Altjonisch.
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Jonische Gattung unbestimmter Herkunft.
Nr. 216. Amphora (Taf. III). Hals und j
Schulter von einander absetzend, die
Mündung wulstig, die Henkel rund, j
Gefirnisst Fuss, Henkel, Mündung und |
zwei Streifen, die von der letzteren j
heruntergehend Hals und Schulter ir*
zwei Felder theilen. Alles Uebrige mit
einem dünnen, zum grössten Theile !
abgeriebenen, gelblich-weissen Thon über- ;
zogen; darauf zu unterst Strahlen mit j
Hakenkreuzen in den Zwickeln, dann
schmaler Streif mit gegenständigen Herzblättern,
paarweise abwechselnd roth
und schwarz (die rothen in der Ab- j
bildung kaum erkennbar), in der Mitte
breites Band alternirender Palmettenund
Lotosblüthen, auf den Schulterbildchen
tanzende Männer, auf dem
Halse wiederholt sich das Ornament der
Bauchmitte. Roth ist reichlich angewendet.
H. o - 36. U. 078. Samml. Castellani.
(4592.)
Auf der einen Seite vier, auf der anderen
drei ithyphallische Männer, nackt, mit Bändern
im Haare, dieses roth und in die Stirne gekämmt.
Unter dem erhobenen Beine eines
Tänzers bäumt sich eine Schlange empor.
Die Amphora gehört zu der von Dümmler
in den Mitth. d. arch. Inst. Röm. Abth. Bd. II,
p. 171 ff, besprochenen Classe, welche dieser
einer pontischen Fabrik, Furtwängler im arch.
Anzeiger 1889, p. 51 Cumae zu weist. Am nächsten
verwandt ist sie der Nr. 4 des Verzeichnisses
bei Dümmler.
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Sogenannte Caeretaner Classe jonischer Herkunft.
Hydriert, der Bauch eiförmig, Schulter und
Hals von einander ab setzend, der Uebergang \
~u dem letzteren und dem Fuss durch einen
Ring hervorgehoben. Die Mündung ausladend
mit konischer Lippe, der Fuss gedrückt,
mit hohem Rande, stark concav. Die horizontalen
Henkel rund, der verticale flach. ■
Die Decoration z u coloristischer Wirkung
gesteigert durch reichliche Anwendung von
Roth und Weiss, auch bei den Ornamenten.
Beides als Deckfarbe auf Schwarz, Roth nur
bei den Ornamenten direct auf den Thongrund
gesetzt. Gravirung nur bei den Figuren, nicht
nur als Innenzeichnung, sondern auch fast
immer die ganze Figur umziehend. Das Hauptornament
bilden abgerundete Blätter (sog.
Stabwerk), roth oder weiss, mit schwarzem
Rande. Der Thon orangeroth, der Firniss noch
nicht die Tiefe und den Glanz des attischen
erreichend.
Nr. 217. Hydria (Taf. II). Der verticale
Henkel mit rundem Durchschnitt an den
Mündungsrand ansetzend, von da ab
flach und sechsfach gerippt. Auf dem
Fusse Blattrosette, auf dem Bauche
Strahlen, abwechselnd schwarz, roth und
weiss, darüber umlaufende Streifen; auf
dem unteren Eberjagd, auf dem oberen
das Busirisabenteuer des Herakles, getrennt
in Hälften durch die von Blattrosetten
umgebenen Henkelansätze. Unter
dem verticalen Henkel aus weissen Voluten
sich erhebende Palmette mit rothen und
weissen, schwarz geränderten Blättern;
die Schulter bedeckt von zwei sehr
naturalistisch gebildeten Oelzweigen mit
weissen Beeren. Auf dem Halse dreimal
Lotosknospenkreuze mit rother und
schwarzer Palmettenfüllung in den
Zwickeln und gegenständig gepaarte
Lotosblüthen mit fünf Blättern , deren
äussere die Kreuze fast umschliessen.
Auf der Lippe Mäander mit abwechselnd
rothen und schwarzen Gliedern, im
Innern der Mündung Blätterkelch. Vortrefflich
erhalten bis auf die Mittelgruppe
der Hauptdarstellung. H. o'45, U. fi8.
Samml. Castellani. (4593.)
Hauptbild: Herakles, ein plumper Riese
von rothbrauner Farbe, bärtig, kraushaarig, nach
1. gegen den Altar vordringend, zu gleicher
Zeit sechs Aegypter tödtend. Zwei zertritt
er mit den Füssen, einem zweiten Paare,
das in der Beuge seiner Arme hängt, und einem
Fünften, den er mit der R. in der Luft hält,
zerquetscht er den Hals, den sechsten hat er
am 1. Unterschenkel gepackt, um ihn am Altäre
zu zerschellen. Vor dieser Gruppe flieht entsetzt
ein siebenter, zwei kauern auf, einer hinter dem
Altäre. Auf den Stufen desselben liegt in seltsamer
Verrenkung der Glieder Busiris, ausgezeichnet
durch die Königsmütze mit der Schlange
(pschent). Auf der Rückseite kommen, durch die
Palmette in zwei Trupps getheilt, fünf trefflich
charakterisirte Neger, mit Stöcken bewaffnet und
dem ägypt. Schurz bekleidet (bei dem zweiten
und vierten roth) zu Hilfe. Die Priester zeigen
den gewöhnlichen Gesichtstypus der Caretanervasen,
jedoch in sichtlicher Carikirung; ihre
Kleidung die nationale Kalasiris mit Fransen.
Die Körperfarbe rein der coloristischen Ab-