bei dem Schänker stattfinden; dieser aber
wurde in dem früheren Zinse belassen,
weil er zugleich Schmied war und für
die Kirche kleinere Arbeiten unentgeltlich
zu liefern versprach. Wegen so niedri
gen Pachtzinses mag sich auch die
Kirchenverwaltung bewogen gefunden
haben, ledig gewordene Grundstücke ein
zuziehen und lieber gegen einen Antheil
am Ertrage zu verpachten. Dadurch
dürfte es sich auch erklären, wenn von
119 Strich nur 111 und von 1707 an
bloss 100 Strich in den Verpachtungs
listen erscheinen. Es kam auch vor, dass
statt der Interessen von verborgten Capi
talien ein gewisses Maass von Getreide
auf den eigenen Gründen des Entlehners
zum Besten der Kirche angebaut werden
musste. So hatte ein Sliwenetzer In
sasse 1621 aus dem Kirchenvermögen
ein Darleihen von 15 Sch. Gr. gegen
dem erhalten, dass er, so lange er dieses
Capital nicht zurückzahlt, jährlich 2 Strich
Hafer säe.
Ueber das Ergebniss von derlei
Naturalfechsungen geben die Nach
stehenden, aus einzelnen zerstreuten Noti
zen zusammengefassten Tableaux eine
Uebersicht.