Attika. — Böotien. — Tanagra. — Lokris.
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Nr. 798. Weibliche Figur, eingehüllt in den
früher blauen Mantel, den sie mit beiden
bis zur Brust erhobenen Händen vorne
emporrafft. Auf der Rückseite wenig
modellirt. H. o'i3. Im Kunsthandel
1878 erworben. (4062.)
Wie Furtwängler, Samml. Sabouroff, Taf.
CV1I, jedoch nicht so fein; der (angesetzte)
Kopf (mit Ohrringen) nach 1. gewendet, aber
nicht gesenkt.
Nr. 799. Weibliche Figur (Taf. X) auf hinten
abgerundeter Basis in blauem Chiton und
rosarothem, über das Haupt gezogenem
Mantel, unter welchem die R. in die
Hüfte gestemmt ist, während die gesenkte
L. einen geöffneten Klappspiegel
hält. Auf dem Kopfe liegt eine viereckige
Unterlage, über welche sich der
Mantel barettartig schmiegt. H. o‘235.
Echt? Von Lambros in Athen 1882 erworben.
(6350.)
Für den viereckigen Kopfschmuck vgl.
Collection Julien Grdau pl. XXV11I und Furtwängler,
Samml. Sabouroff, Taf. CXXXII rechts
unten und Anmerk. 3 des Textes; bei diesen
beiden Figuren liegt er aber über dem Mantel.
Nr. 800. Frau (Taf. X), nach r. schreitend, in
Schuhen, Chiton und über den Kopf gezogenem
Mantel, den die L. zusammenfasst,
in der R. Blattfächer. Der Hals
überlang, der Kopf zu klein. Besondere
Basis. Der Kopf angesetzt. FI. o - 23.
Samml. Blum-Blankenegg. (7933.)
Nr. 801. Weibliche Figur nach r. schreitend,
der ganze Oberkörper nach dieser Seite
gedreht. Die Arme unter dem auf das
Haupt gezogenen Mantel, den die R.
auf der Brust zusammenfasst; die gesenkte
L. hielt einen Fächer. Ausser
einer runden Basis noch ein viereckiges
Plättchen. Aechtheit zweifelhaft. »Aus
Tanagra« H. o'24. Samml. Blum-Blankenegg.
(7935.)
Nr. 802. Siegerin und Besiegte im Ballspiel,
Gruppe zweier Mädchen, deren eine
nach links schreitend, ihre Gefährtin
auf dem Rücken trägt, indem sie das
r. Knie derselben umschlingt. Aus
mehreren Stücken zusammengesetzt.
Geringe Arbeit. H. o - i34. 1873 von
Chrysopulos in Athen erworben. (443.)
Vgl. Heuzey, Terres cuites du Louvre, pl. 33,
1; nur hebt das tragende Mädchen den Kopf in
die Höhe, wendet die getragene den Kopf nach
aussen und legt die r. Hand auf die Linke. Ihr
Kopf scheint vorne mit Zöpfen umwunden.
Nr. 8o3. Knabe, gleichmässig mit beiden
Füssen auftretend, um das Haupt einen
— Phokis. — Megara.
dicken Wulst, nackt bis auf den Mantel,
der den Oberkörper freilassend, mit einem
Ende über dem gebogenen 1. Arm liegt,
mit dem anderen unter die 1. Achsel geschoben
ist; die gesenkte R. greift nach
seinem oberen Rande. Der Leib lebhaft
fleischfarben, Schenkel und Füsse
dagegen bloss weiss, ohne Zehenangabe,
also in hohen Stiefeln. Haare braunroth.
Aus zwei Stücken zusammengesetzt,
die Farben aufgefrischt. H. o - 2. Von Lambros
aus Athen 1882 erworben. (6347.)
Eine Replike bei Cartault, Terres cuites
grecques Pl. VIII, wo die Rechte einen cylindrischen
Gegenstand mit konischer Spitze hält;
vgl. auch die sehr nahe verwandte Figur bei
Martha, terres cuites du musde de la societe arch.
d'Athenes Pl. I. Nr. 267.
Nr. 804. Komischer Schauspieler auf einer
viereckigen Basis mit gekreuzten Beinen
sitzend, die L. sinnend an den Mund,
die R. quer über die Brust gelegt, ein
kurzes Gewand in die Höhe streifend.
Maske braunroth, Gewand rosaroth, Sitz
schwarz. H. o'i25. Von Lambros in
Athen 1882 erworben. (6348.)
Lokris.
Nr. 8o5. Weibliche Maske (Demeter oder
Kore), bei der Büste abgeschnitten, zum
Stehen eingerichtet und nach rückwärts
umbiegend. Der weit vorspringende Kopf
etwas gesenkt; nur das Vorderhaar angegeben,
das in der Mitte gescheitelt und
in Wellenlinien gegen die Ohren zurückgestrichen
ist. Darüber eine Stephane
und ein hinter den Ohren herabfallender
Schleier nur angedeutet. Oben ein Loch.
Rother Thon. Strenger Stil mit archaischen
Anklängen. Aus Lokris. H. o‘i5,
Br. 0U4. (6354.)
Phokis.
Nr. 806. Weibliches Köpfchen von streng
archaischem Typus. Unbedeutend. Aus
Delphi. H. C047. Samml. Blum-Blankenegg-
(794 8 M
Megara.
Nr. 807. Weibliche tragische Maske mit geöffnetem
rothem Mund und in der Mitte
gescheitelten rothen Haaren. Oben ein
Loch. »Selbst gefunden in Megara 1882«.
4. Jahrhundert. H. o‘o83. Samml. Blum-Blankenegg.
(7947.)