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Full text : Collectiv-Ausstellung von Beiträgen zur Geschichte der Preise, veranstaltet zur Weltausstellung 1873 Wien von der Handels- und Gewerbekammer in Prag

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um  etwas  überstieg.  Die  Berechnungen
wurden  demnach  auf  dreissigjährige
Perioden  ausgedehnt,  in  welchen  endlich
das  progressive  Steigen  zu  Tage  trat,
bei  Gerste  freilich  in  der  angegebenen
Zeit  auch  nur  in  sehr  geringem  und  bloss
bei  Weizen  und  Korn  schon  in  merklicherem ­
  Grade.
In  dem  zweiten  graphischen  Tableau
der  Handelskammer  ist  die  Bewegung
der  Preise  in  Durchschnitten  von  10  und
30  Jahren  —  unter  Beifügung  der  Preisziffern ­
  und  der  percentualen  Preisdifferenzen ­
  in  jeder  nachfolgenden  Periode
gegenüber  der  unmittelbar  vorangegangenen ­
  —  durch  Bänder  ersichtlich  gemacht. ­
  In  den  nachfolgenden  Tabellen  erscheinen ­
  überdiess  auch  die  25jährigen
Perioden  vertreten.
Nun  galt  es  noch  ein  drittes  Moment
zu  finden  —  den  Werthmesser,  als
welchen  sich,  für  entferntere  und  längere
Zeiträume  wenigstens,  das  Getreide  wegen

seiner  im  Ganzen  ziemlich  unveränderlichen ­
  Brauchbarkeit  vorzugsweise  eignet.
Es  wurde  demnach  mittelst  der  Durchschnittsberechnung ­
  aus  den  drei  Getreidesorten ­
  Weizen,  Korn  und  Gerste  das
Mittel  gefunden,  welches  als  Gattungsbegriff ­
  die  Benennung  „Getreide“  (Brodfrucht)
  erhielt.
Ehe  wir  jedoch  auf  diese  abstracte
Sorte  unser  Augenmerk  richten,  lassen
wir  die  Jahres-Durchschnittspreise  von
Weizen,  Korn  und  Gerste  in  dem  Zeiträume ­
  von  1655—1872  folgen,  wobei
wir  nur  bemerken,  dass  die  Preise,  wie
sie  in  den  marktämtlichen  Aufzeichnungen,
nach  den  jeweilig  gangbaren  Maassen
und  Währungen  Vorkommen,  der  Authenticität
  wegen  nebenangesetzt  und  dass
aus  gleichem  Grunde  auch  das  Verhältniss
  des  böhmischen  Striches  zum  nied.-österr.
  Metzen  und  die  jeweiligen  Geldcourse
  beigefügt  erscheinen.

A
            
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