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Full text : Die Sammlung antiker Vasen und Terracotten im K. K. Oesterreich. Museum

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III.  Terracotten:  Ä)  Figurale.

ist  in  die  Hüfte  gestützt,  die  R.  hält  I
erhoben  einen  unbestimmbaren  Gegen-  I
stand  (Vogel  bei  den  Flügeln?),  zu  dem  J
von  einem  hohen  Baumstamm  ein  Spitz-  ^
hund  emporspringt.  Das  Haar  in  Löckchen ­
  geordnet,  darüber  spitze  Stephane
und  Kalathos,  von  dem  r.  und  1.  zwei
lange  Quasten  herabhängen.  Ehemals  j
ganz  roth  bemalt.  Rother  weicher  Thon.  [
Hinten  von  der  Schulter  an  bis  zur  j
Basis  ausgeschnitten.  5.  Jahrhundert;  ;
der  Kopf  noch  streng  und  denen  der  j
Tarentiner  Terracotten  verwandt.  Aus  1
Stücken  zusammengesetzt,  verkalkt  und
verschmiert.  Aus  Theben.  H.  0-46.
Samml.  Blum-Blankenegg.  (7028.)
Nr.  791.  Silen,  auf  dem  Boden  sitzend  mit
in  die  Höhe  stehenden  Knieen,  die  Doppelflöte ­
  blasend.  4.  Jahrhundert.  Aus  j
Theben.  H.  o'oy.  Samml.  Blum-Blan-  \  1
kenegg.  (7043.)
Nr.  792.  Pan,  mit  Ziegenbeinen,  thierischem  j
Gesichte  und  Hörnern,  bärtig,  auf  runder
Basis  stehend;  die  L.  lehnt  das  Pedum
an  die  Schulter,  über  welche  ein  kurzes
Gewand  hängt,  die  gesenkte  R.  hält  die
Syrinx.  Wenig  Modellirung,  die  ganze
Vorderseite  aus  einer  Form.  Rother  |
Thon,  hinten  viereckiger  Ausschnitt.  I
4.  Jahrhundert.  Aus  Theben.  H.  o - 24.  !
Samml.  Blum-Blankenegg.  (7031.)
Nr.  793.  Figürchen,  männlich,  nackt  bis  auf
den  Mantel,  der  auf  das  Haupt  gelegt
im  Rücken  herabfällt,  mit  der  L.  einen  i
Vogel  an  die  Brust  haltend,  die  ge-  |  I
senkte  R.  auf  einen  Baumstamm  (?)
gelegt.  Unbedeutend.  Aus  Theben.
H.  o  09.  Samml.  Blum-Blankenegg.
(7045.)
Tanagra.
Nr.  794.  Weibliche  Figur  (Taf.  X)  in  Schrittstellung ­
  nach  links;  die  Last  des  etwas  j
vorgestreckten  Leibes  auf  dem  r.  Beine
ruhend,  das  1.  seitlich  gestellt,  der  leise
gesenkte  Kopf  nach  r.  zurückgewendet;  h
die  Arme  unter  dem  zweimal  um  den  j
Leib  gelegten  Mantel,  den  die  R.  in  j
die  Höhe  zieht,  während  die  L.  einen  |
Blattfächer  hält.  In  dem  gescheitelten,
hinten  in  einen  Schopf  zusammengebundenen ­
  Haare  Epheu-Blätter  und  {
Früchte.  Klümpchen  als  Ohrringe.  |
Reichliche  Reste  von  Bemalung.  In  der
vornehmen  und  anmuthsvollen  Bewegung

sowie  in  der  einfachen  Behandlung  des
complicirten  Gewandmotives  eine  der
besten  Schöpfungen  der  tanagräischen
Thonplastik.  H.  o‘234-  Im  Anfänge  des
Jahres  1873  in  Athen  erworben.  (307.)
Der  Mantel,  mit  einem  Ende  um  den  1.
Arm  gewickelt,  ist  zunächst  einmal  im  Rücken
quer  um  den  Leib  unter  den  1.  Arm  gezogen, ­
  dann  ein  zweitesmal  umgeschlagen  und,
schmal  zusammengelegt,  auf  die  1.  Schulter  geworfen; ­
  mit  einem  Wulste  schliesslich  unter
die  1.  Achsel  gesteckt,  fällt  er,  von  dem  Arme
an  den  Körper  gedrückt,  an  dessen  Seite  herab.
—  Der  Chiton  jetzt  schwarz  (ehemals  violett?),  mit
rosarothem  Mittelstreifen;  der  Mantel  erscheint
auf  den  Armen  roth,  seine  auf  der  1.  Hand  und
an  der  1.  Körperseite  zum  Vorschein  kommende
Innenseite  tief  schwarz;  die  Farbe  des  übrigen
Stückes  unbestimmbar;  das  Haar  rothbraun,  die
Blätter  lichtblau,  die  Basis  war  dunkel  gefärbt.
Abgeb.  Zeitschrift  für  bildende  Kunst  1878,
in  Radirung  v.  W.  Unger  zu  p.  161  ff.  (Benndorf.)
Ir.  795.  Weibliche  Figur  (Taf.  X)  schreitend
mit  seitlich  gestelltem  r.  Bein,  in  feingefälteltem ­
  Chiton  und  auf  die  1.  Schulter
geworfenem  Mantel,  welchen  die  R.
unterhalb  des  Kinnes  zusammenfasst,
während  die  zur  Höhe  der  Brust  erhobene ­
  L.  den  (jetzt  fehlenden)  Fächer
hielt.  Der  Kopf  leise  gesenkt.  Gescheiteltes ­
  rothbraunes  Haar  mit  rundem
Zopf  um  das  Hinterhaupt.  Auch  hinten
modellirt.  Kein  Brennloch.  Basis  fehlt.
Sehr  schön.  Sorgfältige  Arbeit.  H.  o-i65.
1873  von  Chrysopulos  in  Athen  erworben. ­
  (442.)
Vgl.  Furtwängler,  Samml.  Sabouroff  Taf.  CV.
r.  796.  Weibliche  Figur,  ruhig  dastehend,
der  beschuhte  r.  Fuss  unter  dem  Chiton
(Reste  von  blauer  Farbe)  hervortretend,
die  Arme  unter  dem  kurzen  Mantel
(ehemals  roth),  den  die  R.  in  Brusthöhe
zusammenfasst,  die  L.  auf  den  Rücken
gelegt.  Gescheiteltes  Haar,  hinten  mit
Knoten.  Viereckige  Basis  aus  besonderem ­
  Stücke.  Vorne  ein  grosses  Stück
ausgebrochen.  H.  o'i53.  Samml.  Blum-Blankenegg.
  (7037.)
r.  797.  Weibliche  Figur  in  Schrittstellung,
das  1.  Bein  nach  rückwärts  gestellt.
Der  Chiton  in  Steilfalten  über  das  Standbein ­
  herabfallend,  an  das  1.  sich  anschmiegend. ­
  Die  Arme  unter  dem  Mantel,
den  der  r.  in  Brusthöhe  zusammenfasst,
der  gesenkte  I.  etwas  in  die  Höhe  zieht.
Gescheitelte  Haare.  Besondere  Basis.
Die  ganze  Figur  schief.  H.  o - i65.
Samml.  Blum-Blankenegg.  (7036.)
            
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