MAK

Full text: Collectiv-Ausstellung von Beiträgen zur Geschichte der Preise, veranstaltet zur Weltausstellung 1873 Wien von der Handels- und Gewerbekammer in Prag

bei dem Schänker stattfinden; dieser aber 
wurde in dem früheren Zinse belassen, 
weil er zugleich Schmied war und für 
die Kirche kleinere Arbeiten unentgeltlich 
zu liefern versprach. Wegen so niedri 
gen Pachtzinses mag sich auch die 
Kirchenverwaltung bewogen gefunden 
haben, ledig gewordene Grundstücke ein 
zuziehen und lieber gegen einen Antheil 
am Ertrage zu verpachten. Dadurch 
dürfte es sich auch erklären, wenn von 
119 Strich nur 111 und von 1707 an 
bloss 100 Strich in den Verpachtungs 
listen erscheinen. Es kam auch vor, dass 
statt der Interessen von verborgten Capi 
talien ein gewisses Maass von Getreide 
auf den eigenen Gründen des Entlehners 
zum Besten der Kirche angebaut werden 
musste. So hatte ein Sliwenetzer In 
sasse 1621 aus dem Kirchenvermögen 
ein Darleihen von 15 Sch. Gr. gegen 
dem erhalten, dass er, so lange er dieses 
Capital nicht zurückzahlt, jährlich 2 Strich 
Hafer säe. 
Ueber das Ergebniss von derlei 
Naturalfechsungen geben die Nach 
stehenden, aus einzelnen zerstreuten Noti 
zen zusammengefassten Tableaux eine 
Uebersicht.
	        
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