Attisch.
und Ringelchen als Verzierung. B) Ganz roh.
Bälle als" Füllung.
Nr. 346. Kantharos (Fig. 29); die überhöhten
Henkel mit einer Mittelrinne. A) Drei
kämpfende Krieger. B) Zwei Amazonen
im Kampfe mit einem Griechen. Stücke
ausgebrochen und in Gips ergänzt.
Uebergangszeit zum schönen Stil. H.
o'iö. 1866 erworben. (5954.)
Ä) Krieger in Vorderansicht auf das 1. Knie
sinkend, in der hoch erhobenen R. die Lanze,
1. sein Gegner mit eingelegter Lanze vordringend,
r. ein Jüngling, nackt bis auf Cblamys
und Petasos, mit erhobenem Schwerte zur Verteidigung
herbeieilend, in der L. die Schwertscheide.
Unklar die Bedeutung des kurzen
Speeres (?) r. über dem Schilde des Fallenden.
B) Zwei berittene Amazonen, zwischen ihnen ein
Grieche. Die zur Linken, in Anaxyriden, Wamms,
Chlamys und Lederkappe, mit gesenkter Lanze ansprengend.
Der Grieche, gerüstet wie die Bewaffneten
auf A) weicht vor ihr nach r. zurück, nach
1. umblickend, den Schild (Z. anspringender
Löwe) in Brusthöhe, mit dem quer über den
Kopf erhobenen Schwerte zum Schlage ausholend.
Die Amazone zur Rechten, in Anaxyriden, Wamms
und Helm mit in die Höhe geschlagenen Laschen,
an der Seite Köcher, fasst die Zügel ihres Rosses
kurz, um es zur Seite zu reissen, so dass es den
Kopf in Vorderansicht zeigt, und den Oberkörper
zurücklehnend holt sie mit der Lanze aus.
— Sehr wenig Innenzeichnung in verdünntem
Firniss.
1879 wurde die Vase bei einer Reinigung
arg beschädigt. Es fehlen bei A) Kopf, r. Ainu
Brust, Schwertscheide der Figur rechts; bei
dem Fallenden ein Stück des Unterleibes; bei
B) Kopf und Hintertheil des Pferdes der Am.
links, von dem der Am. r. der Kopf. Die Zeichnung
der vorstehenden Abbildung wurde nach
einer von Dr. M. Hoernes vor der Beschädigung
gemachten und freundlichst überlassenen Bause
ergänzt.
Wohl identisch mit Gargiulo, Collection of
the most remark. monum. of the Nationalmus.
of Naples IV, 57. (= Raccolta Taf. 117). Dort
als Provenienz' Nola angegeben. Winter, die
jüngeren attischen Vasen p. 55.
Nr. 347. Kantharos in Form eines Mohrenkopfes
(Taf. VIII). An dem hohen
Mündungsstücke je drei, stellenweise ergänzte
Palmetten und Lieblingsinschrift.
Treffliche und sorgfältige Arbeit des
strengen Stiles. H. 0-178, ob. D. 0-145,
u. D. o'o8y. Samml. Castellani. (4645.)
Der Kopf in den unteren Partien vorspringend,
die Nase breit, die Wangenknochen hervortretend,
die Lippen schief gezogen. Am
Hinterhaupte zwei Buckeln. Ganz schwarz bis
auf die Lippen, zwischen denen eine weisse
Zahnreihe sichtbar wird; die Augenhaut weiss,
der Stern schwarz, Iris und Pupille durch
gravirten Kreis geschieden, die Brauen roth.
Das scharf absetzende Vorderhaar, aus aufgesetzten
Thonklümpchen bestehend, rot. Das
Ohr gravirt, mit Rosettenschmuck aus Thonklümpchen.
Um das Hinterhaupt breites r.
Band mit weissen Rändern und Pünktchen; von
den unteren Henkelansätzen weisse Ranke
nach rückwärts ausgehend. Auf dem schmalen
Streifen unter den Palmetten in Gravirung,
auf beide Seiten vertheilt H O P A I S N A 1
KAIO^K A///T A A E (kcu yd?)
Brunn, Bullett. dell’ Inst. 1865, p. 241 ;
R. v. Schneider, Jahrb. d. kunsthist. Samml. des
allerh. Kaiserhauses III, 1, p. 7, Anmerk. 5.
Für Kopfgefässe überhaupt vgl. zuletzt Reisch,
Mitth. d. arch. Inst. Röm. Abth. V, p. 3'3 ^
Nr. 348. Kleines Giessgefäss in Form eines
weiblichen Kopfes mit Dreiblattmündung,
an deren Rand der nur wenig
erhöhte Henkel ansetzt. Strenger Stil.
H. o - 094. Samml. Castellani. (4667.)
F. 288 bei Furtwängler, Berl. Vasensammlung.
Gesicht und Hals thongrundig bis auf einen
schwarzen Streifen am unteren Ende des letzteren;
ebenso der vordere mit kleinen plastischen
Thonklümpchen besetzte Rand des Haares.
Das längliche Auge, Augapfelkreis und Braue
schwarz. Das Haupt, um das ein weisser Lorberkranz
gelegt ist, und Mündung mit einem
zum grössten Theile roth gebrannten Firniss
überzogen.
Lekythos.
a) In der rothßgurigen Technik.
Nr. 349. Lekythos. Form von Fig. 18 auf
p. 32. Hals, Schulter und obere Hälfte
des Fussrandes ungefirnisst. Auf der
Schulter Kreis von Punkten und Lotosknospen.
Auf dem Bauche weibliche
Figur, darüber Mäanderkante. Der Thongrund
grau verbrannt. Schöner Stil.
H. o‘i65. Samml. Blum - Blankenegg.
(7900.)
Nach links in kurzer Schrittstellung, bekleidet
mit Haube, jonischem Chiton und Mantel,
unter dem die L. verborgen ist, die R. ausgestreckt;
vor ihr auf dem Boden Arbeitskorb,
hinter ihr aufgehängt Alabastron und Diptychon
(?). L. von ihrem Kopfe und in ihrem Rücken
buchstabenähnliche Zeichen.
Nr. 35o. Lekvthos, wie die vorhergehende,
der Fussrand jedoch oben mit einer
Rille. Vorne Figur eines Jünglings; oben
kein Mäander. Sehr fein. Schöner Stil.
H. 0-145. (6407.)
In Vorderansicht, Standmotiv des schönen
Stiles; die L. unter dem Mantel, die R. ausgestreckt,
der Kopf nach r. gedreht. R. eine
Säule mit viereckiger Basis, Capitell und Abacus,
I. eine aufspriessende Volutenranke.