ARCHITEKTONISCHE MONATSHEFTE
VIII. Jahrgang
Der Bau, der viele schöne Einzelheiten aufweist, erweckt insbesondere
auch dadurch Interesse, dass er eine Adaptierung eines
Theiles der städtischen Detail-Markthalle darstellt. Es war eine
nicht leichte Aufgabe, die spröden Formen dieses, lediglich in
Eisenconstruction primitivster Art hergestellten Baues in künstlerischer
Weise umzugestalten.
Das grosse Reliefbild über der Eingangsthür ist von Bildhauer
Hejda, einem Mitglied des Bundes, das durch seine originellen,
vielumstrittenen Sculpturen, wie z. B. diejenigen an der
neuen Fagade des Sofienbades in Wien, schon viel von sich
reden gemacht hat. Die Ausstellungen dieser Künstler-Vereinigung
erfreuen sich ausserordentlichen Anklanges und Zuspruches.
Wohnhaus des Herrn
Dr. Caviglia. (Tafel 31, 32.)
Architekt Professor MARIO CERADINI.
Professor Ceradini von der königl.
Akademie in Turin ist einer der
eifrigsten Vertreter des modernen
Stiles in Italien und hat in glücklichster
Weise dessen I'ormen und
Principien dem specifischen Charakter
des italienischen Wohnhauses anzupassen
gewusst. Wir hatten in einem
der früheren Hefte Gelegenheit, den
wirkungsvollen Entwurf desselben
Verfassers für die Turiner Ausstellungsgebäude
von 1902 wiederzugeben.
Heue Wettbewerbe.
Zur
skizzen
Erlangung von E n t w u r f sfür
den Neubau eines
Collegiengebäudes der
Universität inFreiburg
i. B. wird ein Wettbewerb unter
den Architekten, welche die
deutsche Reichsangehörigkeit besitzen
oder im deutschen Reiche
ihren Wohnsitz haben, eröffnet.
Das Preisgericht besteht aus einem
Vertreter des Grossh. Ministeriums
der Justiz, des Cultus und
Unterrichts in Karlsruhe, dem Prorector
der Universität Freiburg,
dem Vorsitzenden der akademischen
Baucommission der Universität
Freiburg, einem Vertreter
der Stadt Freiburg, Baurath Dr.
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Dachverzierung des Wohnhauses
für Prag. (Tafel 28.)
Architekt Anton Blazek.