe. 
(Grundriss zu Tafel 46.) 
Im Saalgebäude ist vorwiegend Eisen- in Verbindung mit 
Monierconstruction gedacht. Die entsprechend dimensionirten Gitter 
träger der Deckenconstruction liegen auf gusseisernen Ständern auf, 
und ist das Dach in Holzcement projectiert. Die Decoration, einfach 
und würdevoll, bedient sich sowohl im Aeusseren wie im Inneren 
der Hauptsache nach nebst kleinerem Metallschmucke und farbigen 
Majolikaflächen der Putz- und Spritzwurftechnik.
	        
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