Attisch.
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hängenden Locken, mit den Händen der langen
Arme eine Ranke mit herzförmigem Blatte fassend.
B) Diskuswerfer, nackt, bartlos, nach r. schreitend,
die L. vorgestreckt, die R. mit dem Diskus
ausholend. Hüften und Oberschenkel überkräftig,
der Kopf zu klein, das Auge ein einfaches Rund.
R. unter dem Arme eine Staude. Bei A) und ß)
Gravirung um die Contouren und als Innenzeichnung.
Die Bildung der Sirene (vgl. den klazomenischen
Sarkophag, Denkmäler d. arch. Inst. I,
Taf. 45), der weisse Ueberzug, die Anwendung
der Gravirung als Contourirung (vgl. Nr. 215,
217 und 218; nähern das Gefäss den älteren, östlichen
Gattungen.
C) Attische Vasen mit rothen Figuren.
Nr. 319. Amphora (Fig. 22) nikosthenischer
Form. Der Fuss oben mit thongrundiger
Rille und wulstigem Rande. Auf
Wt
m
II
Fig. 22, Nr. 319.
der unteren, ungefirnissten Bauchhälfte
Ornamente der schwarzfigurigen Decorationsweise,
auf der oberen zwei eingerahmte
Bilder in rothfiguriger Technik:
A) Das Recht (Dike) schlägt das Unrecht
(Adikia), nach der Darstellung auf
der Kypselidenlade. B) Ein Krieger trägt
den Leichnam eines Genossen aus der
Schlacht. Unter den Henkeln in Blüthen
mit rother Dreiecksfüllung endigende
Ranken, das obere Paar vom Henkel
ausgehend, das untere in eine geschlossene
ausgesparte Palmette sich zusammenschliessend.
In flüchtiger schwarzfiguriger
Technik auf dem Halse je eine
dionysische Gruppe, im Innern der
Mündung zweimal Löwe und Wildschwein
einander gegenüber, stengellose
Lotosblüthen als Füllung. Auf den Henkeln
- schmale Epheukante zwischen
schwarzen Rändern. Der Firniss ungenügend
gebrannt. Die Oberfläche hat
durch Feuchtigkeit sehr gelitten. H. o‘2j,
U. o'45. Samml. Castellani. (4620.)
A) Dike (AIKE) mit kurzem, gegürtetem
Chiton undrothem Band im aufgebundenen Haare
würgt die nach rechts niederstürzende Adikia
(»IAA deutlich, das folgende Jota fehlt, der
letzte Buchstabe eher A als E), ein aussätziges
Weib von hässlichen Gesichtszügen, mit ungeordnet
herabfallenden Haaren und ungegürtetem
Chiton, mit der L. am Halse, während die R.
zum Schlage mit einem Hammer ausholt. Die
Augen seitlich geschlossen, die Haare mit welligem
Contour, innen mit kurzen Zipfeln.
B) Seitlich eingerahmt mit Punktnetz, oben
Stäbchenkyma. Besser erhalten als die Vorderseite.
Sehr sorgfältig. Krieger langsam und gebeugt
nach r. schreitend; auf seiner 1. Schulter liegt,
den Kopf nach vorne, mit schlaff herabhängenden
Armen und geschlossenem Auge, sein Gefährte,
den er mit der R. am Oberarm fasst, während
die L. böotischen Schild und Doppelspeer hält.
Der Tragende in kurzem Chiton, aus dem das Glied
hervortritt, Volutenpanzer, schwarzem, durch
Gravirung rautenförmig gemustertem, über dem
Rücken herabhängendem und vorne auf der Brust
zusammengeknotetem Mantel (wie bei Exekias),