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D.
Durchschnittliche Verkaufspreise der
Steinkohlen an dem Buschtährader
Bergwerke
im Vergleiche mit dem Aequivalente an
gutem weichen Brennholze.
(Als Grundlage des von der kaiserlichen Gfucrdirection
in Prag ausgestellten graphischen
Tableaus.)
Bisher waren über das Buschtehrader
Kohlenwerk nur sehr spärliche und nur
bis in die Zwanziger Jahre unseres Jahrbundertes
zurückreichende Daten bekannt,
Die Erhebungen für die Geschichte der
Preise förderten aber die Rechnungen
über dasselbe bis zu den Anfängen seiner
Ausbeutung zu Tage, womit auf einmal
eine feste Grundlage für die Geschichte
dieses, für Böhmens industrielle Entwickelung
so wichtigen Bergwerkes gewonnen
ist.
Aus dem Ausweise der Amtsconferenzbücher
der kais. Domäne Buschtehrad
ersieht man, dass im Jahre 1760
die erste Auslage für „Suchen von Steinkohlen”
und der erste Empfang für verkaufte
Steinkohlen (15 Strich ä 16 kr. rh.),
welche Schmiede zur Probe nahmen, in
Rechnung gestellt wurde. Allein erst im
Jahre 1772, und zwar am 14. September
begann ein regelmässiger Grubenbetrieb;
vom 1. October desselben Jahres an
wurde die erste Werksrechnung in Form
eines Registers geführt; mit dieser Zeit
beginnt daher auch ein Nachweis des
Kohlenpreises.
Der Kohlenpreis wird in diesen Registern
bis zum 1. Juli 1803 ohne Rücksicht
auf Gattung und Qualität angeführt;
mit diesem Tage erfolgte die Unterscheidung
derselben nach Stück-, Stückelund
Schmiedkohle. Im Jahre 1823 erhielt
die Stückelkohle den Namen: „mittlere
Stück- oder Würfelkohle“; die Stückkohle
wurde Grosskohle benannt.
Die erste Preissteigerung der Kohle
im Jahre 1783 dürfte in Folge des
Grubenbrandes eingetreten sein, welcher
am 25. März 1781 im sogenannten
Barbarastollen ausbrach, und im Jahre
1783 so heftig wurde, dass nach dem
Wortlaute eines der Rechnung zuliegenden
Chaluppner-Zettels, welcher die Auslagen
für Löscharbeiten des Brandes durch
Chaluppner und Roboter enthält, die
Flammen bereits aus dem Schachte herausbrannten.
Derselbe Fall ereignete
sich im Jahre 1812 am 28. Jänner. Es
brach das Feuer beim Gottfriedsstollen
zu Tage aus, und musste, um den Wald
zu schützen, eine Fläche desselben abgetrieben
werden.
Obzwar mehrfache Abwagen der Kohle
bei den Gruben vorgenommen wurden,
musste doch, um eine Gleichförmigkeit
zu erzielen, eine fixe Einheit angenommen
und eingehalten werden, und
wurde das Gewicht pr. böhm. Strich mit
3 Wiener Centner als Durchschnitt benützt.
Der Preis für das Brennholzäquivalent
mit 7,3 Klafter per Centner
Würfelkohle mittlerer Qualität wurde
den Preisauszügen der Domäne Buschtehrad
entlehnt.
Weiter zurück, als von der Buschtährader
Kohle, gehen die Preise auf
dem benachbarten, ebenfalls kaiserlichen
Kohlen werke nächst Wo t wo wi tz. Daselbsthielt
sich von 1757—1768d er Preis
gleichmässig auf 7 kr. öst. W. per Wiener
Centner, stieg 1769 auf 11 kr., um 1770
wieder auf 7 kr. zurückzugehen. Aus
dem Jahre 1771 fehlt ein Preisansatz;
von 1772 aber beginnen bereits die
Nachweise über die