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MAK

Full text : Die Sammlung antiker Vasen und Terracotten im K. K. Oesterreich. Museum

Korinthisch.  Kyrenäisch.

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Hals  und  Schulter  ineinander  übergehend, ­
  die  Mündung  cylindrisch,  der
Fuss  ein  umgekehrter  Echinus,  die  Henkel ­
  tiefsitzend  und  rund,  ln  der  Höhe
derselben  zwei  ausgesparte  Bilder:  A)
Reiter  mit  zwei  Pferden,  B)  Hahn.  Zu
unterst  Streifen  mit  zwei  ineinander  gestellten ­
  Strahlenreihen.  Die  Gliederung
des  Gefässes  durch  rothe  Kreise  hervorgehoben. ­
  Gelblicher  Thon.  Rothe  und
weisse  Farbe,  Gravirung.  Späterer
korinthischer  Stil.  H.  o - 355,  U.  o'^2.
Samml.  Castellani.  (4596.)
Die  Bilder  oben  durch  ein  dreireihiges  Netz
von  rothen,  weissen  und  schwarzen  Punkten,
seitlich  und  unten  durch  Linien  abgeschlossen.
A)  Theilweise  abgeblättert.  Zwei  Pferde  in
Galopp  nach  r.  sprengend,  das  vordere  mit
weisser  Farbe  direct  auf  den  Thongrund  gemalt,
Contouren  und  Innenzeichnung  mit  verdünntem
Firniss,  die  hängende  Mähne  roth  und  schwarz,
das  andere  schwarz,  nur  wenig  sich  vorschiebend.
Beide  gezäumt.  Auf  dem  vorderen  sitzt  ein
Jüngling  in  kurzem  rothen  Chiton,  in  der  L.  die
Zügel,  in  der  R.  quer  nach  vorne  eine  Gerte.
Zwischen  seiner  Brust  und  dem  Pferdenacken
die  Inschrift  F  A  X  V  Mi  hinter  ihm  ein  Adler
mit  ausgebreiteten  Flügeln,  unter  den  Pferdeschwänzen ­
  eine  grosse  Rosette.  Die  Zeichnung
der  Rosse  ziemlich  unbehülflich,  Kopf  und  Oberleib ­
  zu  gross,  die  kurzen  Vorderbeine  den  Boden
berührend.  B)  Trefflich  charakterisirter  Hahn,
nach  r.  stehend.  Den  Raum  über  seinem  Rücken
füllt  eine  Lotosblüthe  an  geschwungener,  in
der  rechten  unteren  Bildecke  aufspriessender
Ranke.  —  Der  Thongrund  ist  bei  den  beiden
Bildfeldern  durch  Mennig  roth  gefärbt,  während
er  in  dem  unteren  Streifen  die  natürliche  gelbliche ­
  Farbe  zeigt,  wie  bei  den  Berliner  Amphoren ­
  Nr.  1652  u.  1653.  —  Eine  sehr  ähnliche
Amphora  in  Neapel  (Heydemann  Samml.  Santangelo
  137):  Zuunterst  ebenfalls  Doppelstrahlen.
A)  Ein  Jüngling  auf  einem  Schimmel  nach  r.  sprengend; ­
  hinter  ihm  ein  fliegender,  unter  ihm  ein

stehender  Vogel.  Das  Pferd  schon  mit  kurzer
Mähne.  (Nach  einer  Skizze  Fr.  Studniczka’s.)
B)  Ein  Hahn  und  eine  (Lotos  ?)blume  auf
schlankem  Stengel  nebst  zwei  Rosetten  (Heydemann). ­

Brunn,  Bullett.  dell’  Instit.  1865,  p.  142.
Kretschmer,  Zeitschrift  f.  vergleichende  Sprachforsch.
  1888,  p.  160,  Nr.  8,  vgl.  p.  385,  4.
138.  Amphora,  von  derselben  Form  wie
die  vorhergehende,  jedoch  plumper  und
alterthümlicher.  Die  ausgesparten  Felder
sehr  hoch  reichend:  beiderseits  Protome
eines  Pferdes,  mit  Längs-  und  Querriemen ­
  um  den  Kopf  aber  ohne  Zügel
und  Gebiss,  die  hängende  Mähne  in
Gravirung  mit  Roth;  als  Füllung  zwei,
resp.  drei  Sterne.  Zu  unterst  weitgestellte ­
  Strahlen.  Rohe  Arbeit,  schwerer,
röthlicher  Thon.  H.  o - 335,  U.  o'j'j.
Samml.  Scaramanga.  (5171.)
Archäol.-epigraph.  Mitth.  III,  p.  74,  Nr.  6.
Vgl.  Monumenti  ined.  dell’  Inst.  IV,  tav.  XL,  1.
und  Berlin  1654.  Zur  Bedeutung  des  Pferdekopfes
  siehe  Loeschke,  Jahrb.  d.  arch.  Inst.  II.
p.  276.
139.  Sogen.  Kelebe:  Gefäss  von  derselben
Grundform  wie  Taf  VI  Mitte,  jedoch
der  Bauch  noch  rundlich  und  sehr  niedrig,
der  Fuss  in  Form-eines  umgekehrten
Echinus.  Auf  dem  Bauche  zwei  ausgesparte
  Bilder:  A)  Eule  und  Panther
"einander  gegenüber,  B)  Schwan  und
grasender  Widder  nach  1.  Wenige  raumfüllende ­
  Rosetten.  Unten  weitgestellte
Strahlen.  Auf  der  Mündungsfläche  verticales
  Zickzack,  auf  dem  einen  vorspringenden ­
  Plättchen  männlicher  Kopf  mit
Spitzbart,  in  dem  aufgelösten  Haare  ein
Band,  die  Fleischtheile  roth,  auf  dem
anderen  ein  Schwan.  H.  o'ig,  D.  o’3i.
Samml.  Castellani.  (4648.)

Kyrenäisch.

Nr.  140.  Schale  (Fig.  9)  mit  absetzendem
Rande.  Fuss,  Henkel  und  im  Innern  ein
Ring  um  das  Centrum  gefirnisst,  alles
Uebrige  mit  gelblicher  Deckfarbe  überzogen. ­
  '  Aussen  zu  unterst  Strahlen,  darüber ­
  abwechselnd  mit  rothen  Streifen
Friese  mit  gereihtem  Granatapfel,  kurzen
Blättchen,  Lotosknospen  und  Blüthen,
und  Punktnetz.  An  die  Henkel  Palmetten ­

  ansetzend.  Im  Innern  offene
Rosette  mit  abwechselnd  rothen  und
schwarzen  Blättchen,  von  Kreisen  umgeben, ­
  am  Rande  Lotosknospenfries.  Stark
beschädigt.  H.  o’i27,  D.  o - ig8.  Samml.
Castellani.  (4589.)
Abgeb.  Arch.  Ztg.  1881,  Taf.  10,  3;  Baumeister, ­
  Denkmäler  p.  1957  u.  S.  w.  —  Puchstein, ­
  Arch’.  Ztg.  1881,  p.  218,  Nr.  17  B.
            
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