Heft 11.
ARCHITEKTONISCHE MONATSHEFTE
VIII. Jahrgang.
Detail vom Wohnhause, Paris, 3 Square Rapp. (Tafel 87.)
unserer Stallgebäude«: Die vielen Angriffe, denen besonders das in den
Ställen verbaute Holz hier und da ausgesetzt ist, zeigen wohl zur Genüge,
wie wichtig ein von vorneherein anzubringehder Holzanstrich ist. Bekannt-,
lieh gibt es nun viele solcher, aber für die inneren und äusseren Anstriche
der Stallbauten hat sich eigentlich fast nur] das von den Farbenfabriken
vorm. Friedr. Bayer & Co., Elberfeld, herg'estellte Antinonnin bewährt, und
zwar in Form seiner 2percentigen Lösung, welche unter dem Namen Anti-
nonnin-Carbolineum sich iin Handel befindet. Im Gegensatz zu anderen
Carbolineumarten ist das Antinonnin absolut geruchlos, nicht feuergefährlich,
leicht streichbar und ungefährlich für die Arbeiter, und seine Wirkung
gegen den Hausschwamm übertrifft die aller anderen Mittel bedeutend.
Namentlich im Innern der Stallgebäude zum Streichen der hölzernen Decken,
deren Balken unterhalb sichtbar bleiben, wie z. B. beim gestreckten Windel
boden, und für hölzerne Unterzüge und Stiele empfiehlt sich das Antinonnin-
Arohitekt G. Lavirotte in Paris.
Carbolineum. Die inneren Wandflächen der Stallgebäude bedürfen eines An
striches mit Kalkmilch. Um nun die Bildung von Feuchtigkeit, Schimmel
pilzen, die Einnistung von Ungeziefer und Krankheitserregern an den Wand-
und Deckenflächen möglichst zu vermeiden oder doch wenigstens sehr zu
verringern, empfiehlt es sich, den Kalkanstrich alle Jahre zu wiederholen und
demselben stets eine genügende Menge Antinonnin zuzusetzen.
Neue Faehlitteratur.
(Zu beziehen durch Friedr. Wolfrum & Co., Wien und Leipzig.)
Photographische Bibliothek, Band 14: Hans Schmidt,
München »Die Architektur-Photographie«. Unter besonderer
Berücksichtigung der Plastik und des Kunstgewerbes mit 20 Tafeln und