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Full text: Die Sammlung antiker Vasen und Terracotten im K. K. Oesterreich. Museum

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I. Gefässe: B) Schwarzfigurige Gattungen. 
Kranze 20nM)(. — Im oberen Str. zwischen | 
der Sphinx 1. und der F rau TEIt0nV2F02 
von oben nach unten; unter den Beinen des 
Kämpfenden 1. 2 3 X *1 I+, zwischen den beiden 
Kämpfern LE O T I G über dem Schilde des 
Fallenden von oben nach unten, linksläufig 
3 ^ X Ir O X (der erste und vierte Buchstabe j 
H oder X r); zwischen der Frau r. und der 
Sphinx von oben nach unten, linksläufig: 
2 O V O 1 T ] ^02 (enthält denselben Na 
men wie die entsprechende Inschrift bei der 
Sphinx 1). Vgl. auch die Facsimile-Tafel. 
Am nächsten verwandt den tyrrhenischen j 
Amphoren, über deren attische Herkunft 
zuletzt Löschcke, Jahrb. d. arch. Inst. II, p. 278 
zu vergleichen ist. 
Brunn, Bullett. dell’ Inst. 1865, p. 148. 
Nr. 221. Hydria, von derselben Technik und 
Form wie die vorhergehende, jedoch 
die Henkel bandartig mit Mittelrinne, 
die horizontalen von den Ansatzstellen 
noch einmal zurückbiegend, der verticale 
am unteren Halsrande ansetzend, die 
Mündung oben ohne ebene Fläche, 
überhängend, auf der vorderen Hälfte 
mit Schachbrettmuster in vierfacher 
Reihe. Das Decorationsprincip ebenfalls 
dasselbe wie bei der vorhergehenden 
Hydria: Zu unterst Strahlen, auf dem I 
Bauche seitlich mit Mäander eingerahmt: 
Achilles demTroilosauflauernd;darüber, 
getrennt durch ein breites Band mit vier- : 
reihigem Punktnetz und nach oben durch J 
Stäbchenkyma abgeschlossen: Perseus 
von einer Gorgone verfolgt. H. o’37, j 
U. o'8i. Samml. Castellani. (4613.) 
Zum Bauchbilde: Achill, bärtig, nackt bis 
auf Beinschienen, Helm mit nach unten spitz I 
zulaufender Backenlasche und Schwert, hervor 
schleichend hinter einem Baum und dem Brunnen, 
dessen Wasser in einen voiutenartig ausladenden 
Trog fliesst. Oben ein Vogel. Vor dem Brunnen 
Polyxena in Chiton und hinten aufgebundenem 
Haare, eine Kanne unterhaltend. R. von ihr 
Apollo, nackt, bartlos, mit langer Locke, hervor 
tretend und dem Rosse des unbekleideten Troilos 
(2 O 1/ I O 3 T) in die Zügel fallend. Hinter 
diesem Phokos (20X0 $), mit Helm, Bein 
schienen, Schild, Lanze und langem Schwerte. 
Zum Schulterbilde (quer ein Sprung laufend): 
Perseus, unbärtig, mit Flügeln an den Waden, 
Chiton, gegürtetem Fell, Schwert, Hut und 
Kibisis in der Luft fliehend, nach 1. umblickend. 
Hinter ihm und getrennt durch die ruhig nach 
r. stehende und umblickende Athena in Chiton, 
auf die 1. Schulter geworfenem Mantel und 
Helmkappe, mit Kranz und Speer in den Händen, 
die Gorgone in Knielaufschema, mit beiden Hän 
den eine Schlange fassend (zum Chiton, der vorne 
unterhalb desGürtels geschlitzt ist, vgl. Studniczka, 
Beiträge z. Gesch. d. altgriech. Tracht, p. 109, 
Anmerk. 48). Weiter 1. eine zuschauende Frau 
in Chiton und auf die Schulter geworfenem 
Mantel, in der L. einen Reif. Eingefasst wird 
die Scene durch zwei sitzende Sphinxen. Für 
die Inschriften vgl. die Facsimile-Tafel. In der 
Inschrift unter Perseus war der dritte Buchstabe 
möglicherweise ein fl , der vierte 3, also TTepeui;. 
In dem Worte 1. von seinem Kopfe steckt noch 
der Name 'Eppfii;, in 2 O T 3 O unter der r. 
Hand der Gorgone Kfiro?, in den Buchstaben 
über der Sphinx zur 1. Eqpi'x? statt XqpivE, in 
denen zur L. der Sphinx r. ein |a’ 2ttoir|aev. 
Abgeb. Annali dell’ Inst. 1866, tav. d’agg. 
R, p. 285 ff. (Conze). Brunn, Bullett. dell’ Inst. 
1865, p. 147 f., Probleme p. 37. Löschcke, Arch. 
Ztg. 1876, p. 110. Zu den Inschriften vgl. Heyde- 
mann, Rhein. Mus. XXXVI p. 471 und Kret 
schmer, Zeitschrift f. vergleichende Sprach - 
forsch. 1889, p. 406. 
Attisch des ausgebildeten schwarzfigurigen Stiles. 
Nr. 222. Hydria (Taf. IV). Hals, Schulter 
und Bauch von einander absetzend, 
zwischen Körper und Fuss ein roth be 
malter Wulst. Der verticale Henkel von 
dreieckigem Durchschnitte, nur wenig 
über die Mündung erhöht, mit zwei 
Rotellen ansetzend. Zwei ausgesparte 
Bilder: auf dem Bauche Ausfahrt eines 
Gottes, auf der Schulter Kampfscene, 
ersteres seitlich von Epheukante, unten 
von Palmetten- und Lothosblüthenkette, 
letzteres oben von rothem und schwarzem 
Kyma (»Stabwerk«) abgeschlossen. Um 
die Ansätze der Seitenhenkel ausgesparte 
Rosette aus rothem und schwarzem 
Stäbchenkyma, am Ansätze des verticalen 
Henkels Palmette nach abwärts, aus Vo 
luten sich erhebend. Zu unterst kurze 
Strahlen. Weiss durchgängig, Roth zum 
grössten Theile verschwunden; sonst 
wohl erhalten. H. o’4Ö, U. o 98. Samml. 
Castellani. (4601.) 
Zum Bauchbilde: Bei dem wagenbesteigen 
den Gotte (wie bei den übrigen Figuren) der 
Kranz ausgekratzt, der Bart roth, das Haupthaar 
(wie bei Hermes) vorne gravirt, der Chiton war 
weiss betupft. Der Mantel der eine Blume hal 
tenden Frau mit Kreuzen gemustert. Hermes 
mit rothem Band im Haare, gravirtem Barte 
und rothem Chiton. Die kranzhaltende Frau 
in roth- und schwaizcarrirtem Gewände. Punkt 
reihen als Nachahmung von Inschriften. 
Schulterbild: Zwei Krieger nach r. fliehend, 
der erste (a) mit eingeknickten Beinen, wie nach 
vorne stürzend, der zweite (b) mit langen Schritten 
und umblickend, beide mit Schild (bei b Zeichen: 
Dreifuss) und Lanze. Hinter ihnen ein Gespann
	        
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